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Newsletter KW 39/26

Liebe Wedelerinnen und Wedeler,

es gibt endlich mal wieder spürbar gute Nachrichten vom Wedeler Bahnhof: Das Wasser im unteren Parkdeck der P+R-Anlage ist weg! Nach den frustrierenden Überschwemmungen der letzten Zeit, ausgelöst durch Kabeldiebstahl und Vandalismus an der Pumpe, läuft die Technik wieder. Auch der gesperrte Radweg durchs Autal ist endlich wieder frei. Die Anlage selbst bleibt wegen des ausstehenden Versicherungsgutachtens zwar noch gesperrt, aber ein erster Schritt ist getan. (Zum Artikel des SHZ)

Doch während wir in Wedel an dieser Stelle aufatmen, zeichnet eine neue landesweite Untersuchung ein düsteres Bild für unsere Region: Ein Viertel der Kreisstraßen im Kreis Pinneberg ist dringend sanierungsbedürftig. Hauptverkehrsachsen wie die K5 (Ellerbek – Rellingen), K6 oder K24 weisen erhebliche Mängel auf. Auch bei unserem Radwegenetz gibt es auf rund 21 Kilometern akuten Handlungsbedarf. (Zum Artikel der SHZ)


Kurz & Knapp: Was in Wedel in dieser Woche wichtig wird

Werfen wir einen Blick auf die Themen, die uns in den städtischen Gremien aktuell beschäftigen:

  • Hat Transparenz bald ein Preisschild?
    Die Stadt plant eine Änderung der Verwaltungsgebührensatzung. Dass Gebühren aufgrund gestiegener Personalkosten angepasst werden müssen, ist nachvollziehbar. Ein neuer Punkt sollte aber noch diskutiert werden: Detaillierte Bürgeranfragen nach dem Informationszugangsgesetz (IZG-SH) sollen künftig 70,50 Euro je angefangene halbe Stunde kosten.
  • Zukunft der Bahnhofstraße:
    In unserer Haupteinkaufsstraße stehen zwei Großprojekte an. Die Stadtsparkasse und ein privater Investor planen in der Nr. 18a und Nr. 20 große Neubauten. Das bedeutet für Wedel: flächenschonende Nachverdichtung auf bereits versiegelten Flächen und die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum (inklusive vergünstigter Wohnungen) mitten im Zentrum.
  • Wedel wehrt sich gegen den Kreis:
    Der Kreis Pinneberg hatte die Kreisumlage 2026 von 29,5 % auf 31,5 % angehoben – eine massive Zusatzbelastung für unseren Stadthaushalt. Gemeinsam mit anderen Kommunen streben wir nun ein Normenkontrollverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht an, um dieses Vorgehen juristisch prüfen zu lassen.
  • Personal am Limit:
    Der aktuelle Personalbericht 2025 der Verwaltung ist alarmierend. Fast die Hälfte der Belegschaft ist über 50 Jahre alt, auf Fachstellen gibt es teils keine Bewerbungen und die Mitarbeitenden schieben tausende Überstunden bei über 11.000 Krankheitstagen vor sich her. Wir müssen als Politik dringend Ansätze finden, um die Verwaltung strukturell zu entlasten.

Termine

Bitte beachten Sie: Die morgige Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) beginnt bereits um 18:00 Uhr.


Ihre Meinung ist gefragt

Die geplante Gebührenerhöhung, insbesondere für detaillierte Auskünfte aus dem Rathaus, betrifft Sie im Zweifel ganz direkt. Daher meine Frage an Sie:

Wie bewerten Sie den Vorstoß der Stadt? Haben Sie Verständnis dafür, dass aufwendige Verwaltungsrecherchen künftig Geld kosten, oder sehen Sie darin eine gefährliche Hürde für die Transparenz in unserer Stadt?

Schreiben Sie mir Ihre Gedanken gerne direkt als Antwort auf diesen Newsletter oder diskutieren Sie in den Kommentaren auf wedel-politik.de mit.

Ich freue mich auf den Austausch und wünsche Ihnen einen erfolgreichen Start in die Woche!

Herzliche Grüße

Ihr Jan Lüchau

Aktuelles: Die Zukunft der Bahnhofstraße – Zwei Großprojekte im Vergleich

In unserer Innenstadt stehen städtebauliche Veränderungen bevor. In naher Zukunft sollen in unserer Haupteinkaufsstraße zwei Bauvorhaben in direkter Nachbarschaft realisiert werden: Das Vorhaben der Stadtsparkasse in der Bahnhofstraße 18a und ein weiteres Wohn- und Geschäftshaus in der Bahnhofstraße 20. Beide Planungen wurden in den aktuellen Sitzungsvorlagen der Stadt Wedel aufbereitet.

Da beide Projekte das Straßenbild prägen werden, verbinde ich in diesem Beitrag die wesentlichen Eckdaten beider Vorhaben, erläutere die unterschiedlichen rechtlichen Grundlagen und stelle die positiven sowie negativen Aspekte sachlich gegenüber.

Die rechtliche Situation

Obwohl beide Bauplätze unmittelbar nebeneinanderliegen, werden die Bauanträge nach unterschiedlichen rechtlichen Vorgaben beurteilt. Da für diesen Bereich der Bahnhofstraße kein rechtsverbindlicher Bebauungsplan existiert, gilt hier grundsätzlich die Regelung für den unbeplanten Innenbereich nach § 34 des Baugesetzbuches (BauGB).

Bahnhofstraße 20: Das reguläre Einfügungsgebot

Für das Grundstück Bahnhofstraße 20 greift der reguläre § 34 Abs. 1 BauGB. Diese Bestimmung besagt vereinfacht, dass ein Bauvorhaben zulässig ist, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt. Der Entwurf sieht drei Vollgeschosse und ein zurückgesetztes Staffelgeschoss vor. Da diese Dimensionen den umliegenden Gebäuden im Misch- und Kerngebiet entsprechen, fügt sich der Neubau in den Bestand ein.

Bahnhofstraße 18a: Die Abweichung über den „Bauturbo“

Das Gebäude der Stadtsparkasse in der Bahnhofstraße 18a soll vier Vollgeschosse sowie ein Staffelgeschoss erhalten. Mit vier Vollgeschossen überschreitet der Entwurf den Rahmen der unmittelbaren Nachbarbebauung, die maximal drei Vollgeschosse aufweist. Eine Genehmigung über das reguläre Einfügungsgebot ist daher nicht möglich.

Die Stadtverwaltung wendet deshalb § 34 Abs. 3b BauGB an. Diese Vorschrift ist Teil des bundesweiten Maßnahmenpakets („Bauturbo“), mit dem der Wohnungsbau erleichtert werden soll. Sie ermöglicht es der Gemeinde, mit ihrer Zustimmung eine Abweichung vom Einfügungsgebot zuzulassen, wenn dadurch zusätzlicher Wohnraum geschaffen wird und die städtebaulichen Belange gewahrt bleiben.

Positive Effekte beider Bauvorhaben

Beide Projekte bringen für die Entwicklung der Innenstadt folgende Vorteile mit sich:

  • Flächenschonende Nachverdichtung: Beide Bauprojekte entstehen auf bereits erschlossenen und versiegelten Grundstücken im Zentrum. Auf diese Weise wird Wohn- und Gewerberaum realisiert, ohne freie Flächen an den Stadträndern in Anspruch zu nehmen.

  • Schaffung von Wohnraum: Mit beiden Projekten werden neue Wohnungen im Ortskern geschaffen. In der Bahnhofstraße 18a entstehen 41 Wohneinheiten, von denen fünf Wohnungen (rund 400 Quadratmeter Fläche) verbindlich zu vergünstigten Mietpreisen angeboten werden. Auch in der Hausnummer 20 sind die Obergeschosse für Wohnzwecke vorgesehen.

  • Gewerbliche Belebung: In beiden Erdgeschossen sind Gewerbeflächen vorgesehen, die den Einzelhandels- und Dienstleistungsstandort in unserer Haupteinkaufsstraße stärken.

  • Klimaschutz und Begrünung: Beide Entwürfe enthalten Festlegungen für Photovoltaikanlagen und Dachbegrünungen auf den Dachflächen.

Negative Effekte und Diskussionspunkte

Aus den politischen Beratungen und Nachbarschaftsrückmeldungen ergeben sich folgende Bedenken:

  • Baukörper und Maßstab: Ein Kritikpunkt ist die Höhe bzw. Geschossigkeit des Baukörpers der Sparkasse, verbunden mit der Befürchtung, diese hätte eine Prägewirkung für weitere Baumaßnahmen im Umfeld. Dieser Kritikpunkt wird jedoch direkt ausgeräumt durch das Einvernehmen für die Bahnhofstraße 20, die sich mit drei Geschossen plus Staffel baulich in die Umgebung einfügt.

  • Verkehrsführung: Ein wesentlicher Kritikpunkt bleibt die verkehrliche Erschließung bei der Hausnummer 18a. Die Verkehrsführung muss offiziell vollständig über den Eichendorffweg erfolgen, weil es sich bei der Straße auf der Nordseite zwischen Lehmann und der Bäckerei Junge um eine Privatstraße handelt. 

  • Baumbestand: Durch die Ausnutzung der Grundstücksfläche bei der Hausnummer 18a bestand in der Diskussion zudem die Sorge bezüglich des Erhalts der ortsbildprägenden Platanen, die durch die städtische Baumschutzsatzung geschützt sind.

Weitere Informationen zum Thema

Die ausführlichen Darstellungen zu den beiden Einzelprojekten können Sie in meinen vorangegangenen Beiträgen nachlesen:

 

Aktuelle Lage der Park and Ride (P+R)- Anlage in Wedel: Bestandsaufnahme und politische Initiativen

Die Park and Ride (P+R)- Anlage in Wedel am S-Bahnhof ist ein zentraler Bestandteil der städtischen Infrastruktur. Seit einem Brand im Juli 2025 ist das Gebäude gesperrt. Jüngste Vorkommnisse haben die ohnehin schwierige Situation vor Ort weiter verschärft, weshalb das Thema in der vergangenen Ratssitzung am 10. September 2026 erneut auf der Tagesordnung stand. Das Gebäude bleibt für die Öffentlichkeit weiterhin nicht nutzbar.

Die Situation vor Ort

Die Situation hat sich durch den Diebstahl von Stromkabeln im Untergeschoss der Anlage verschlechtert, was zum Stillstand der Drainagepumpe geführt hat. Dies hat unmittelbare Folgen für das Umfeld der Anlage, insbesondere für den Rad- und Fußverkehr:

  • Das untere Parkdeck sowie der umlaufende Rad- und Fußweg sind infolge des Pumpenausfalls überflutet.
  • Die Überflutung zwingt Radfahrende und Fußgänger zu Umwegen über das Gelände des ZOB.
  • Die aktuelle Wegführung ist unübersichtlich, da der Auweidenweg abrupt auf dem Pflaster des ZOB endet und die Verkehrsteilnehmer sich zwischen Bussen und Pkw orientieren müssen.

Politischer Vorstoß: Aus Antrag wird Prüfauftrag

Um die Verkehrssicherheit zu verbessern und mögliche Gebäudeschäden durch das stehende Wasser abzuwenden, reichte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag zur Ratssitzung ein. Die Forderungen umfassten unter anderem:

  • Die Verwaltung soll die Drainage-Pumpe schnellstmöglich durch neue Kabel ans Stromnetz anschließen, um das Untergeschoss sowie die betroffenen Wege trockenzulegen.
  • Sollte diese Instandsetzung nicht umsetzbar sein, müssen zeitnah alternative Lösungen zur Wiederherstellung der Passierbarkeit von Rad- und Fußweg gefunden werden.
  • Auf dem ZOB beziehungsweise dem oberen Parkdeck sollen zur sicheren Wegführung Radwegmarkierungen oder ein Schutzstreifen in Richtung Mühlenstraße aufgebracht werden.
  • Ein hoher Kantstein am Übergang zum ZOB soll zudem nach Möglichkeit abgesenkt werden.
  • Die Politik forderte von der Verwaltung eine detaillierte Mitteilungsvorlage mit einer zeitlich strukturierten Projektplanung für die anstehende Sanierung der P+R-Anlage.

In der Ratssitzung am 10. September 2026 wurde im Verlauf der Beratungen beschlossen, den ursprünglichen Antrag in einen Prüfauftrag an die Verwaltung umzuwandeln. Das bedeutet, dass das Rathaus nun offiziell beauftragt ist, die Machbarkeit und die konkreten Umsetzungsschritte der geforderten Maßnahmen detailliert zu prüfen.

Hintergrund zu Statik und Verhandlungen

Hintergrund all dieser Diskussionen ist, dass die P+R-Anlage ein wesentlicher Baustein im Mobilitätskonzept unserer Stadt ist. Zwar ergab ein Gutachten nach dem Brand keine Bedenken hinsichtlich der grundlegenden Baustatik, die Regulierungsverhandlungen mit der Versicherung dauern jedoch weiterhin an. Zudem bleiben Teile der oberen Ebene auf unabsehbare Zeit für Busse gesperrt, da noch verlässliche Einschätzungen darüber fehlen, ob das Bauwerk den Belastungen und Erschütterungen durch den Busverkehr standhält. Bürgerinnen und Bürger, die ihr Fahrzeug für längere Zeit am Bahnhof abstellen möchten, können ab Ende September alternativ auf das neue, kostenpflichtige Medac-Parkhaus am Rosengarten ausweichen.

Wir brauchen bei diesem Thema nicht zwingend politischen Aktionismus in Form von neuen Anträgen. Es ist fest davon auszugehen, dass die Verwaltung bereits daran arbeitet, die Drainage wieder gangbar zu machen. Solche Anträge – auch wenn sie am Ende in Prüfaufträge umgewandelt werden – binden Kapazitäten in der Verwaltung und kosten Zeit sowie Geld. Beides sind Ressourcen, die wir in Wedel schlichtweg nicht haben.

Zudem dürfen wir nicht vergessen, dass die P+R-Anlage schon weit vor dem Brand in einem katastrophalen Zustand war. Ein Gutachten zur Schadensbeurteilung aus dem Jahr 2022 bescheinigte dem Bauwerk eine Zustandsnote von 2,7 (auf einer Skala bis3) und wies darauf hin, dass die Dauerhaftigkeit beeinträchtigt sei und eine kurzfristige Schadensbeseitigung erforderlich wäre. Die Verwaltung hatte der Politik im Februar 2024 bereits einen detaillierten Variantenvergleich zur Sanierung vorgelegt. Diese Varianten reichten von der reinen Aufgabe des Parkbereichs bis hin zu einem kompletten Abbruch mit anschließendem Neubau eines ZOB und einer Tiefgarage für über 15,7 Millionen Euro.

Selbst wenn die Versicherung den entstandenen Brandschaden reguliert, wird diese Summe bei Weitem nicht ausreichen, um die bereits im Vorfeld marode Anlage vollständig instand zu setzen. Warum also im Klein-Klein verstricken? Wir wissen, dass massive Investitionen unumgänglich sind, und wir wissen ebenso, dass die Stadtkasse leer ist. Daher müssen wir nach echten Alternativen suchen. Wir hatten dazu bereits einen Antrag im Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss (UBF) eingebracht, um eine mögliche Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) zu prüfen. Dieser Vorstoß wurde zwar verschoben, da direkt nach dem Brand zu viele Dinge unklar waren, aber ich bin der festen Überzeugung: Wir sollten trotzdem genau jetzt schon ein paar Schritte weiter denken, um eine nachhaltige Lösung für Wedel zu finden.

 

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Ratssitzung vom 10.09.2026: Haushalt, Straßenreinigung und städtische Infrastruktur

Die Ratssitzung vom 10.09.2026 brachte wichtige Entscheidungen zu den städtischen Finanzen, der Gebührenstruktur und anstehenden Bauprojekten. 

Finanzen und Personalien

Im Fokus der Sitzung stand der städtische Haushalt sowie personelle Weichenstellungen bei der Stadtsparkasse:

  • Jahresabschluss 2024: Das Jahr schließt mit einem Defizit von 14,7 Millionen Euro ab. Das Rechnungsprüfungsamt bemängelte in diesem Zusammenhang das späte finanzielle Gegensteuern der Verwaltung. Der Rat beschloss den Abschluss formal.
  • Stadtsparkasse: Der Verwaltungsrat wurde entlastet. Marc Cybulski, der seit 2007 im Haus tätig ist, wurde einstimmig als neues Vorstandsmitglied und Vorsitzender ab Mitte 2027 bestätigt.

Neuordnung der Straßenreinigung

Die Stadt benötigt eine neue Straßenreinigungssatzung, da das Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein (OVG) am 11. März 2026 die seit Juli 2023 geltende Fassung wegen rechtlicher Mängel für nichtig erklärt hat. Der Rat beschloss folgende Eckpunkte für die Neufassung:

  • Es werden neue, differenzierte Reinigungs- und Winterdienstklassen eingeführt, die sich an der Verkehrswichtigkeit der jeweiligen Straßen orientieren.
  • Die Gebührenberechnung erfolgt künftig nach dem Quadratwurzelmaßstab anstelle des bisherigen Frontmetermaßstabs.
  • Der Quadratwurzelmaßstab, der sich aus der Grundstücksfläche berechnet, vermeidet fehleranfällige Sonderregelungen für komplexe Grundstückskonstellationen (wie Eck- oder Hinterliegergrundstücke) und bietet eine verständlichere Lösung.

Zusätzlich wurde beschlossen, die dezentrale Abwasserentsorgung für die verbliebenen 44 betroffenen Grundstücke an den Abwasserzweckverband Südholstein zu übertragen.

Infrastruktur: Badebucht und Park-and-Ride

Bei den städtischen Bauprojekten standen zwei Anlagen im Mittelpunkt der Diskussion:

  • Kombibad (Badebucht): Die Politik bestätigte die Pläne zur energetischen Sanierung inklusive eines Lehrschwimmbeckens für 14,7 Millionen Euro. Der Teilabriss und Neubau soll die laufenden Betriebskosten senken und den Schul- und Vereinssport absichern, ohne bereits zugesagte Fördermittel in Höhe von vier Millionen Euro aufs Spiel zu setzen.
  • Park-and-Ride-Anlage: Für die Reparatur der Drainagepumpe im gefluteten Unterdeck lagen Forderungen nach sofortigen baulichen Maßnahmen vor. Der Rat wandelte diese in einen Prüfauftrag um. Zunächst werden bis zur nächsten Sitzung die genauen Instandsetzungskosten ermittelt.

Alle öffentlichen Vorlagen, detaillierte Zahlen und die genauen Ausführungen zur neuen Straßenreinigungssatzung finden Sie im Bürgerinformationssystem der Stadt Wedel. Über die Einrichtung der interfraktionellen Arbeitsgruppe zur Neuausrichtung der Einwohnerfragestunde habe ich bereits in einem separaten Artikel auf dieser Seite berichtet.

Ihr Jan Lüchau

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Neuer Newsletter online: Von Schaufensterpolitik, Millionen-Defiziten und klaren Entscheidungen für Wedel

Die politische Großwetterlage und die kommunale Realität vor Ort sind enger miteinander verzahnt, als manche wahrhaben wollen. In der neuesten Ausgabe meines Newsletters ziehe ich die Linie von einer fast schon skurrilen Begebenheit an einer verschlossenen Wedeler Rathaustür hin zu den bundesweiten Wahlergebnissen in Sachsen-Anhalt – und warum laute Inszenierung im Netz niemals handfeste Sacharbeit ersetzen kann.

👉 Zum Artikel: Bürgernähe in der Praxis: Von verschlossenen Rathaustüren und Facebook-Dramen

Darüber hinaus stehen die Finanzen und Großprojekte unserer Stadt im Fokus der neuen Ausgabe:

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Badebucht-Sanierung: Warum Baukostensteigerungen keine Überraschung sind

Kürzlich erschien in der SHZ ein Artikel mit dem Titel "Iran-Krise und Baukosten – Badebucht Wedel: Wird die Sanierung zu teuer? Bürgermeisterin regt Überdenken an – Politik winkt ab". Beim Lesen drängt sich unweigerlich der Eindruck auf, als käme die Möglichkeit von Baukostensteigerungen bei diesem Großprojekt für einige Akteure völlig überraschend. Doch entspricht das wirklich den Tatsachen und dem bisherigen Prozess?

Keine Überraschung, sondern bauliche Realität

Ich kann natürlich nicht für die gesamte Verwaltung und Politik sprechen, aber mein Eindruck war und ist: Dass Kostensteigerungen bei einem Projekt dieser Größenordnung immer im Bereich des Möglichen liegen, ist allen Beteiligten bewusst. Das liegt schlicht in der Natur der Sache, allein schon, weil die zugrunde liegenden Zahlen für die Kostenschätzungen teilweise noch aus 2024 beziehungsweise 2025 stammen. Die Zahlen sind also mittlerweile rund zweieinhalb Jahre alt. Dass die allgemeinen Baukosten in dieser Zeit nicht sinken, ist kein Geheimnis und bedarf keiner plötzlichen Neuausrichtung.

Der Abwägungsprozess

Die mediale Darstellung des plötzlichen "Kopfzerbrechens" greift auch deshalb zu kurz, weil die hohen Investitionssummen schon lange kritisch begleitet werden. So hatte unsere Bürgermeisterin beispielsweise schon am 07.07.2025 im Haupt- und Finanzausschuss über eine geplante "Kommunikationsschleife" berichtet. Das Ziel war es schon damals, das Vorgehen in Ruhe zu überprüfen, die Verzahnung mit städtebaulichen Überlegungen abzuwägen und Transparenz zu schaffen. Das Projekt wird also keineswegs auf die leichte Schulter genommen.

Auch für mich persönlich als Ratsmitglied ist das keine leichte Entscheidung. Ich kann mich nicht daran erinnern, in meiner politischen Laufbahn jemals über eine derart hohe Investitionssumme für Wedel entscheiden zu müssen. Bei der beschlossenen Variante 4A sprechen wir von geschätzten Kosten von rund 14,7 Millionen Euro netto.

Solide Kalkulation mit Einsparpotenzial

Nach meinem aktuellen Kenntnisstand ist die bestehende Kalkulation dennoch so solide und belastbar aufgestellt, dass sie nicht sofort in sich zusammenfällt. Sie beinhaltet durchaus noch Einsparpotenziale beziehungsweise Puffer von +/- 30 Prozent, um eventuelle Kostensteigerungen aufzufangen, ohne gleich das gesamte Konzept erneut auf den Prüfstand stellen zu müssen.

Die Kernfrage: Was wollen wir für Wedel?

Am Ende des Tages reduziert sich die Debatte auf eine grundlegende politische Frage: Was wollen wir als Stadt? Die Politik hat sich nach intensiven Diskussionen mehrheitlich dazu entschieden, das Schwimmangebot in Wedel, insbesondere für unsere Schulen und Vereine, aufrechtzuerhalten. Im Vorfeld wurden dafür etliche Optionen durchgespielt und geprüft. Die Spannweite reichte von einer umfassenden Sanierung im Bestand über ein Hybridbecken bis hin zum Teilabriss.

Die nun fokussierte Variante 4A stellt dabei bereits einen massiven, aber vernünftigen Kompromiss dar: Sie sichert mit einem Sportbecken und einem Lehrschwimmbecken die Grundversorgung, verzichtet aber aus Kostengründen auf das Freibad, den Erlebnisbereich und den Kinderbereich.

Wenn wir als Stadt attraktiv bleiben wollen, müssen wir zu unseren mehrheitlichen Beschlüssen stehen und den Weg nun auch konsequent weitergehen, ohne ständige neue "Schleifen".


Weiterführende Dokumente

Für alle, die sich detaillierter in die Zahlen und Konzepte einlesen möchten, verlinke ich hier die entsprechenden Präsentationen und Sachstände, auf die ich mich beziehe:

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Bürgernähe in der Praxis: Von verschlossenen Rathaustüren und Facebook-Dramen

Ein Vorfall am Rande des letzten Haupt- und Finanzausschusses zeigt anschaulich, wie unterschiedlich man in der Wedeler Kommunalpolitik mit kleinen Alltagsproblemen umgehen kann. Ein kurzes Lehrstück über echte Hilfe und digitale Schaufensterpolitik.

Stellen Sie sich einmal folgendes Szenario vor: Sie sind Vorsitzender einer politischen Gruppierung, die aktuell noch nicht in unserem Wedeler Rat vertreten ist. Ihr erklärtes Ziel ist es aber, das bei der nächsten Kommunalwahl unbedingt zu ändern. Dementsprechend haben Sie sich Bürgernähe und Transparenz ganz groß auf die Fahnen geschrieben.

Es ist Montagabend, kurz nach halb acht. Der Haupt- und Finanzausschuss (HfA) tagt gerade öffentlich im Rathaus. Normalerweise wären sie als Einwohner bei der Sitzung. Heute nicht.

Da klingelt Ihr Telefon. Ein Bürger ist am Apparat und berichtet Ihnen, dass er gerne als Zuhörer an der Sitzung teilnehmen möchte, aber leider vor verschlossenen Rathaustüren steht. Das ist zweifellos ein ärgerlicher Umstand, der so nicht sein sollte und der schnellstens behoben werden muss, damit die Öffentlichkeit der Sitzung gewahrt bleibt.

Nun stehen Sie vor einer Entscheidung. Wie helfen Sie dem Bürger in dieser Situation am besten?

Option A: Der pragmatische Weg

Da sie normalerweise mit ihrem Stellvertreter im Ausschuss anwesend sind, wäre es ja einen Versuch wert, ihn kurz anzurufen. Er geht die paar Schritte zur Tür, lässt den Bürger herein und gibt der Verwaltung freundlich den Hinweis, dass der Haupteingang offenbar versehentlich ins Schloss gefallen ist. Problem gelöst, der Bürger sitzt im Warmen, die Transparenz ist sofort wiederhergestellt. Zeitaufwand: zwei Minuten.

Option B: Der theatralische Weg

Sie lassen den Bürger draußen im Dunkeln stehen. Stattdessen greifen Sie in die Tasten und verfassen noch während der laufenden Sitzung einen flammenden, langen Facebook-Beitrag für die lokale Wedel-Gruppe. Darin stellen Sie dramatische Fragen zur Gültigkeit von Beschlüssen, fordern kommunalrechtliche Konsequenzen und philosophieren bedeutungsschwanger darüber, dass Transparenz doch „an der Rathaustür beginnt“.

Schaufensterpolitik statt Problemlösung

Sie ahnen es wahrscheinlich schon: Letzten Montagabend hat sich besagter Vorsitzender zielsicher für Option B entschieden.

Das ist zweifellos ein wunderbarer Weg, um schnelle Klicks, Likes und Applaus in den sozialen Medien zu generieren. Man kann sich wunderbar als einziger Wahrer der Demokratie inszenieren. Ob es dem Bürger, der in diesem Moment vor der Tür stand und eigentlich nur an der Sitzung teilnehmen wollte, auch nur ansatzweise geholfen hat, darf man allerdings getrost bezweifeln.

Genau diese kleine Episode zeigt für mich sehr anschaulich den Unterschied zwischen lauter Schaufensterpolitik im Internet und echtem, lösungsorientiertem Handeln in der Realität. Kommunalpolitik bedeutet eben manchmal auch einfach, pragmatisch zum Hörer zu greifen und eine Tür aufzumachen, statt im Netz aus einem versehentlich geschlossenen Eingang sofort einen handfesten Skandal stricken zu wollen.

Wirtschaftsstandort Wedel: Weniger Jobs trotz Bevölkerungswachstum – Was jetzt zu tun ist

Zwei aktuelle Beiträge auf dem lokalen Portal wedel-klartext.de beleuchten ein drängendes Problem unserer Stadt: Während Wedel wächst und immer mehr Menschen hierher ziehen, schwindet parallel die Zahl der Arbeitsplätze. Die Zahlen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) sowie der Agentur für Arbeit zeichnen ein klares Bild. Innerhalb von fünf Jahren sind rund 1.200 sozialversicherungspflichtige Stellen verloren gegangen. Begleitet wird diese Entwicklung von sinkenden Gewerbesteuereinnahmen. Dies zwingt uns, die Rahmenbedingungen für die lokale Wirtschaft kritisch zu beleuchten.

Ursachen für den Weggang von Unternehmen

Die Hintergründe für den Verlust von Arbeitsplätzen sind vielschichtig. Namhafte Arbeitgeber wie Astra Zeneca oder Knorr Bremse haben den Standort Wedel in der Vergangenheit verlassen. Solche Beschlüsse fallen oftmals in den Konzernzentralen, jedoch spielen auch Standortfaktoren wie die verkehrliche Infrastruktur eine gewichtige Rolle. Eine wachsende Bevölkerung führt zwar zu neuen Gewerbeansiedlungen im Dienstleistungsbereich, diese können den massiven Verlust von Industriearbeitsplätzen in der Gesamtrechnung jedoch nicht ausgleichen.

Verwaltung bündeln: Die One-Stop-Agency

Um im Wettbewerb um Unternehmen wieder aufzuholen, müssen wir vor Ort ansetzen und unsere eigenen Strukturen verbessern. Ein praxisnaher Baustein ist die Modernisierung der städtischen Wirtschaftsförderung durch das Modell einer One-Stop-Agency:

  • Zentrale Anlaufstelle: Unternehmen und Gewerbetreibende haben für alle behördlichen Dienstleistungen einen einzigen Kontaktpunkt.
  • Schnellere Verfahren: Administrative Reibungsverluste werden reduziert, wodurch Vorhaben und Investitionsideen zügiger umgesetzt werden.
  • Serviceorientierung: Die kommunale Verwaltung entwickelt sich von einer reaktiven Behörde zu einer kundenorientierten Serviceeinheit.

Meine Einschätzung

Liest man die Stellungnahmen der verschiedenen Ratsfraktionen zu den alarmierenden Zahlen auf wedel-klartext.de, bleibt ein ernüchternder Eindruck: So richtig Konstruktives ist dort leider kaum zu erkennen. Häufig wird die Verantwortung auf die Bundespolitik verwiesen oder das Handeln von Konzernen beklagt. Es ist richtig, dass wir aus dem Wedeler Rathaus heraus keine Weltpolitik steuern. Dennoch haben wir eigene Hausaufgaben zu erledigen. Statt Resignation oder der Diskussion über weitere Belastungen brauchen wir greifbare, lokale Lösungen. Die Etablierung einer serviceorientierten One-Stop-Agency wäre ein konkreter, machbarer Schritt, um bürokratische Hürden abzubauen und Wedel als Standort wieder attraktiv aufzustellen.

Weitere Informationen zum Thema

 

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Unabhängiger Lokaljournalismus für unsere Stadt: Unterstützung für wedel-klartext.de

Die mediale Berichterstattung in unserer Region befindet sich im Wandel. In den vergangenen Jahren haben sich die klassischen Tageszeitungen schrittweise aus der lokalen Fläche zurückgezogen. Für eine funktionierende Stadtgesellschaft ist es jedoch maßgeblich, über politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen vor Ort sachlich informiert zu bleiben. Diese Lücke schließt das lokale Nachrichtenportal wedel-klartext.de.

Ein Angebot für alle Bürgerinnen und Bürger

Das Nachrichtenportal widmet sich den Themen, die Wedel direkt betreffen. Dazu gehören unter anderem:

  • Laufende Berichterstattung zu Beschlüssen und Diskussionen aus dem Rat und den Ausschüssen.
  • Nachrichten über städtische Entwicklungen und Projekte.
  • Berichte über das gesellschaftliche Leben in Wedel.

Ausgebildete Redakteure recherchieren Themen, schreiben Berichte, besuchen Veranstaltungen, um mit Artikeln die Wedel-Klartext-Leserinnen und -Lesern darüber zu informieren – und zwar ohne Bezahlschranken, weil Informationen auch für alle mit wenig finanziellem Spielraum zur Verfügung stehen sollen.

Meine persönliche Einordnung

Als Kommunalpolitiker der CDU-Wedel stehe ich oft im Fokus der lokalen Berichterstattung. Dabei kommt auch unsere Fraktion in den Artikeln von wedel-klartext.de hin und wieder schlecht weg. Das gehört zum demokratischen Diskurs dazu. Genau diese unabhängige und kritische Begleitung der Kommunalpolitik ist wertvoll. Sie schafft Transparenz und bietet den Bürgerinnen und Bürgern eine Grundlage, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Deshalb werbe ich aus Überzeugung für dieses Portal.

Finanzierung durch freiwillige Beiträge

Die Nutzung von wedel-klartext.de ist kostenlos, und das soll laut den Betreibern auch so bleiben. Hinter der regelmäßigen Recherche und dem Betrieb der Webseite stehen jedoch Arbeitsaufwand und laufende Kosten. Das Portal ist daher auf finanzielle Unterstützung durch die Leserschaft angewiesen. Wer die Arbeit der Redaktion fördern möchte, hat dazu verschiedene Möglichkeiten:

  • Abschluss eines freiwilligen, monatlichen Abonnements.
  • Leistung einer einmaligen Spende zur Unterstützung des Projekts.

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Newsletter Sonntag, 23.08.2026

Liebe Leserinnen und Leser,

es war in der vergangenen Zeit ungewohnt still auf wedel-politik.de und auch in meinem wöchentlichen Newsletter. Wer das politische Geschehen in Wedel verfolgt hat, wird die Gründe dafür zumindest in Teilen kennen, und mich haben dazu in den vergangenen Wochen und Monaten viele Nachfragen erreicht. Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen, um meine Sicht der Dinge darzulegen, Klarheit zu schaffen und, was am wichtigsten ist, den Blick wieder nach vorne zu richten.

 Ein Schlussstrich und eine persönliche Grenze

Die intensive Arbeit am Haushaltsbegleitbeschluss hat im Frühjahr enorm viel Kraft gekostet. Es war ein komplexes Ringen um den richtigen Weg für unsere Stadt. Nachdem der Beschluss im ersten Versuch im Februar im Rat gescheitert war, habe ich intensiv und fraktionsübergreifend nach Kompromissen gesucht – und auch eine gemeinsame Lösung erarbeitet. Dass dieser mühsam ausgehandelte Weg am Ende nicht zur Abstimmung kam, sondern stattdessen ein anderer Entwurf vorgelegt wurde, ist in den Gremien ja bereits öffentlich thematisiert worden.

Das allein gehört vielleicht noch zum politischen Geschäft. Schwerer wiegen jedoch die Begleitumstände. Komplexe Kommunalpolitik funktioniert nur auf dem Fundament von absoluter Verlässlichkeit, offenen Karten und Vertrauen. Wenn man jedoch feststellen muss, dass dieses Fundament nicht mehr trägt und Prozesse im Hintergrund ablaufen, die diese Basis nachhaltig beschädigen, muss man persönliche Konsequenzen ziehen. Genau das habe ich getan und mein Amt als Fraktionsvorsitzender niedergelegt. Ich habe für mich eine klare Grenze gezogen, wie ich politische Zusammenarbeit verstehe und wie ich mit mir umgehen lasse.

Wer eine solche Entscheidung trifft, geht nicht am nächsten Tag einfach zur Tagesordnung über. Dass ich in den letzten Sitzungen vor der Sommerpause des Rates und der Ausschüsse ruhiger aufgetreten bin, war eine bewusste Entscheidung. Ich nutzte diese Zeit der Neufindung, um die Geschehnisse einzuordnen und meine Rolle als Kommunalpolitiker für die verbleibenden zwei Jahre bis zur nächsten Kommunalwahl neu zu definieren. Dass ich in der Sache aber weiterhin konsequent bleibe und die sprichwörtliche Reißleine ziehe, wenn es nötig ist, habe ich bereits in meinem Wortbeitrag im Rat zum Thema "Firmenfitness auf Pump" öffentlich deutlich gemacht.

Der inhaltliche Fokus: Wedels Finanzen dulden keinen Aufschub

Was sich durch meinen Rücktritt von der Fraktionsspitze nicht geändert hat, ist meine tiefe Überzeugung: Eine starke, strukturelle und nachhaltige Konsolidierung unserer Stadtfinanzen ist unumgänglich. Die Probleme sind durch das Scheitern des Haushaltsbegleitbeschlusses nicht verschwunden.

Wir haben auf der März-Ratssitzung erlebt, wie die Verwaltung ein regelrecht martialisches Bild gezeichnet hat: Um den Haushalt auszugleichen, so der Tenor, müssten faktisch "alle freiwilligen Leistungen" gestrichen werden. Schließlich ist dieser eine Teil (zukünftig nur noch ausgeglichene Haushalte) aus dem Haushaltsbegleitbeschluss durchgekommen.

Das ist aber faktisch falsch. Es gibt genügend Einsparpotenziale im Haushalt der Stadt Wedel. Nur liegen die nicht wie auf einem Silbertablett bereit, sondern wir müssen tiefer in das Zahlenwerk einsteigen, um weitere Konsolidierungen zu finden, die außerhalb der freiwilligen Leistungen liegen: im Kernhaushalt und der Verwaltung selbst.

Genau hier liegt ein enormes, ungenutztes Potenzial. Es darf nicht sein, dass die freiwilligen Leistungen als Schutzschild vorgeschoben werden, anstatt beispielsweise über moderate, aber wirksame und realistische Einsparziele bei der Verwaltung selbst, also im Rathaus, zu diskutieren.

Ich werde in den kommenden Wochen und Monaten genau dort den Finger in die Wunde legen. Ich habe konkrete Ideen, wo wir als Stadt intern besser und wirtschaftlicher werden können, und werde diese konsequent in die politischen Gremien einbringen.

Leseempfehlungen der letzten Wochen

Auch wenn der Newsletter pausierte, gab es auf wedel-politik.de einige Beiträge zu Themen, die für unsere Stadtentwicklung und Finanzen hochaktuell sind. Hier sind die wichtigsten Artikel der letzten Zeit für Sie zusammengefasst:

Ich freue mich darauf, Sie ab sofort wieder wöchentlich mit Einordnungen und klaren Meinungen zur Wedeler Kommunalpolitik zu begleiten.

Wenn Sie Fragen haben, melden Sie sich gerne: Kontakt

Herzliche Grüße,

Jan Lüchau

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