Die Handlungsfähigkeit unserer Stadt steht und fällt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung. Kürzlich wurde der Personalbericht der Stadt Wedel für das Jahr 2025 vorgelegt. Dieses Dokument bietet uns wichtige Einblicke in die aktuelle Arbeitsbelastung, die Altersstruktur und die personellen Perspektiven unserer Kommune.
Der öffentliche Dienst kämpft bundesweit mit unbesetzten Stellen, und unsere Stadtverwaltung bildet hier leider keine Ausnahme. Die Verwaltung konkurriert bei der Personalsuche direkt mit umliegenden Arbeitgebern wie Hamburg und dem Kreis Pinneberg.
Ein Blick auf die innerbetrieblichen Kennzahlen zeigt, dass der Arbeitsdruck auf das vorhandene Personal zunimmt.
Die Zahlen des Personalberichts zeigen eine spürbar negative Entwicklung. Die Kombination aus einem hohen Altersdurchschnitt, steigenden Krankenständen und tausenden Überstunden verdeutlicht, dass das bestehende Personal vielfach an der Belastungsgrenze arbeitet. Wenn Stellen mehrfach ausgeschrieben werden müssen und Fachkräfte fehlen, bleiben unweigerlich Aufgaben liegen. Dies ist kein reines Vermarktungsproblem der Stadt, sondern eine strukturelle Hürde. Wir müssen als Politik und Verwaltung die Themen Mitarbeiterbindung, Gesundheitsmanagement und Wissenstransfer beim anstehenden Generationswechsel noch fokussierter angehen, um einen verlässlichen Service für die Bürgerinnen und Bürger aufrechtzuerhalten.
Ich habe mir zu dieser Situation bereits umfassend Gedanken gemacht, an welchen Stellen wir als Kommunalpolitik konkret ansetzen können, um spürbar gegenzusteuern.
Wer sich tiefer in die Materie einlesen möchte, findet das Originaldokument im Ratsinformationssystem der Stadt Wedel.
Ihr Jan Lüchau