Stellenplanänderung - 3-111-06 NEU – Personalentwicklung


1. Finanzielle Analyse

Kosten der Stellenaufstockung: 101.000 € jährlich.


2. Kontext und Aufgabenbeschreibung

Hauptaufgaben der Stelle:

  • Entwicklung und Anpassung von Konzepten zur Personalentwicklung.
  • Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen und Coachings.
  • Moderation von Konfliktgesprächen und Workshops.
  • Stärkung der Führungskompetenz und Förderung von Teamstrukturen.
  • Unterstützung bei zeitnaher und qualifizierter Besetzung von Stellen.

Ziele der Stelle:

  • Bindung und Gewinnung von Mitarbeiter*innen angesichts des Fachkräftemangels.
  • Kosteneinsparung durch Vermeidung teurer externer Dienstleistungen (Tagessatz externer Coaches: ca. 2.000 € netto).

Hintergrund:

  • Der Fachkräftemangel hat zu einem steigenden Bedarf an internen Personalentwicklungsmaßnahmen geführt.
  • Aktuell wird ein Großteil der Aufgaben extern vergeben, was zu Verzögerungen und hohen Kosten führt.

3. Stellungnahme des Fachdienstes 3-10

Einschätzung:

  • Die Aufgaben der Personalentwicklung und Konfliktmoderation sind relevant und werden in der Verwaltung zunehmend bedeutsam.
  • Der Stellenbedarf ist jedoch nicht quantitativ konkretisiert.

Empfehlung:

  • Durchführung einer Organisationsuntersuchung im zweiten Halbjahr 2024, um die Aufgabenverteilung, Arbeitszeitbedarfe und Effizienz des Fachdienstes zu analysieren.
  • Befristete Aufnahme der Stelle bis zum 31.12.2025, um die aktuelle Arbeitsbelastung zu bewältigen und Ergebnisse der Untersuchung abzuwarten.

4. Argumente für die Stellenaufstockung

  • Dringender Bedarf: Der Fachkräftemangel erfordert eine proaktive Personalentwicklung und Mitarbeiterbindung.
  • Strategische Bedeutung: Eine effektive Personalentwicklung trägt wesentlich zur Attraktivität der Stadt Wedel als Arbeitgeberin bei und reduziert Fluktuationen.

5. Argumente gegen die Stellenaufstockung

  • Defizitärer Haushalt: Angesichts eines Defizits von 17 Mio. € sollten zusätzliche Ausgaben nur bei klar belegtem Bedarf erfolgen.
  • Fehlende quantitative Belege: Der tatsächliche Personalbedarf ist noch nicht hinreichend analysiert. Die geplante Organisationsuntersuchung könnte genauere Daten liefern.

6. Alternativen

  • Befristete Besetzung: Aufnahme der Stelle in den Stellenplan 2025 mit einer Befristung bis Ende 2025. Die endgültige Entscheidung kann nach Vorlage der Untersuchungsergebnisse getroffen werden.
  • Interne Umverteilung: Prüfung, ob bestehende Kapazitäten durch Priorisierung anderer Aufgaben temporär auf Personalentwicklung umgeleitet werden können.
  • Externe Begleitung: Beibehaltung externer Dienstleistungen bis zur Klärung des tatsächlichen Bedarfs durch die geplante Untersuchung.

Bewertung der Notwendigkeit

  • Dringlichkeit: Mittel. Die Aufgaben sind wichtig, aber die Notwendigkeit einer dauerhaften Stelle ist bisher nicht ausreichend quantifiziert.

Empfehlung:

Aufnahme der Stelle in den Stellenplan mit befristeter Laufzeit bis 31.12.2025 und einem Sperrvermerk, bis Ergebnisse der Organisationsuntersuchung vorliegen.

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