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Sitzung des Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschusses: Haushaltsanträge und Bauprojekte im Fokus

 

Sitzungstermin: Donnerstag, 12.02.2026, 19:00 Uhr
Ort: Ratssaal des Rathauses (barrierefrei), Rathausplatz, 22880 Wedel

Am Donnerstag, den 12. Februar 2026, kommt der Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss der Stadt Wedel zu einer öffentlichen Sitzung zusammen. Da eine umfangreiche Tagesordnung vorliegt, wurde vorsorglich ein Ausweichtermin für Freitag, den 13. Februar, zur gleichen Zeit anberaumt, falls die Beratungen am Donnerstagabend nicht bis 22:00 Uhr abgeschlossen werden können.

Zahlreiche Anträge zum Doppelhaushalt 2026/2027

Im Mittelpunkt der Sitzung stehen die Anträge der Fraktionen zum kommenden Haushaltsentwurf. Die Anträge befassen sich schwerpunktmäßig mit der Priorisierung und Gestaltung von Straßenbaumaßnahmen:

  • Priorisierung von Baumaßnahmen: Die WSI-Fraktion beantragt, die Mittel für den Ausbau der Wohnstraßen Roggenhof/Schlosskamp, Birkenweg und Adalbert-Stifter-Straße zu verschieben. Auch die SPD-Fraktion schlägt vor, Finanzmittel für noch nicht beschlossene Straßenbauprojekte in das Jahr 2028 oder später zu verlagern. Die CDU-Fraktion fordert unter anderem die Streichung der geplanten Maßnahme an der S-Kurve (Breiter Weg/Autal).
  • Alternative Ausbaukonzepte: Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen setzt sich für die Vorlage förderfähiger Ausbauvarianten für den Tinsdaler Weg sowie den Breiten Weg ein. Dabei sollen insbesondere der Erhalt von Straßenbäumen sowie Anforderungen an eine moderne Radverkehrsinfrastruktur berücksichtigt werden. Zudem werden Mittel für eine Rad- und Fußwegeverbindung am Geestrand sowie ein Konzept für den Parkplatz Spitzerdorfstraße thematisiert.
  • Infrastrukturplanung: Ein weiterer Antrag betrifft die Erstellung eines Anforderungsprofils und die Vorbereitung der Ausschreibung für eine P+R-Anlage. Neuausrichtung der P+R-Anlage am Bahnhof: CDU-Fraktion fordert konkrete Planungsschritte

Berichte zur Finanzlage und zum Schulbau

Die Verwaltung wird dem Ausschuss verschiedene Berichte vorlegen. Dazu gehören Informationen zur aktuellen Kostenentwicklung laufender Hochbauprojekte und wichtiger Bauvorhaben. 

Angesichts der finanziellen Herausforderungen stehen Berichte zur Haushaltssicherung 2028 und zur allgemeinen Haushaltskonsolidierung auf dem Programm. In diesem Zusammenhang soll auch ein Meinungsbild zur möglichen Wiedereinführung von Straßenausbaubeiträgen eingeholt werden.

Einwohnerbeteiligung und weitere Themen

Bürgerinnen und Bürger haben in der Einwohnerfragestunde die Möglichkeit, Fragen an den Ausschuss zu richten. Ergänzt wird die Tagesordnung durch Anhörungen der Beiräte sowie einen Bericht der Feuerwehr. Auch eine Änderung der Betriebssatzung für die Stadtentwässerung steht zur Beratung an.

Neuausrichtung der P+R-Anlage am Bahnhof: CDU-Fraktion fordert konkrete Planungsschritte

Die Zukunft der P+R-Anlage am Wedeler Bahnhof nimmt Fahrt auf. Nachdem ein Brand im Juli 2025 die ohnehin sanierungsbedürftige Anlage endgültig unbrauchbar gemacht hat, drängt die CDU-Fraktion nun auf eine strukturierte Lösung. Ein aktueller Antrag für den kommenden Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss (UBF) am 20.11.2025 soll die Verwaltung beauftragen, die Weichen für eine grundlegende Neuentwicklung zu stellen.

Der Kern des Antrags

Die CDU-Fraktion fordert von der Stadtverwaltung drei konkrete Schritte, um aus dem aktuellen Stillstand herauszukommen:

  • Erstellung eines Anforderungsprofils: Festlegung der künftigen Leistungsmerkmale der Anlage.
  • Variantenvergleich: Untersuchung verschiedener baulicher und wirtschaftlicher Konzepte.
  • Vorbereitung der Ausschreibungsunterlagen: Schaffung der formalen Voraussetzungen für eine zügige Umsetzung.

Hintergrund: Ein Bauwerk am Limit

Die in den 1980er-Jahren errichtete Anlage steht bereits seit langem vor massiven Problemen. Aufgrund der topographischen Lage drückt das Grundwasser dauerhaft gegen das halbunterirdische Bauwerk. Die Folgen sind:

  • Hohe laufende Kosten: Jährlich fallen bis zu 200.000 Euro für Strom, Wartung und den Betrieb der Entwässerungspumpen an.
  • Technischer Verschleiß: Feuchtigkeit dringt durch Risse und Fugen ein, was bereits 2016 den Bau einer Drainage erforderte.
  • Zusätzliche Belastung durch Brandfolgen: Seit dem Feuer im Sommer 2025 ist die Anlage aufgrund von Schäden an der Statik und Verschmutzungen komplett gesperrt.

Die Vision: Öffentlich-Private Partnerschaft (PPP)

Angesichts des massiven finanziellen Drucks und des Haushaltskonsolidierungspfads der Stadt Wedel bis 2028 setzt die CDU auf innovative Finanzierungsmodelle. Die Fraktion spricht sich in der Begründung ihres Antrags explizit für ein Konzept in öffentlich-privater Partnerschaft aus.

Ein solches Modell könnte vorsehen, dass ein privater Partner die Ebenen über den Stellplätzen für eine Mischbebauung (z. B. Wohnen oder Gewerbe) entwickelt, während die Stadt die öffentliche Erschließung und das Parken für Pendler sichert. Dies könnte die Stadt finanziell entlasten und gleichzeitig den Bahnhofsbereich städtebaulich aufwerten.


Mehr zum Thema:
Detaillierte Hintergrundinformationen zur Geschichte und den technischen Problemen der Anlage finden Sie in unserem vorherigen Bericht: Brainstorming: Wie weiter mit der P+R-Anlage am Bahnhof Wedel?

Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss Wedel: Worum geht es bei den Haushaltsanträgen?

Kurzüberblick:
Im Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss am 15. Januar 2026 stehen zahlreiche Anträge der Fraktionen zum Doppelhaushalt 2026/2027 auf der Tagesordnung. Im Mittelpunkt geht es um Streichungen, Sperrvermerke und Prüfaufträge – vor allem bei Bauprojekten, Ausstattung und Infrastruktur.

🪑 Soll Geld für neue Kantinen- und Sitzungsmöbel ausgegeben werden?

Antwort zuerst:
Mehrere Fraktionen stellen den geplanten Ansatz von 250.000 € für neue Möbel infrage.

Worum geht es?
Die Verwaltung plant, die Möblierung von Kantine, Ratssaal und Sitzungsräumen zu erneuern.

Anträge:

  • WSI: Prüfung, ob vorhandene Möbel aufgearbeitet werden können
  • CDU: Sperrvermerk für den gesamten Ansatz

Position der Verwaltung:

  • Das Mobiliar stammt überwiegend aus 1979/1980
  • Massive Schäden, Aufarbeitung nicht wirtschaftlich
  • Austausch wurde mehrfach verschoben, zuletzt von 2025 auf 2026/27

Finanzielle Größenordnung:
2026/27 insgesamt 250.000 €

🚒 Feuerwehr: Kaufen oder leasen – was ist wirtschaftlicher?

Antwort zuerst:
Die CDU fordert einen Kostenvergleich, die Verwaltung hält Leasing für ungeeignet.

Worum geht es?
Geplant ist die Anschaffung von zwei Kommandowagen für die Feuerwehr.

Antrag (CDU):

  • Prüfung von Leasingmodellen
  • Aussetzung der Anschaffung bis zur Klärung

Antwort der Verwaltung:

  • Leasing belastet den Ergebnishaushalt dauerhaft
  • Kein Vermögenswert für die Stadt
  • Fahrzeuge sind bereits beauftragt und im Bau
  • Notwendig wegen steigender Einsatzzahlen und Einführung eines Einsatzleiters vom Dienst (EvD)

Folge:

  • Anschaffung läuft weiter
  • Leasing wird als nicht wirtschaftlich bewertet

🚴 Radschnellweg Auweidenweg: Streichen oder vorziehen?

Antwort zuerst:
CDU will streichen, Grüne wollen früher bauen – die Verwaltung sieht keinen Bedarf.

Worum geht es?
Ein Abschnitt des geplanten Radschnellwegs soll im Haushalt berücksichtigt werden.

Anträge:

  • CDU: Haushaltsansatz streichen
  • Grüne: Früherer Baustart, ggf. mit Fördermitteln

Einschätzung der Verwaltung:

  • Maßnahme verkehrlich nicht erforderlich
  • Verweis auf frühere Beschlüsse (2019)
  • Kein zwingender Handlungsbedarf

Zahlen:

  • Ansatz: 250.000 €
  • Fördermittel: nicht konkret hinterlegt

🛣️ Straßenbau: Welche Maßnahmen sollen verschoben oder gestrichen werden?

Antwort zuerst:
Die WSI fordert Streichungen, die Verwaltung hält mehrere Sanierungen für notwendig.

Worum geht es?
Mehrere Straßenbauprojekte stehen im Investitionsplan.

Anträge (WSI):

  • Streichung u. a. für:
    • Roggenhof / Schlosskamp
    • Birkenweg
    • Adalbert-Stifter-Straße

Verwaltung:

  • Maßnahmen fachlich zeitnah erforderlich
  • Teilweise keine Deckschichten, Sicherheitsprobleme
  • Planungen dienen zunächst der Vorbereitung, nicht dem sofortigen Bau

Finanzen (Beispiele):

  • Roggenhof/Schlosskamp: ca. 250.000 €
  • Adalbert-Stifter-Straße: 650.000 € (2026)

🏗️ Bauhof: Erst Konzept, dann Geld?

Antwort zuerst:
Die CDU verlangt eine Grundsatzprüfung, bevor weitere Mittel freigegeben werden.

Worum geht es?
Standort, Organisation und Fahrzeugbestand des Bauhofs sollen überprüft werden.

Antrag (CDU):

  • Standortprüfung im Stadtgebiet
  • Sperrvermerk für Sozialtrakt
  • Prüfung:
    • Eigen- vs. Fremdleistungen
    • Fahrzeugbedarf
    • Leasing-Alternativen

Ziel:

  • Vermeidung voreiliger Investitionen
  • Grundlage für langfristige Strukturentscheidungen

🚗 P+R-Anlage: Wie geht es nach dem Brand weiter?

Antwort zuerst:
Die CDU fordert klare Vorgaben, bevor neu geplant wird.

Worum geht es?
Nach der Schließung der P+R-Anlage soll die weitere Vorgehensweise geklärt werden.

Antrag (CDU):

  • Anforderungsprofil
  • Variantenvergleich
  • Vorbereitung einer Ausschreibung
  • Prüfung eines öffentlich-privaten Modells (ÖPP)

Hinweis der Verwaltung:

  • Wirtschaftlichkeit muss über gesamte Laufzeit nachgewiesen werden
  • Belastung künftiger Haushalte ist vollständig darzustellen

🏫 Unterkunft Schulauer Straße: Modulbau als Sparlösung?

Antwort zuerst:
Modulbau wurde geprüft, ist vor Ort aber nur eingeschränkt möglich.

Antrag (WSI):

  • Prüfung kostengünstiger Modulbauweise

Ergebnis der Verwaltung:

  • Grundstück wegen Baumbestand und Lage ungeeignet für Containerlösung
  • Entscheidung für modulare Tafelbauweise
  • Kostenrahmen:
    • ca. 2,08 Mio. € (2026)
    • ca. 2,35 Mio. € (2027)

👥 Öffentliche Sitzung

Die Sitzung des Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschusses findet öffentlich statt.
Bürgerinnen und Bürger können teilnehmen und die Beratungen im Ratssaal des Wedeler Rathauses verfolgen.

Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss tagt am 16. Oktober 2025

Der Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss (UBF) der Stadt Wedel kommt am Donnerstag, 16. Oktober 2025, um 19:00 Uhr im Raum 221 des Johann-Rist-Gymnasiums (Am Redder 8) zusammen. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt wie üblich mit einer Einwohnerfragestunde.

Gutachten und Berichte zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen

Ein Schwerpunkt der Sitzung liegt auf aktuellen Projekten im Bereich Umwelt und Klimaschutz. Vorgestellt wird ein bodenkundliches Gutachten zum Wiedervernässungspotenzial der Moorflächen in Wedel. Das Gutachten wurde im Auftrag der Stadt von der BWS GmbH erstellt und untersucht die Gebiete Randmoor, Seemoor und Wedeler Autal. Ziel ist es, die Klimaschutzwirkung dieser Flächen besser zu verstehen und Möglichkeiten zur Wiedervernässung zu prüfen. Das vollständige Gutachten ist online auf der Webseite der Stadt einsehbar.

Außerdem informiert die Verwaltung über den aktuellen Stand der Strategie zum Schutz und zur Förderung der biologischen Vielfalt. Das Konzept ist seit 2021 in Arbeit und gliedert sich in drei Aktionsfelder: Lebensräume, Umweltbildung und Netzwerkbildung. In der Fortschreibung 2025 wurden unter anderem neue Kapitel zu den Lebensräumen Gewässer, Marsch, Grünland und Wald ergänzt. Im November soll ein weiteres Netzwerktreffen stattfinden, um lokale Akteure zusammenzubringen.

Ein weiteres Thema ist die Überprüfung des Leitfadens zur umweltfreundlichen Beschaffung. Der Leitfaden gilt seit Ende 2021 und ist Teil der Dienstanweisung für Vergaben. Aufgrund personeller Engpässe konnte die geplante Aktualisierung bisher nicht umgesetzt werden. Die Verwaltung zieht eine gemischte Bilanz: Zwar wurden zahlreiche ökologische Kriterien eingeführt, doch ihre konsequente Anwendung gelingt noch nicht in allen Fällen.

Beschlüsse zu Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung

Der Ausschuss befasst sich zudem mit der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Die Verwaltung schlägt vor, dass sich die Stadt Wedel der Erklärung „Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ anschließt. Ziel ist es, die 17 Nachhaltigkeitsziele – von Armutsbekämpfung über Klimaschutz bis zu nachhaltigen Städten – stärker in kommunale Entscheidungen einzubeziehen. Die Erklärung soll später vom Rat beschlossen werden.

Ebenfalls beraten wird die Nachtragssatzung zur Beitragserhebung für die Abwasserbeseitigung. Damit soll die rechtssichere Grundlage für die Berechnung von Anschlussbeiträgen gewährleistet werden. Der Kalkulationszeitraum reicht künftig von 2002 bis 2026. Die neuen Beitragssätze ergeben sich aus einer sogenannten Rechnungsperiodenkalkulation. Dabei wird der Aufwand für den Ausbau der Abwasseranlagen auf die angeschlossenen Flächen verteilt. Für Schmutzwasser sinken die Beiträge leicht, während sie für Niederschlagswasser aufgrund gestiegener Anforderungen steigen.

Ein weiterer Beschlussvorschlag betrifft die Widmung eines Teilgebiets des Sanierungsgebiets Stadthafen Wedel. Durch die Widmung werden die Flächen öffentlich-rechtlich nutzbar und die Hafenbehörde kann künftig ordnungsrechtlich handeln. So können etwa Regeln für das Befahren, Anlegen oder die Nutzung über den Gemeingebrauch hinaus festgelegt werden. Zudem entspricht die Widmung den Förderbedingungen für das Sanierungsgebiet und schafft klare Zuständigkeiten zwischen den beteiligten Fachbereichen.

Mitteilungen und Verkehrsfragen

Unter den Mitteilungen berichtet die Verwaltung unter anderem über die Prüfung einer Einbahnstraßenregelung im Breiten Weg. Nach rechtlicher Bewertung liegt keine Gefahrenlage vor, die eine solche Maßnahme nach der Straßenverkehrsordnung rechtfertigt. Damit bleibt es vorerst bei der bisherigen Verkehrsführung. In begleitenden Stellungnahmen äußern sich SPD und Grüne unterschiedlich zur Frage, ob eine Einbahnstraßenlösung den Erhalt der Straßenbäume und eine bessere Radwegeführung ermöglichen könnte.

Außerdem werden Anfragen zur Parkraumbewirtschaftung behandelt. Die Grünen fordern eine Ausweitung der Parkgebühren auf bis zu 700.000 Euro Einnahmen pro Jahr, unter anderem durch mehr bewirtschaftete Flächen und die Abschaffung der „Brötchentaste“. Zudem soll geprüft werden, ob für große Fahrzeuge wie Wohnmobile oder Lkw eigene Parkflächen geschaffen werden können. Die Verwaltung erklärt dazu, dass ein generelles Parkverbot für größere Fahrzeuge rechtlich nicht vorgesehen ist und eine Bewirtschaftung im Bereich Elbring derzeit nicht geplant ist.

Im Bereich Bau und öffentliche Flächen informiert der Bericht „Stand und Kosten wichtiger Bauvorhaben“ über laufende Projekte. Dazu zählen unter anderem der Ausbau des Breiten Wegs, des Tinsdaler Wegs, der A.-Stifter-Straße und mehrere Brückensanierungen im Autal. Die Kostenentwicklungen werden regelmäßig fortgeschrieben und im Ausschuss transparent dargestellt.

Weitere Punkte

Zum Abschluss stehen wie üblich der Bericht der Verwaltung zur Haushaltskonsolidierung, ein Überblick über laufende Hochbauprojekte sowie Anfragen der Politik auf der Tagesordnung.

Die Sitzung ist öffentlich, interessierte Bürgerinnen und Bürger können teilnehmen und in der Einwohnerfragestunde eigene Anliegen vorbringen.

Alle Informationen zur UBF-Sitzung im Bürgerinformationssystem

18. Sitzung des UBF

Am Donnerstag, den 11. September 2025, trifft sich der Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss (UBF) um 19 Uhr im Ratssaal des Rathauses. Die Sitzung ist öffentlich, interessierte Bürgerinnen und Bürger können teilnehmen.

Jahresabschluss der Stadtentwässerung 2024

Der Ausschuss berät über den geprüften Jahresabschluss der Stadtentwässerung Wedel für 2024. Die Bilanzsumme beträgt rund 32,8 Millionen Euro. Bei Erträgen von 6,1 Millionen Euro und Aufwendungen von 6,27 Millionen Euro ergibt sich ein Verlust von knapp 167.000 Euro. Dieser soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat keine Beanstandungen festgestellt; ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk wird erwartet. Bereits beschlossen ist, dass die Schmutzwassergebühren zum 1. Januar 2025 von 2,69 auf 3,22 Euro pro Kubikmeter steigen.

Sachstand nach Brand der P+R-Anlage

Zu diesem Punkt gibt es noch keine Unterlagen.

Hintergrund:Nach dem schweren Brand in der Park-&-Ride-Tiefgarage am Bahnhof bleibt die Anlage gesperrt. Das Technische Hilfswerk hatte die Decke abgestützt, Prüfstatiker stellten gravierende Schäden fest. Betroffen sind auch Flächen für wartende Linienbusse. Bürgermeisterin Julia Fisauli-Aalto betonte, dass Sicherheit Vorrang habe. Pendler müssen derzeit auf alternative Parkplätze ausweichen. Die Kriminalpolizei ermittelt weiter, ob es sich um Brandstiftung oder einen technischen Defekt gehandelt hat.

Wichtige Hochbauprojekte

Die Verwaltung legt dem Ausschuss erneut eine Übersicht über die wichtigsten Hochbauprojekte vor. Im Vergleich zum Bericht vom April 2025 haben sich einige Veränderungen ergeben:

  • Projekt 1 (Schulbau, Energievariante): Die Kosten sind weiter gestiegen. Der aktuelle Stand liegt nun bei rund 6,63 Mio. € – deutlich über der ursprünglichen Vorplanung von 4,52 Mio. €. Grund sind u. a. Nachträge.
  • Projekt 5: Das Bauvorhaben läuft seit November 2024 und soll im September 2025 abgeschlossen werden. Allerdings mussten für Entwässerungsarbeiten zusätzliche 102.000 € eingeplant werden.
  • Projekt 8 (GHS-Südflügel und Steinberghalle): Hier liegt der aktuelle Kostenstand bei rund 7,14 Mio. €. Probleme bereiten die Insolvenz der Fassadenfirma sowie offene Arbeiten bei der technischen Gebäudeausstattung. Die Schlussrechnung steht noch aus.
  • Projekt 10 (UK Steinberg): Der Kostenstand bleibt bei 5,47 Mio. €, hinzu kommen aber rund 350.000 € für die Beseitigung eines Wasserschadens. Der Einzug verzögert sich bis Ende des 3. Quartals 2025.
  • Projekt 12 (Erweiterung Parkplatz Feuerwache): Die Maßnahme ist inzwischen abgeschlossen und abgenommen, aber die Schlussrechnung liegt noch nicht vor.
  • Projekt 13: Neu im Bericht ist die Erneuerung eines Kunststoffspielfeldes sowie die Erweiterung des Parkplatzes an der Feuerwache. Für Teile der Maßnahme konnten Fördermittel eingeworben werden (u. a. 100.000 € über die AktivRegionNord).

Insgesamt zeigt sich: Die meisten Projekte sind von Kostensteigerungen betroffen. Hinzu kommen Verzögerungen, etwa durch zusätzliche technische Anforderungen, Bauschäden oder Insolvenzen von beteiligten Firmen. Mehrere Maßnahmen sind bereits in Nutzung, aber noch nicht endgültig abgerechnet, sodass die tatsächlichen Gesamtkosten noch offen sind.

Haushaltskonsolidierung

Der Ausschuss erhält einen Bericht zum aktuellen Stand der Konsolidierungsmaßnahmen im Bereich Bauen und Umwelt. Ziel ist es, die städtischen Ausgaben dauerhaft zu senken:

  • Gebäudemanagement: Nutzungskonzepte für städtische Gebäude werden überprüft. Ziel ist es, Räume und Liegenschaften effizienter zu belegen und dadurch Kosten für Unterhalt und Betrieb zu senken.
  • Förderzentrum: Eine Umnutzung des Gebäudes soll ab 2027 Einsparungen von rund 83.000 Euro pro Jahr ermöglichen, ab 2028 sogar bis zu 183.000 Euro.
  • Spielplätze: Neben kleineren Einsparungen etwa bei Pflege und Sandreinigung könnten fünf Spielplätze aufgegeben werden. Dazu laufen derzeit Rückmeldungen von Kinder- und Jugendgremien.
  • Umwelt und Mobilität: Personalkosten sollen durch Zusammenlegung von Stellen reduziert werden. Außerdem wird ein Austritt aus verschiedenen Organisationen (z. B. Rad.SH, ICLEI) geprüft. Auch die künftige Nutzung der nach dem Brand beschädigten P+R-Anlage wird in die Überlegungen einbezogen.

Insgesamt sollen diese Maßnahmen ab 2028 Einsparungen von bis zu 619.000 Euro pro Jahr bringen. Bisher ist jedoch nur ein Teil der Summe konkret hinterlegt, weitere Schritte müssen noch entwickelt werden.

Weitere Punkte

Darüber hinaus informiert die Verwaltung über den aktuellen Stand der Haushalts­sicherung 2028 sowie weitere Hochbauprojekte. Zu einzelnen Themen gibt es bereits ausführliche Berichte auf dieser Seite:

Im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung stehen keine Beschluss- oder Mitteilungsvorlagen auf der Tagesordnung.

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📌 Aus den Ausschüssen

💶 Schwerpunktseite: Haushaltssicherung 2028

Kein Zebrastreifen am Caudryplatz – warum die Verwaltung abrät

Die Stadtverwaltung hat geprüft, ob an der Mühlenstraße, in Höhe des Caudryplatzes, ein Fußgängerüberweg eingerichtet werden kann. Anlass war die Änderung der bundesweiten Vorschriften: Seit April 2025 ist es deutlich einfacher geworden, Zebrastreifen anzuordnen – eine „qualifizierte Gefahrenlage“ muss nicht mehr nachgewiesen werden. Stattdessen reicht nun eine einfache Gefahrensituation.

Trotz dieser neuen Rechtslage kommt die Verkehrsaufsicht in Wedel zu dem Ergebnis: Ein Zebrastreifen an dieser Stelle wäre nicht sicher, sondern gefährlich.

Warum die Verwaltung dagegen ist

  • Unübersichtliche Lage: Die Mühlenstraße ist eine vielbefahrene Bundesstraße mit rund 14.000 Fahrzeugen pro Tag. Der mögliche Standort liegt in einer Kurve und zudem an einer Gefällestrecke. Autofahrer hätten dort nur schlechte Sicht auf den Übergang, abruptes Bremsen würde schnell zu Auffahrunfällen führen.

  • Konflikte mit der Schulstraße: Direkt neben dem geplanten Standort münden Autos in die Schulstraße ein oder aus. Wer dort abbiegen oder ausfahren will, müsste gleichzeitig auch auf Fußgänger am Übergang achten – zusätzliche Gefahrensituationen wären vorprogrammiert.

  • Falsches Sicherheitsgefühl: Vor allem für Grundschüler, die den Übergang als neue Schulweg-Verbindung nutzen könnten, würde der Zebrastreifen ein trügerisches Gefühl von Sicherheit schaffen. Auf einer vielbefahrenen Bundesstraße können Fußgänger leicht übersehen werden.

  • Grüne Welle: Entlang der B431 gibt es eine aufeinander abgestimmte „grüne Welle“ von Ampeln. Sie sorgt für flüssigen Verkehr, weniger Stop-and-Go und weniger Abgase. Ein Zebrastreifen würde diesen Verkehrsfluss stören, weil Fußgänger jederzeit überqueren dürfen und nicht – wie bei einer Ampel – gebündelt. Das würde gerade zu Stoßzeiten zu Rückstaus führen.

  • Radfahrer-Problematik: Viele Radfahrer nutzen Zebrastreifen nicht schiebend, sondern fahrend – oft auch mit höherem Tempo durch elektrische Unterstützung. Das würde zusätzliche Gefahrensituationen schaffen, da Autofahrer Radfahrer in dem unübersichtlichen Bereich nur schwer rechtzeitig erkennen könnten.

Einschätzungen von Polizei und Landesbetrieb

Die Verwaltung hat auch Polizei und den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr einbezogen.

  • Der Landesbetrieb teilt die Bedenken und betont, dass Zebrastreifen die Verkehrssicherheit nicht automatisch erhöhen.

  • Die Polizei sieht die Stelle ebenfalls kritisch: Bisher ist sie unauffällig und kein Unfallschwerpunkt. Eine neue Querungsmöglichkeit würde zusätzliche Gefahren und Lärm durch Brems- und Anfahrvorgänge erzeugen.

Fazit

Nach Abwägung aller Argumente empfiehlt die Verwaltung dringend, keinen Fußgängerüberweg an der Mühlenstraße einzurichten. Die Gefahren für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer wären zu groß.

Eine andere Lösung bleibt jedoch möglich: Eine gesicherte Querung mit Ampelanlage könnte – vorbehaltlich der Zustimmung des Landesbetriebs – weiterhin geprüft werden.

Das Prüfergebnis wird im Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss am 11. September 2025 vorgestellt und diskutiert.

17. Sitzung des UBF

Zusammenfassung der Sitzung des Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschusses (UBF) vom 3. Juli 2025

📍 Datum & Ort: Donnerstag, 03.07.2025 – 19:00 Uhr
📍 Ort: Ratssaal des Rathauses Wedel


Tagesordnung & Inhalte (Öffentlicher Teil)

TOP 1: Einwohnerfragestunde

  • Gelegenheit für Bürger:innen, Fragen an Politik und Verwaltung zu richten.

 

TOP 2: Anhörung der Beiräte

  • Beteiligung und Wortmeldungen aus Beiräten zu aktuellen Themen.

 

TOP 3: Genehmigung des öffentlichen Protokolls vom 22.05.2025

  • Die Freigabe des vorangegangenen Protokolls steht an.

 

Beschlussvorlagen

TOP 4.1: Bauvorhaben Albert-Schweitzer-Schule – Umwidmung einer Verpflichtungsermächtigung (VE) 2026

  • Zur Finanzierung des Neu- und Erweiterungsbaus der Albert-Schweitzer-Schule ist eine Umwidmung bestehender Haushaltsmittel vorgesehen. ( UNterlagen werden nachgereicht)

 

Anträge

TOP 5.1: Antrag des Jugendbeirats – Sachstandsbericht zu Spielplätzen

  • Der Jugendbeirat fordert eine quartalsweise Information über Zustand, Reparaturen und Entwicklungen auf Wedeler Spielplätzen.
  • Ziel: Bessere Transparenz und Aufmerksamkeit für Qualität und Sicherheit öffentlicher Spielräume für Kinder und Familien.

 

Mitteilungen & Anfragen

TOP 6.1: Vorstellung des „Fifty-Fifty“-Energiesparprojekts an Schulen

  • Vorstellung eines Programms, bei dem Schulen durch Einsparung von Energie finanziell profitieren können (z. B. durch effizienteren Heiz- und Stromverbrauch).

 

TOP 6.2: Moorbodenkartierung – Antwort auf Anfrage der Grünen

  • 403 Handbohrungen wurden durchgeführt.
  • 48 von 55 Eigentümer:innen stimmten der Untersuchung zu.
  • Ergebnisse werden derzeit ausgewertet und im Ausschuss weiter beraten.
  • Ziel ist ein Beitrag zur Klimaneutralität Wedels bis 2040.

TOP 6.3: EU-Vogelschutzgebiet bei der NABU-Vogelstation – Antwort auf Anfrage der Grünen

  • Zwei Pkw wurden zur „Vergrämung“ von Wildgänsen auf der Wiese bewegt.
  • Laut Stellungnahmen möglicherweise rechtswidrig (Verstoß gegen Naturschutz- und Abfallrecht).
  • Maßnahmen: Prüfung durch Ordnungs- und Naturschutzbehörden, ggf. Bußgeldverfahren.

 

TOP 6.4: Stand & Kosten wichtiger Bauvorhaben im Bereich öffentlicher Flächen

  • Überblick über Großprojekte wie:
    • Breiter Weg (geplant: 4,9 Mio. €, noch nicht beschlossen)
    • Tinsdaler Weg (Schätzung: 6 Mio. €, BV abgelehnt)
    • Fußgängerbrücken im Autal
    • S-Kurve / Pinneberger Straße (Schätzung: 4 Mio. €, noch nicht beschlossen)
  • Mehrere Maßnahmen befinden sich in Vorplanung, viele mit ungeklärter Finanzierung oder noch nicht genehmigten Varianten.
  • Teilweise Fördermittel (z. B. GVFG, FAG-Radverkehr) in Aussicht.

 

TOP 6.5: Haushalt 2025 – Genehmigung & Ausführung

 

TOP 6.6: Bericht der Verwaltung

  • TOP 6.6.1: Haushaltskonsolidierung

TOP 6.7: Sachstand Schulbau in Wedel

  • Berichterstattung über laufende und geplante Maßnahmen zum Schulbau (Details nicht in Einladung enthalten).

 

TOP 6.8: Anfragen der Politik

 

Nichtöffentlicher Teil (nur grob skizziert)

  • Genehmigung des nichtöffentlichen Protokolls
  • Verwaltungsbericht
  • Anfragen aus der Politik

Weiterführende Informationen zu einzelnen Themen:

Anfrage zu Pkw im EU-Vogelschutzgebiet

Grüne stellen Fragen – CDU antwortet deutlich

In der Sitzung des Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschusses (UBF) vom 22. Mai 2025 brachte die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen eine Anfrage zur Situation im EU-Vogelschutzgebiet rund um die NABU-Vogelstation in der Wedeler Marsch ein. Hintergrund waren Beobachtungen zweier abgestellter Pkw auf einer Wiesenfläche mitten im Schutzgebiet. Die Fahrzeuge sollen zur Vergrämung von Gänsen eingesetzt worden sein – laut Grünen fuhren sie sogar regelmäßig zwischen den Tieren herum.

Die Grünen stellten drei zentrale Fragen:

  1. Dürfen Autos während der Brutzeit und im Schutzgebiet auf Wiesen stehen bzw. dort herumfahren?
  2. Welche Vergrämungsmaßnahmen sind überhaupt erlaubt?
  3. Welche Lösungsansätze sieht die Verwaltung, um den Rastvögeln Ruhe zu gewährleisten – gerade im Umfeld der NABU-Station?

Die Fraktion betonte in ihrer Anfrage, dass sie die durch Gänsefraß verursachten Ernteschäden durchaus ernst nehme und die Entschädigungsregelungen des Landes unterstütze. Gleichzeitig müsse aber auch der Naturschutz ernst genommen werden – insbesondere im sensiblen Bereich rund um die NABU-Vogelstation.

CDU-Fraktion reagiert: Fahrzeuge bereits entfernt, Verständnis für Landwirte gefordert

Die CDU-Fraktion, vertreten durch Janik Schernikau (selbst Landwirt), nahm direkt in der Sitzung Stellung und stellte klar: Die fraglichen Fahrzeuge seien bereits entfernt worden. Der Grund: Die Gänse hätten sich schnell an sie gewöhnt – eine effektive Vergrämung sei so nicht möglich gewesen.

Zur Frage der Zulässigkeit erklärte Schernikau: „Vogelscheuchen“ oder bewegliche Vergrämungsmittel seien auf landwirtschaftlichen Flächen grundsätzlich erlaubt, eine präzise rechtliche Ausgestaltung sei nicht abschließend geregelt. Entscheidend sei, dass Tieren kein körperlicher Schaden zugefügt werde. Die betroffene Fläche befinde sich zudem nicht im Eigentum der Stadt – der Einfluss der Kommune sei entsprechend begrenzt.

CDU: Entschädigungen reichen bei Weitem nicht aus

In seiner Stellungnahme zeichnete Schernikau außerdem ein deutliches Bild der Lage aus Sicht der Landwirtschaft. Die neu eingeführten Entschädigungszahlungen des Landes Schleswig-Holstein würden nur sehr begrenzt greifen:

  • Es würden nur Schäden vom 1. Oktober bis 31. Mai berücksichtigt – spätere Ernteausfälle blieben unberücksichtigt.
  • Die Ermittlung erfolge durch Gutachter, deren Kostenübernahme unklar sei.
  • Die Auszahlung sei auf maximal 25.000 € pro Betrieb begrenzt – bei bis zu 2.000 € Ernteverlust pro Hektar und Schnitt sei das kaum ausreichend.
  • Der Gänsekot belaste die Flächen zusätzlich – durch Überdüngung und mögliche Krankheitsübertragung.

Die CDU sieht daher keinen Anlass, den Landwirten weitere Einschränkungen bei der Vergrämung aufzuerlegen. Im Gegenteil: Die bisherigen Maßnahmen hätten kaum Wirkung gezeigt, der Gänsebestand steige seit Jahren weiter an. Gleichzeitig kritisierte die CDU-Fraktion den Kommunikationsstil der Grünen: Man wünsche sich einen direkten Dialog mit den Landwirten – statt öffentlicher Anfragen über Verwaltung und Medien.

Fazit

Der Fall zeigt einmal mehr den Zielkonflikt zwischen Naturschutz und Landwirtschaft – und wie sensibel Eingriffe in ein Schutzgebiet kommuniziert werden müssen. Während die Grünen eine stärkere Rücksichtnahme auf Brut- und Rastvögel fordern, betonen die Landwirte ihre wirtschaftlichen Sorgen und den begrenzten Nutzen der bisherigen Entschädigungsregelungen. Die Fahrzeuge im Schutzgebiet wurden inzwischen entfernt – der grundsätzliche Zielkonflikt bleibt bestehen.

Weitere Artikel und Berichte zum UBF

 

16. Sitzung des UBF - Zusammenfassung der Einladung

📅 Datum & Uhrzeit: Donnerstag, 22. Mai 2025, 19:00 Uhr
📍 Ort: Ratssaal des Rathauses Wedel (barrierefrei)
🧭 Gremium: Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschuss (UBF)


TOP 1 – Einwohnerfragestunde

Es lagen keine unbeantworteten Fragen vor. Es wurden keine neuen Fragen gestellt.

TOP 2 – Anhörung der Beiräte

  • Umweltbeirat: Keine Mitteilungen.

  • Seniorenbeirat: Anfrage zum Stand der Vergabe öffentlicher Flächen für Carsharing; aktuell laufen interne Abstimmungen.

  • Jugendbeirat: Bericht zur bevorstehenden „Langen Nacht der Jugend“ am 23. Mai 2025, bei der alkoholfreie Cocktails im Shooters verteilt werden. Zudem wird der Jugendbeirat auch auf dem Stadtteilfest präsent sein. Dank an den Bauhof für die Konstruktion eines Regals mit Dosen als „Kippenmülleimer“, das im Juni am Strandbad aufgestellt werden soll.

TOP 3 – Genehmigung des Protokolls vom 13.03.2025

Das Protokoll wurde ohne Anmerkungen zur Kenntnis genommen.

TOP 4 – Gastvortrag des Schrebergarten-Vereins Wedel e.V.

Der Tagesordnungspunkt wurde gestrichen, da der Vertreter des Vereins kurzfristig abgesagt hatte.


TOP 5 – Beschlussvorlagen

TOP 5.1 – Nachtrag zum Wirtschaftsplan 2025 der Stadtentwässerung Wedel

Umbau und Erneuerung des Fernüberwachungs- und Prozessleitsystems für die Regenwasserpumpwerke

  • Kostenrahmen:
    140.000 € für die Systemerneuerung
    40.000 € vorsorglich für eine mögliche Ersatzbeschaffung von Pumpen

  • Hintergrund:
    Das bisherige Prozessleitsystem ist veraltet und muss ersetzt werden. Die Pumpwerke sind ein zentrales Element im Hochwasserschutz. Eine Umrüstung auf LTE-/LTE-M-basierte Fernüberwachung soll auch im Blackout-Fall eine Überwachung ermöglichen.

  • Problematik:
    Das Vorhaben war bereits 2024 geplant, konnte aber wegen Fachplanermangels nicht rechtzeitig ausgeschrieben werden. Die Planung verzögerte sich stark.

  • Fehler:
    Durch einen Übertragungsfehler wurde das Projekt nicht in den Investitionsplan 2025–2029 aufgenommen. Dies wird mit dem Beschluss korrigiert.

  • Begründung der Maßnahme:
    Die neuen Kosten liegen über dem ursprünglichen Ansatz, u. a. wegen Preissteigerungen bei elektronischen Komponenten. Auch ein möglicher Pumpenaustausch wurde einbezogen. Der Hochwasserschutz hat Vorrang, eine Umsetzung 2026 würde zu weiteren Verzögerungen führen.

  • Beschluss: einstimmig angenommen (9 Ja).


TOP 6 – Öffentliche Mitteilungen und Anfragen

TOP 6.1 – Ausbau der Straße Breiter Weg – Prüfauftrag vom 27.06.2024

  • Hintergrund:
    Ein interfraktioneller Antrag (Grüne, SPD, Linke) forderte eine alternative Planung mit Fokus auf Baumerhalt, Einbahnstraßenregelung und sichererem Radverkehr.

  • Zentrale Anliegen der Fraktionen:

    • Prüfung von Einbahnstraßenmodellen

    • Erhalt möglichst vieler Bäume

    • Fahrradstraße statt Durchgangsstraße

    • Alternative Verkehrsführung zur Entlastung sensibler Nebenstraßen

    • Sicherstellung der Rettungswegzugänglichkeit

  • Ergebnis der Prüfung durch die Verwaltung:

    • Verkehrsrechtlich: Keine qualifizierte Gefahrenlage → keine rechtliche Grundlage für Einbahnstraßenregelung (§ 45 Abs. 9 StVO)

    • Verkehrsströme: Verlagerung würde Nebenstraßen wie Hasenkamp/Hasenknick überlasten

    • Folgen für Rettungsdienste: Erhöhte Unfallgefahr durch Befahren von Einbahnstraßen in Gegenrichtung

    • Baumschutz: Reduzierte Fahrbahnbreiten würden keinen ausreichenden Platz für Fuß-/Radwege bieten → Eingriffe in Baumbestand trotzdem notwendig

    • Kosten: Neue Planung würde ca. 74.000 € zusätzlich kosten (25 % HOAI-Honorar bei 4,4 Mio. € Baukosten)

  • Fazit der Verkehrsbehörde:
    Die beantragten Maßnahmen sind aus verkehrsrechtlichen, sicherheitsrelevanten und baulichen Gründen nicht umsetzbar. Die ursprüngliche Planung bleibt bestehen.

  • Diskussion im Ausschuss:

    • Die SPD und Grüne verlasen ergänzende Stellungnahmen.

    • Hoffnung auf Veränderung im Eltern-Taxi-Verhalten bei Umbau.

    • CDU hinterfragt, ob Sanierung des Fußwegs wirklich notwendig sei.

    • Verwaltung erläutert schlechten Zustand von Weg und Fahrbahn; Bürgerbeschwerden bei Nässe.

    • Vorsitzende betont: Projekt hat keine Priorität im Haushalt 2025 – es bleibt Zeit für weitere Klärungen.

  •  

TOP 6.2 – Entwicklung der Bike-and-Ride-Anlage am S-Bahnhof Wedel

  • Anlage: 84 abschließbare Fahrradstellplätze seit Juli 2021 (Standort 2)

  • Haushaltsziel: Ertragssteigerung bei gleichzeitiger Attraktivitätswahrung

  • Tarifstruktur (nach Anpassung 2023/2024):

    • Tagesticket: 1,50 €

    • Wochenticket: 6,00 € (vormals 4 €)

    • Monatsticket: 12,00 € (vormals 8 €)

    • 6-Monats-Ticket (neu): 40,00 €

    • Jahresticket: 75,00 €

  • Ergebnisse:

    • 2022: 3.682,65 € Nettogesamtertrag

    • 2023: 4.300,40 € (+16,8 %)

    • 2024: 5.185,85 € (+20,6 %)

  • Fazit der Verwaltung:
    Keine Umstellung auf tagesbasierte Nutzung empfohlen, da hoher Verwaltungsaufwand und Rückgang bei Langzeitbuchungen drohen. Die moderate Preiserhöhung und Einführung des 6-Monats-Tickets haben sich bewährt.

  • SPD regt Umbau weiterer Unterstände an, um zusätzliche sichere Abstellplätze für E-Bikes zu schaffen. Verwaltung prüft Umsetzung und mögliche Fördermittel.

  • Eine genaue Auslastung ist laut Verwaltung nicht möglich, da der Dienstleister nur Gesamtnutzerzahlen liefert. Diese variieren und sind auf der Buchungsplattform einsehbar.

  •  

TOP 6.3 – Stand der Durchführung und Kostenentwicklung wichtiger Hochbauprojekte und Außenanlagen

1. ASS – Ersatzneubau Klassentrakt 1962 (2110-02706)

  • Erste Kostenschätzung: 4.521.018 €

  • Letzter Kostenstand: 5.370.000 €

  • Letzter Meilenstein: Baubeginn Juli 2024


2. ASS – Außenanlagen & Spielbereiche (2110-02702)

  • Erste Kostenschätzung: 2.100.000 €

  • Letzter Kostenstand: nicht angegeben

  • Letzter Meilenstein: Planungsabstimmung mit der Schule im März 2025


3. JRG – Ersatzneubau Unterstufentrakt (2170-01702)

  • Erste Kostenschätzung: 10.000.000 €

  • Letzter Kostenstand: 10.711.416 €

  • Letzter Meilenstein: Eröffnung am 30.01.2025

  • Förderung: 3.000.000 € (IMPULS 2030 II)


4. JRG – Außenanlagen (in Verbindung mit Hochbau)

  • Erste Kostenschätzung: 1.393.000 €

  • Letzter Kostenstand: 1.513.500 €

  • Letzter Meilenstein: Unterstufenhof in Arbeit


5. ASS – Sanierung der Regenwasseranschlüsse (Fehlanschluss / Entwässerung)

  • Erste Kostenschätzung: 230.000 €

  • Letzter Kostenstand: 474.100 €

  • Letzter Meilenstein: Baubeginn geplant für November 2024

  • Hinweis: Zusatzkosten von rund 102.000 € durch SEW-bedingte Leitungsverlegung


6. JRG – Mittelstufenhof / Sportanlage (2170-01709 / -01710)

  • Erste Kostenschätzung: 961.000 €

  • Letzter Kostenstand: 1.030.000 €

  • Letzter Meilenstein: Abstimmungsgespräch mit der Schule im März 2025


7. Steinberghalle – Umbau und Sanierung (2170-01715)

  • Erste Kostenschätzung: 3.046.000 €

  • Letzter Kostenstand: 4.733.000 €

  • Letzter Meilenstein: Baugenehmigung für Nachtrag liegt seit dem 10.01.2025 vor

  • Hinweis: Zuschauerzahl reduziert (750 → 500); Förderantrag 2023 abgelehnt


8. GHS – Ersatzneubau Südflügel / sogenannter 68er-Anbau (2182-01708)

  • Erste Kostenschätzung: 5.747.030 €

  • Letzter Kostenstand: 6.499.577,78 €

  • Letzter Meilenstein: Nachtrag im Haushalt Juni 2022 verabschiedet

  • Förderung: 681.590 € (KfW BEG Kommunen, Programm 464)


9. JRG – Sanierung Kleinspielfeld und Sportanlage (2170-01710)

  • Erste Kostenschätzung: 1.140.000 €

  • Letzter Kostenstand: 1.510.000 €

  • Letzter Meilenstein: Baubeginn im August 2024 (1. Bauabschnitt), Verzögerung durch zusätzliche Hochbausanierung


10. UK Steinberg – Neubau (3154-01705)

  • Erste Kostenschätzung: 2.118.000 €

  • Letzter Kostenstand: 5.474.000 €

  • Letzter Meilenstein: Neuer geplanter Einzugstermin: Ende 3. Quartal 2025

  • Förderung: 544.621,50 € (KfW BEG Kommunen, Programm 464)


11. UK Schulauer Straße – Ersatzneubau (3154-01707)

  • Erste Kostenschätzung: 3.000.000 €

  • Letzter Kostenstand: 4.400.000 €

  • Letzter Meilenstein: Bauantragsverfahren läuft; Ausführungsplanung (HOAI LPH 6) abgeschlossen


12. Erweiterung Parkplatz Feuerwache (12600-10100)

  • Erste Kostenschätzung: 210.000 €

  • Letzter Kostenstand: nicht angegeben

  • Letzter Meilenstein: Baumaßnahme ist in der Ausführung


TOP 6.6.1

Anfrage der Grünen zur ehemaligen Sporthalle des WTSV

Es wurden tiefe Schäden im Hallenboden festgestellt (Einbrüche, Stolpergefahr, teils notdürftig abgesperrt). Die Grünen erfragten Zeitplan und Kosten für Reparatur bzw. Sanierung, Haftungsfragen sowie Einschätzungen zur Sicherheit der Hallennutzung.

 


Anfrage der Grünen: Moorboden-Untersuchungen in Wedel

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen erkundigt sich nach dem Stand der angekündigten Bodenuntersuchungen in den Bereichen Randmoor, Seemoor und Wedeler Autal. Ziel der Maßnahme ist es, torfhaltige Böden zu identifizieren, die CO₂ binden und so zum kommunalen Klimaschutz beitragen können.

Konkret wird gefragt:

  • Ob die 55 betroffenen Eigentümer:innen kontaktiert wurden und ein Austausch im Rathaus stattfand

  • Wie viele Bohrgenehmigungen und Handbohrungen es bisher gab

  • Welche Schritte nach der Kartierung geplant sind

Die Fraktion verweist auf die hohe Bedeutung des Moorbodenschutzes zur Reduktion von Treibhausgasen in Schleswig-Holstein und bittet um einen Bericht im Ausschuss.

  • Konkrete Nachfragen betrafen: Kontaktaufnahme zu Eigentümer:innen, Zahl der Bohrgenehmigungen und geplante Schritte nach Kartierung.

  • Bericht der Verwaltung zur nächsten Sitzung angekündigt.


Ergänzungen aus der Sitzung:

  • Schulbau: Moorwegschule optisch sanierungsbedürftig; Feuerwehrparkplatz erneuert; Containerlösungen bis Anfang 2026 erforderlich.

  • CDU-Stellungnahme zu Gänsefraßschäden: Landwirte fordern direkten Dialog; Informationen zu Entschädigungen und Vergrämungsmaßnahmen ausführlich dargestellt.

  • LED-Umrüstung: Kontinuierlich bei Neubauten und Defekten umgesetzt; großflächige Umrüstung mangels Budget verschoben.

  • Gehwegsanierung Schulauer Straße: Erfolgt aus Sicherheitsgründen.

  • Absperrung Spielplatz Gärtnerstraße: Bleibt wegen Budgetmangel bestehen.

  • Pkw im NABU-Gebiet: Verwaltung prüft.


🔒 Nichtöffentlicher Teil

Die Öffentlichkeit wurde informiert, dass keine nichtöffentlichen Beschlüsse gefasst wurden.

15. Sitzung des UBF - Zusammenfassung der Einladung

📍 Ort: Rathaus Wedel, Sitzungssaal

🕖 Zeit: 13. März 2025, 19:00 Uhr

Hier geht es zu den Informationen aus dem Bürgerinformationssystem: Sitzungseinladung

Tagesordnung: PDF-Link zur Tagesordnung


Zu den Tagesordnungspunkten:

  • TOP 6: Vorstellung der neuen Fachbereichsleitung 2 für Bauen und Umwelt.
  • TOP 7: Ein Gastvortrag der Hamburger Energiewerke GmbH zum aktuellen und zukünftigen Stand des Kohlekraftwerks in Wedel.
  • TOP 8: Ein Überblick zur kommunalen Überflutungsvorsorge und Klimaanpassungsmaßnahmen der letzten 20 Jahre.

liegen noch keine weiteren Unterlagen vor.


Tagesordnungspunkt 9: Antrag der CDU-Fraktion zur Aufhebung des Beschlusses zur Carsharing-Ausschreibung

📌 Hintergrund:

Die CDU-Fraktion beantragte die Aufhebung des Beschlusses zur Beauftragung einer Ausschreibung für Carsharing in Wedel (ANT/2024/029). Dieser Beschluss wurde in der Sitzung des Umwelt-, Bau- und Feuerwehrausschusses (UBF) am 05.12.2024 gefasst.

📌 Begründung der CDU:

  • Nachweislich fehlerhafte Informationen im UBF durch Vertreter der Grünen.
  • Die Beteiligung der Stadtwerke Wedel und der Stadtsparkasse Wedel ist nicht ohne Verpflichtungen seitens der Stadt möglich.
  • Erforderlich wäre eine Bürgschaft und Kostenübernahme für ein Fahrzeug sowie die Schaffung eines Organs (z. B. eines Vereins), das Bürgschaftsverpflichtungen übernimmt.
  • Die CDU fordert eine gründliche Auseinandersetzung mit den Stellungnahmen der Stadtwerke und der Stadtsparkasse. 
  • Ziel ist es sicherzustellen, dass der Stadt Wedel durch das Carsharing-Projekt kein finanzieller Schaden entsteht.
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