Die politische Woche in Wedel hat es in sich. Auf wedel-politik.de finden Sie aktuell:
🗣 Alle Informationen zur Einwohnerversammlung am 13. Mai
Am Dienstag, den 13. Mai 2025, lädt Stadtpräsident Julian Fresch zur nächsten Einwohnerversammlung in den Ratssaal des Rathauses. Zwei Themen stehen bereits fest: Haushaltssicherung bis 2028 und Sicherheit in Wedel. Wer darf teilnehmen, wie funktioniert die Beteiligung und was ist zu beachten?
Die Einladung zur Ratssitzung liegt vor – mit allwn relevanten Tagesordnungspunkten. In meiner Zusammenfassung finden Sie alle wichtigen Punkte, kompakt und verständlich erklärt.
🧨 Demnächst: Warum Gernot Kaser abgewählt wurde – Klartext zur Vertrauensfrage
Ein Jahr nach dem Bürgerentscheid erscheint in Kürze ein ausführlicher Beitrag zur Abwahl des ehemaligen Bürgermeisters Gernot Kaser. Der Artikel basiert auf offiziellen Ratsdokumenten, Personalratsäußerungen, Presseberichten und eigenen Einblicken aus der Ratsarbeit.
🔍 Vom Arbeitsklima bis zur Untreue: Was dokumentiert ist
🧠 Wie sich politische Kommunikation von Realität entkoppelt
🔎 Transparenz als Anspruch – und als politische Inszenierung
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Themen: Haushaltssicherung 2028, Sicherheit in Wedel (plus mögliche Ergänzungen)
Wer darf teilnehmen: Alle Wedeler Einwohnerinnen und Einwohner, unabhängig von Alter und Staatsangehörigkeit
Anmeldung: Nicht erforderlich
Wichtig: Ergänzungen der Tagesordnung nur mit 50 % Zustimmung; Anträge müssen schriftlich vorliegen.
Protokoll: Zeit, Ort, Teilnehmerzahl, Inhalte und Abstimmungsergebnisse werden dokumentiert.
Am Dienstag, den 13. Mai 2025 um 19 Uhr, lädt Stadtpräsident Julian Fresch zur Einwohnerversammlung in den Ratssaal des Wedeler Rathauses ein.
Zwei zentrale Themen stehen laut Ankündigung bereits fest: die langfristige Haushaltssicherung bis 2028 sowie das Thema Sicherheit in Wedel. Die Tagesordnung kann auf Wunsch der anwesenden Einwohnerinnen und Einwohner ergänzt werden – hierfür ist die Zustimmung von mindestens 50 % der Anwesenden erforderlich.
Was ist eine Einwohnerversammlung überhaupt?
Die Einwohnerversammlung ist ein gesetzlich vorgesehenes Beteiligungsinstrument der Kommunalpolitik. Ihre rechtliche Grundlage findet sich in der Gemeindeordnung Schleswig-Holstein (§ 16b GemO SH) sowie konkret in der Hauptsatzung der Stadt Wedel (§ 12).
Sie dient dazu, wichtige Angelegenheiten der Stadt öffentlich vorzustellen, zu erörtern und Anregungen sowie Vorschläge der Einwohnerinnen und Einwohner aufzunehmen. Eingeladen sind alle Wedelerinnen und Wedeler – unabhängig von Staatsangehörigkeit oder Wahlrecht. Auch Kinder und Jugendliche haben ein Vorschlagsrecht.
Ablauf und Beteiligung: Das sollten Sie wissen
Leitung: Die Versammlung wird vom Stadtpräsidenten geleitet. Er übt auch das Hausrecht aus und kann zur Sicherstellung eines geordneten Ablaufs die Redezeit je Rednerin oder Redner auf fünf Minuten begrenzen.
Tagesordnung: Die Tagesordnung wird vorab festgelegt und öffentlich bekannt gegeben. Ergänzungen während der Versammlung sind möglich, wenn mindestens 50 % der Anwesenden zustimmen.
Anregungen und Vorschläge: Wer konkrete Anträge einbringen möchte, muss diese schriftlich formulieren. Über sie wird offen abgestimmt. Vorschläge gelten als angenommen, wenn mindestens 50 % der Anwesenden zustimmen. Abstimmungen über Themen außerhalb der städtischen Zuständigkeit sind nicht zulässig.
Protokollierung und Transparenz
Über die Einwohnerversammlung wird eine Niederschrift angefertigt. Diese enthält mindestens:
Zeit und Ort der Versammlung,
die Zahl der teilnehmenden Einwohnerinnen und Einwohner,
die erörterten Angelegenheiten,
die Anregungen und Vorschläge, über die abgestimmt wurde, sowie
die jeweiligen Abstimmungsergebnisse.
Die Niederschrift wird vom Stadtpräsidenten und der Protokollführung unterzeichnet. Sie dient der transparenten Nachbereitung und Information gegenüber Rat und Öffentlichkeit.
Nachbereitung von Anregungen
Vorschläge und Anregungen, die in die Zuständigkeit des Rates fallen, sollen der Ratsversammlung zur nächsten Sitzung zur Beratung vorgelegt werden. Die Einwohnerversammlung hat dabei beratenden Charakter – Entscheidungen trifft weiterhin die Ratsversammlung.
Warum sich der Besuch lohnt
Gerade in Zeiten knapper Kassen, wachsender Aufgaben und intensiver Diskussionen über Wohnungsbau, Verkehrssicherheit und soziale Infrastruktur bietet die Einwohnerversammlung eine wertvolle Möglichkeit zur direkten Einflussnahme. Hier können Sie Ihre Anliegen einbringen, Fragen stellen und politische Entwicklungen mitgestalten – offen, unmittelbar und im direkten Dialog mit der Stadtspitze.
Hinweis: Leider kann ich an der Einwohnerversammlung am 13. Mai nicht teilnehmen, da ich zeitgleich an einer anderen Sitzung verpflichtet bin. Ich werde die Ergebnisse der Versammlung jedoch aufmerksam verfolgen und an geeigneter Stelle aufgreifen.
Was passiert, wenn politische Diskussionen im Netz nicht mehr der Aufklärung, sondern der Polarisierung dienen? Wenn Kritik nicht mehr argumentativ geführt, sondern als moralischer Feldzug inszeniert wird? Und wenn einzelne Stimmen den Ton bestimmen, ohne Verantwortung für dessen Folgen zu übernehmen?
Auf Facebook wird zunehmend deutlich, wie schnell aus berechtigtem Zweifel pauschale Delegitimierung wird. In meiner Artikelserie beschreibe ich u.a. drei exemplarische Fälle, in denen persönliche Angriffe, moralische Aufladung und selektive Empörung den politischen Diskurs in Wedel prägen – und ihn gleichzeitig beschädigen. Es geht nicht um die Abrechnung mit Einzelpersonen. Es geht um ein Muster, das unsere demokratische Streitkultur untergräbt.
Meine Zielsetzung ist klar: Ich möchte sichtbar machen, wie bestimmte Kommunikationsweisen die politische Debatte vergiften – und warum es so wichtig ist, ihnen nicht einfach das Feld zu überlassen. Denn wer sich engagiert, muss mit Kritik rechnen. Aber niemand sollte sich fragen müssen, ob politisches Engagement gleichbedeutend mit öffentlicher Diffamierung ist.
Diese Serie ist eine Einladung zur Reflexion – und zum Widerspruch. Nicht im Ton der Entrüstung, sondern mit Argumenten. Nicht, um Stille zu erzeugen, sondern um Räume für echten Austausch zu schaffen.
Es ist in diesen Tagen viel geschrieben worden. Auf Facebook, auf meiner Homepage, öffentlich, persönlich, emotional. Was mit einem kritischen Kommentar zur Wedeler Innenstadt begann, hat sich zu einer hitzigen Debatte über Stil, Plattformen und den Umgang mit Kritik entwickelt. Dass wir diskutieren, ist gut. Dass wir dabei den Respekt voreinander nicht verlieren – noch besser.
Denn: Demokratie braucht Meinungsvielfalt. Und sie braucht Haltung. Von allen Seiten.
Ich habe öffentlich Stellung bezogen zu einem Beitrag von Frau Binz-Vedder. In meiner Rubrik „Meine Meinung“. Deutlich, aber nicht diffamierend. Kritisch, aber nicht persönlich. Ich habe versucht, der Zuspitzung eine Einordnung entgegenzustellen – weil ich glaube, dass es in der politischen Debatte beides braucht: Emotionen und Fakten. Kritik und Perspektiven.
Was folgte, war eine Welle öffentlicher Vorwürfe – unter anderem von Frau Binz-Vedder, aber auch von Herrn Kaser, Frau Brand und Herrn Fuchs. Sie reichen von der Kritik an meiner Homepage über Fragen der Fairness bis hin zu persönlichen Angriffen.
In diesem Zusammenhang sei auch klargestellt: Alle Facebook-Links, die ich zitiert oder kommentiert habe, führen in die öffentliche Gruppe „Wedel-Germany“. Diese Gruppe ist für jeden einsehbar – auch ohne Facebook-Account. Die Beiträge sind somit Teil des öffentlichen Raums, nicht privater Austausch.
Und ebenfalls klar ist: An keiner Stelle gab es bislang einen sachlichen Austausch zu meinen kritischen Äußerungen. Statt auf Argumente wurde mit Unterstellungen reagiert. Persönliche Angriffe haben die Debatte überlagert, Inhalte wurden kaum reflektiert. Genau das ist das Problem, nicht die Diskussion selbst.
Zur Klarstellung:
Meine Homepage ist öffentlich, transparent und klar gekennzeichnet. Sie erhebt nicht den Anspruch, eine offizielle Seite der Stadt Wedel zu sein. Wer möchte, kann sich jederzeit ein eigenes Bild machen.
Ich lade zur Diskussion ein – nicht zum Shitstorm. Ich habe niemanden persönlich diskreditiert, sondern öffentlich geteilte Inhalte kommentiert – wie es demokratisch legitim ist.
Kritik ist erlaubt – aber nicht jede Kritik ist richtig. Frau Brand und Herr Fuchs unterstellen mir Einseitigkeit oder fehlende Offenheit. Wer meine Beiträge kennt, weiß: Ich begründe, ich antworte, ich stehe ein.
Persönliche Angriffe führen uns nicht weiter. Wenn Begriffe wie „He Lücht“, „Schauspieler“ oder „trojanisches Pferd“ bemüht werden, geht es längst nicht mehr um Inhalte.
Was ich mir wünsche:
Ehrliche Diskussion, keine Empörungsrhetorik
Respekt vor unterschiedlichen Perspektiven
Keine persönlichen Zuschreibungen – an niemanden
Mehr Fokus auf Lösungen als auf Lagerdenken
Ich bin gerne bereit, in einen echten Austausch zu gehen – auf meiner Homepage, per E-Mail, im persönlichen Gespräch oder in Veranstaltungen. Aber ich lasse mich nicht davon abhalten, meine Meinung zu äußern – sachlich, offen, demokratisch.
Ich bleibe dabei: Unsere Stadt ist nicht verloren. Und die Diskussion darüber auch nicht. Aber wir sollten sie so führen, dass man danach noch miteinander reden kann.
In einem öffentlichen Facebook-Beitrag äußerte sich Bürgermeister a.D. Gernot Kaser in einer Weise, die persönliche Grenzen überschreitet. Statt sachlicher Kritik enthält der Beitrag massive Vorwürfe, Beleidigungen und Falschbehauptungen. Hier ist meine Antwort – mit Haltung, Fakten und einem klaren Kontrast im Ton.
In der April-Ausschusswoche 2025 waren wie gewohnt fünf Ausschusssitzungen in Wedel geplant. Stattgefunden haben lediglich der Planungsausschuss und der Sozialausschuss. Der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport sowie der Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss sind hingegen ausgefallen – aufgrund fehlender konkreter Themen und Beschlussvorlagen. Eventuell fällt auch der Haupt- und Finanzausschuss, der erst nach den Osterferien tagen soll, aus
Angesichts der angespannten Haushaltslage mag das auf den ersten Blick überraschen. Immerhin wurde Ende März der Haushalt 2025 beschlossen – samt eines umfassenden Begleitbeschlusses und 30 Konsolidierungsmaßnahmen, die in den kommenden Monaten auf ihre Umsetzung geprüft werden sollen.
Doch gerade deshalb ist es nachvollziehbar, dass es aktuell noch keine neuen Themen für die Ausschüsse gibt. Die Verwaltung befindet sich in der Startphase der Umsetzung: Projektgruppen werden gebildet, Zuständigkeiten geklärt, erste Bewertungen vorgenommen. Belastbare Ergebnisse, die in den Gremien beraten oder beschlossen werden können, liegen derzeit schlichtweg noch nicht vor.
Natürlich könnte man Ausschusssitzungen auch nutzen, um bereits bekannte Themen weiter zu diskutieren – doch genau das wurde in den vergangenen Monaten ausgiebig getan. Jede zusätzliche Sitzung bindet Ressourcen in der Verwaltung und verursacht Kosten – in einer Zeit, in der jeder Euro zweimal umgedreht werden muss. Es stellt sich die Frage: Was soll jetzt noch diskutiert werden, das nicht bereits längst politisch eingeordnet wurde?
Entscheidend ist nun, dass die Verwaltung ihre Prüfaufträge mit Sorgfalt, aber auch mit Tempo bearbeitet – und die Ausschüsse sich dann wieder mit fundierten Grundlagen befassen können. Politische Arbeit bedeutet nicht nur Debatte, sondern auch das Abwarten auf verwaltungsseitige Zuarbeit, um anschließend kluge, nachhaltige Entscheidungen treffen zu können.
„Diskutieren um des Diskutierens willen bringt uns in dieser Phase nicht weiter. Jetzt ist es an der Verwaltung, ihre Arbeit aufzunehmen und konkrete Ergebnisse zu liefern. Erst dann können wir als Politik fundierte Entscheidungen treffen – genau das ist verantwortungsvolles Handeln in Zeiten knapper Kassen.“
Die finanzielle Lage der Stadt Wedel ist ernst – und sie betrifft uns alle. Deshalb habe ich auf wedel-politik.de eine neue Rubrik eingerichtet: Haushaltssicherung 2028.
Dort erkläre ich verständlich, 📉 welche Maßnahmen zur Sanierung des Haushalts geplant sind, 🔍 welche politischen Entscheidungen dahinterstehen 📊 und wie der aktuelle Stand der Dinge ist.
Denn klar ist: Wenn es uns bis 2028 nicht gelingt, den Haushalt ins Gleichgewicht zu bringen, drohen Wedel harte Einschnitte in der kommunalen Selbstverwaltung. Die Ratsversammlung hat deshalb ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen – mit strukturellen Einschnitten und konkreten Sparzielen.
Ich begleite diesen Prozess kritisch-konstruktiv und möchte mit dieser Rubrik für mehr Transparenz, Information und Beteiligung sorgen.
💬 Ihre Meinung ist gefragt: Was halten Sie von den Plänen? Welche Vorschläge haben Sie? Schreiben Sie mir – jede Rückmeldung wird gelesen und ernst genommen.
📌 Regelmäßige Updates: Die Rubrik wird laufend ergänzt – mit neuen Informationen, Einschätzungen und Beteiligungsmöglichkeiten.
Nach der ablehnenden Haltung einiger Ratsfraktionen des ursprünglichen Plans, auf dem Possehl-Gelände an der B431 einen Edeka-Markt samt Kino und Self-Storage zu errichten, bringt ein neues Vorhaben Bewegung in die Debatte: Die Deutsche Post zeigt Interesse, dort ein DHL-Logistikzentrum anzusiedeln. Die Stadtverwaltung sieht darin eine realistische und planungsrechtlich umsetzbare Option. Die Ratsfraktionen in Wedel reagieren unterschiedlich auf die neue Entwicklung:
SPD: Bevorzugt klar die DHL-Ansiedlung. Sie sieht darin einen Zuwachs an Arbeitsplätzen und Gewerbesteuern sowie eine schnellere Umsetzung ohne B-Plan-Änderung. Das ursprüngliche Kino-Projekt sei überdimensioniert.
Grüne: Lehnt Nahversorgung an diesem Standort ab, ist beim DHL-Projekt aber noch unentschlossen. Sie betonen den Erhalt des kleinen Wäldchens auf dem Gelände.
WSI: Zeigt sich offen und positiv gegenüber dem DHL-Projekt, fordert aber mehr Informationen.
Linke: Bevorzugt DHL gegenüber dem Edeka/Kino-Vorhaben, sieht darin neue Arbeitsplätze und eine sinnvolle Nachnutzung.
CDU: Will ohne belastbare Informationen keine Position beziehen und fordert eine fundierte Entscheidungsgrundlage.
FDP: Ebenfalls zurückhaltend. Fordert ein unabhängiges Gutachten zur Bewertung der Varianten. Sie hält beide Projekte für grundsätzlich interessant, fand das Edeka/Kino-Projekt aber für die Bürger*innen attraktiver.
Mein Kommentar:
Es ist kaum nachvollziehbar, dass einige Fraktionen – allen voran die SPD – dem DHL-Projekt den Vorzug geben. Denn es stehen keine belastbaren Fakten, Studien oder ein Gutachten zur Verfügung, die die tatsächlichen Auswirkungen und Vorteile im Vergleich zum Edeka/Kino-Projekt objektiv bewerten. Während CDU und FDP zu Recht auf eine fundierte Entscheidungsgrundlage pochen, wird hier bereits politisch vorentschieden. Dabei sind zentrale Fragen – etwa zum Verkehrsaufkommen, zur wirtschaftlichen Nachhaltigkeit oder zur städtebaulichen Wirkung – noch völlig unbeantwortet.Eine solch weitreichende Entscheidung ohne Faktenlage zu treffen, wirkt voreilig und lässt eine sachorientierte Politik vermissen.
Der Sozialindex ist ein Instrument, mit dem die soziale Zusammensetzung der Schülerinnen und Schüler an einer Schule gemessen wird. Er hilft dabei, Schulen zu erkennen, die aufgrund ihrer Schülerstruktur einen höheren Bedarf an zusätzlicher Unterstützung haben.
Wie setzt sich der Sozialindex zusammen?
Der Sozialindex basiert auf vier wesentlichen Indikatoren:
Anteil von Schülerinnen und Schülern mit nichtdeutscher Familiensprache
Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Zuzug aus dem Ausland
Anteil von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Lernen, Sprache sowie emotional-sozialer Entwicklung
Kinder- und Jugendarmut im Umfeld der Schule
Die ersten drei Indikatoren stammen aus den Schulstatistiken, während der vierte Indikator (Kinder- und Jugendarmut) Daten der Bundesagentur für Arbeit verwendet.
Wie wird der Sozialindex berechnet?
Der Sozialindex wird mit einem statistischen Verfahren namens konfirmatorische Faktorenanalyse berechnet. Dieses Verfahren bewertet, wie stark jeder einzelne der oben genannten Indikatoren die soziale Belastung einer Schule erklärt. Jeder Indikator erhält dabei eine sogenannte Faktorladung, welche ausdrückt, wie wichtig der Indikator für den Sozialindex ist. Je höher die Faktorladung, desto stärker beeinflusst der jeweilige Indikator den Index.
Die einzelnen Indikatoren werden somit nicht einfach addiert, sondern basierend auf ihrer jeweiligen Bedeutung gewichtet. Der errechnete Wert liegt dann zwischen 0 und 100 und wird anschließend in neun Sozialindexstufen eingeteilt. Schulen mit höheren Indexwerten haben dadurch einen größeren Förderbedarf.
Unterschied zwischen Primar- und Sekundarstufe
Der Sozialindex wird für Grundschulen und weiterführende Schulen getrennt ermittelt, da diese unterschiedliche Schülerzusammensetzungen und Einzugsbereiche haben. Weiterführende Schulen berücksichtigen zusätzlich die Sozialraumdaten der umliegenden Grundschulen.
Abgrenzung zum PerspektivSchul-Index
Der Sozialindex beschreibt ausschließlich die sozialen Voraussetzungen der Schüler und nicht deren Leistungsergebnisse oder Abschlussquoten. Im Gegensatz dazu berücksichtigt der PerspektivSchul-Index zusätzlich schulische Leistungen wie Testergebnisse oder Abschlüsse.
Sozialindexwerte für Schulen in Wedel
Schulname
Schulform
Sozialindexstufe
Schülerzahl
Moorwegschule
Grundschule
3
411
Grundschule Altstadt
Grundschule
5
432
Albert-Schweitzer-Schule
Grundschule
8
400
Johann-Rist-Gymnasium
Gymnasium
2
936
Gebrüder-Humboldt-Schule
Gemeinschaftsschule mit Oberstufe
3
786
Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule
Gemeinschaftsschule
7
544
Die Albert-Schweitzer-Schule (Stufe 8) hat den höchsten Sozialindex und somit den größten Förderbedarf in Wedel. Im Gegensatz dazu hat das Johann-Rist-Gymnasium den niedrigsten Sozialindex (Stufe 2) und somit einen deutlich geringeren Unterstützungsbedarf.
Unter den Gemeinschaftsschulen fällt besonders die Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule (Stufe 7) auf, die ebenfalls erheblichen Unterstützungsbedarf aufweist. Im Vergleich dazu zeigt die Gebrüder-Humboldt-Schule mit Stufe 3 nur einen moderaten Bedarf.
Im kommunalen Vergleich liegt Wedel mit einem gewichteten Durchschnitt von etwa 4,17 beim Sozialindex im Mittelfeld der betrachteten Städte in Schleswig-Holstein:
Höhere Werte (größerer Unterstützungsbedarf) zeigen sich in Städten wie Geesthacht, Elmshorn, Rendsburg und Heide, welche sozial stärkere Belastungen und damit höheren Förderbedarf aufweisen.
Niedrigere Werte (geringerer Unterstützungsbedarf) findet man in Städten wie Bad Oldesloe, Reinbek und Schleswig, die somit eine günstigere soziale Struktur an Schulen haben.
Wedel liegt knapp oberhalb von Itzehoe, Schleswig, Reinbek und Bad Oldesloe, jedoch deutlich unterhalb von Städten wie Geesthacht oder Elmshorn. Somit hat Wedel zwar einen moderaten Unterstützungsbedarf, es gibt jedoch klar Städte, in denen Schulen stärker belastet sind und dementsprechend einen höheren Bedarf an zusätzlichen Fördermaßnahmen aufweisen.
Insgesamt zeigt sich, dass Wedel im Vergleich zu anderen Städten Schleswig-Holsteins im soliden Mittelfeld liegt und weder besonders sozial belastet noch auffällig günstig positioniert ist.
Förderbedarf laut Sozialindex und tatsächliche Förderung in Wedel
Eine direkte Gegenüberstellung des Förderbedarfs nach Sozialindex mit der tatsächlichen Förderung durch Stellen für Schulsozialarbeit ist schwierig, da in den Stellenplänen der verschiedenen Kommunen oft unklar bleibt, für welche Aufgaben Sozialpädagogen konkret angestellt sind.
Allerdings hat die Kommunalaufsicht der Stadt Wedel mehrfach festgestellt, dass Wedel in Bezug auf die Förderung deutlich vorn liegt. Dies bestätigt auch der Bericht des Landesrechnungshofes Schleswig-Holstein (Seite 197, Punkt 22.6). Der Bericht zeigt auf, dass die Spannbreite der Schülerzahlen pro sozialpädagogischer Stelle landesweit zwischen 1 zu 573 (Neumünster) und 1 zu 337 (Kreis Dithmarschen) liegt. Wedel liegt mit ca. 280 Schülern je Stelle deutlich über diesem Landesdurchschnitt.
Im Haushalt 2025 sind für Personalausgaben in diesem Produkt 1.122.800 € angesetzt. Laut eigenen Berechnungen des LRH liegt der Eigenanteil der kreisangehörigen Kommunen bei 58,4 %. In Wedel liegt der Eigenanteil jedoch bei 76,8%.
Wie wird der gewichtete Durchschnitt berechnet und warum macht man das?
Was bedeutet gewichteter Durchschnitt?
Beim gewichteten Durchschnitt werden verschiedene Werte nicht einfach zusammengezählt und durch ihre Anzahl geteilt, sondern jeder Wert erhält ein eigenes Gewicht. Das Gewicht gibt an, wie stark der einzelne Wert in das Gesamtergebnis einfließt.
Wie wird der gewichtete Durchschnitt berechnet?
Die Formel für den gewichteten Durchschnitt lautet:
Der gewichtete Durchschnitt spiegelt die Realität genauer wider, da er berücksichtigt, dass nicht alle Werte die gleiche Bedeutung haben. Beispielsweise werden große Schulen mit vielen Schülern stärker berücksichtigt, da sie eine größere Rolle für die Gesamtsituation einer Stadt spielen. Dadurch entsteht ein realistisches und differenziertes Bild der Lage, was insbesondere für Entscheidungen in Politik und Verwaltung von Bedeutung ist.
…und auch ein kommunales Erlebnisbad à la Arriba keine Lösung ist.
Die Badebucht ist inzwischen sichtbar in die Jahre gekommen. Seit der Eröffnung im Jahr 2006 befindet sich das Bad zwar grundsätzlich in einem altersgerechten Zustand, doch notwendige Investitionen wurden aufgrund der angespannten Haushaltslage mehrfach zurückgestellt. Mittlerweile sind diese Investitionen jedoch unumgänglich geworden, da einige Schäden bei weiterer Verschlimmerung sogar eine sofortige Schließung erforderlich machen könnten.
Erhebliche finanzielle Mittel müssen ohnehin in die Badebucht investiert werden. Zudem nimmt der Zuschussbedarf der Kombibad GmbH aufgrund steigender Personal- und Energiekosten weiter zu. Aus diesem Grund diskutieren Verantwortliche bereits seit einiger Zeit über mögliche Konzeptänderungen.Ziel ist es, die wirtschaftliche Belastung langfristig zu reduzieren.
Dabei ist den meisten Beteiligten klar, dass eine vollständige Schließung keine sinnvolle Option darstellt. Die Schwimmbäder der umliegenden Gemeinden verfügen kaum über freie Kapazitäten, um Schulen und Vereine aus Wedel aufzunehmen. Wer eine Schließung ohne angemessene Alternative fordert, muss die weitreichenden Konsequenzen bedenken.
Aktuell beträgt der jährliche Zuschussbedarf etwa 2,4 Millionen Euro. Ursprünglich war zu Beginn des Betriebs lediglich ein Zuschussbedarf von 1,1 Millionen Euro geplant – eine Summe, die sich bereits kurz nach der Eröffnung als unrealistisch erwies, da die Nutzerzahlen deutlich überschätzt wurden. Das Defizit stieg rasch auf rund 2 Millionen Euro an und konnte zunächst durch gutes Management sowie externe Beratung stabil gehalten werden. Spätestens jedoch seit Einführung des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TvöD) und angesichts stark gestiegener Energiekosten sind derartige Einsparungen nicht mehr ausreichend.
Historisch betrachtet waren auch die beiden Vorgängerbäder – das Hallenbad an der Rudolf-Breitscheid-Straße sowie das ehemalige Freibad – stets defizitär. Im Jahr 2003 belief sich das gemeinsame Defizit beider Bäder bereits auf rund 1 Million Euro (ohne Abschreibungen und Zinsen). Das alte Hallenbad war nach rund 30 Betriebsjahren stark sanierungsbedürftig. Das Freibad hingegen litt unter baulichen Mängeln, da es aufgrund ungeeigneten Bodens einsank und somit nicht weiter betrieben werden konnte. Die exakten Überlegungen und Gründe für den Bau der heutigen Badebucht könnten sicherlich im Rathaus-Archiv genauer recherchiert werden.
Um die Badebucht am jetzigen Standort überhaupt realisieren zu können, waren aufwendige bauliche Maßnahmen notwendig: Es mussten zahlreiche Betonpfähle in den Untergrund eingebracht werden, auf denen dann die Betonplatte als Fundament errichtet wurde. Diese Konstruktion setzt der Weiterentwicklung des Standortes enge Grenzen. Für eine notwendige Flächenerweiterung – egal ob für ein kommunales oder privat betriebenes Erlebnisbad – wäre auch eine Erweiterung der Betonplatte erforderlich. Dies würde die Baukosten jedoch drastisch erhöhen und somit private Investoren abschrecken. Auch für die Kommune wären derartige Kosten kaum zu rechtfertigen.
Zudem machen die Tarifgehälter nach TVöD den Betrieb für potenzielle private Betreiber unattraktiv. Um Personalkosten zu senken, wären private Betreiber vermutlich gezwungen, Mitarbeiter zunächst zu entlassen, um ihnen anschließend niedriger dotierte Arbeitsverträge anzubieten – keine erstrebenswerte Lösung.
Auch die geografische Lage und das Einzugsgebiet sprechen gegen die Errichtung eines größeren Erlebnisbades: Im Süden grenzt Wedel direkt an die Elbe, im Nordwesten liegen die H-Dörfer sowie Uetersen, im Norden Appen und Pinneberg. Im Osten befindet sich Hamburg, das eher Nutzer abzieht als nach Wedel bringt. Um zusätzliche Gäste aus Elmshorn oder Hamburg anzuziehen, die für einen rentablen Betrieb notwendig wären, müsste das Bad über ein attraktives Alleinstellungsmerkmal (USP) verfügen. Dies wiederum setzt teure bauliche Erweiterungen voraus und verdeutlicht erneut das Kernproblem.
Die nüchterne Wahrheit lautet deshalb: Kein privater Investor hat Interesse an der Übernahme der Badebucht – nicht einmal dann, wenn die Stadt den Abriss selbst finanziert und das Grundstück symbolisch für einen Euro anbietet.
Für eine Kommune wäre zudem das finanzielle Risiko deutlich zu hoch. Planungsfehler oder unerwartete Kostensteigerungen könnten den Zuschussbedarf eines solchen Erlebnisbades rasch in eine Höhe treiben, die für eine finanziell angeschlagene Kommune wie Wedel nicht tragbar wäre.
Sowohl die Kombibad GmbH als auch die Stadtwerke, der Aufsichtsrat und zuletzt auch die Politik haben sich intensiv mit verschiedenen Szenarien auseinandergesetzt. Hierzu werden voraussichtlich noch Veröffentlichungen folgen. Die aktuell bevorzugte Variante sieht ein Investitionsvolumen von 15,3 Millionen Euro vor. Bei gleichbleibenden Raten und einer Laufzeit von 30 Jahren läge die jährliche Tilgung bei rund 510.000 Euro. Im Haushalt 2024 war für das alte Darlehen eine Tilgung von 700.000 Euro veranschlagt – vermutlich handelte es sich dabei um ein Annuitätendarlehen. Somit wäre die zukünftige finanzielle Situation nicht schlechter als die bisherige. Die Zinsen sind bereits Bestandteil des um 700.000€ niedrigeren Zuschusses von 1,6 Millionen Euro.
Allerdings stellt der wachsende Schuldenberg ein zunehmendes Problem dar. Wir wissen bereits jetzt, dass der Schuldenstand auf etwa 135 Millionen Euro anwachsen wird und weitere unvermeidbare Investitionen – wie etwa der Bau einer neuen Feuerwache – bevorstehen. Da auf absehbare Zeit keine nennenswerten Haushaltsüberschüsse zu erwarten sind, wird die Verschuldung weiter zunehmen.
Für das Haushaltsjahr 2026 sind bereits Investitionen für die Steinberghalle (ca. 2.016.500 Euro) und (bald) die Badebucht (8.874.500 Euro) eingeplant, was zusammen bereits rund 10,9 Millionen Euro entspricht. Ein Großteil des Investitionsbudgets wäre somit bereits verplant, ohne dass bisher eine umfassende Priorisierung stattgefunden hätte.