Im Herbst 2015 stand Wedel vor einer emotionalen Frage. Auf dem Grundstück an der Ecke Feldstraße / Rudolf-Breitscheid-Straße plante die Stadt den Bau einer modularen Unterkunft für Geflüchtete in nachhaltiger Holzbauweise. Rund 50 Menschen sollten dort ein neues Zuhause finden.
Das Vorhaben war Teil des städtischen Unterbringungskonzepts: Geflüchtete sollten dezentral über das Stadtgebiet verteilt werden, um Integration zu erleichtern und ältere, sanierungsbedürftige Sammelunterkünfte abzulösen. Der Hintergrund war die große Fluchtbewegung des Jahres 2015 – Wedel stand, wie viele andere Städte, vor der Pflicht, kurzfristig zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.
Eine Bürgerinitiative formiert sich
Gegen das Bauprojekt bildete sich im Sommer 2015 eine Bürgerinitiative, die eine andere Lösung forderte. Ihr Ziel: der vollständige Erhalt der Grünanlage an der Feldstraße.
Die Initiatoren betonten in Aufrufen und Flyern, dass sich ihr Engagement nicht gegen die Unterbringung Geflüchteter richte, sondern gegen die Zerstörung eines Stücks städtischer Natur. Sie verwiesen auf bis zu 300 Jahre alte Eichen, artenreiche Tierwelt und die Bedeutung der Fläche als „grüne Insel“ im Stadtgebiet.
Zudem forderte die Initiative, die Stadt solle alternative Flächen prüfen, etwa kirchliche Grundstücke oder andere Areale im Stadtgebiet. Auch rechtliche Fragen wurden aufgeworfen: Manche vermuteten, das Grundstück sei ursprünglich mit einer Schenkungsauflage versehen oder in der NS-Zeit enteignet worden. Ein Nachweis dafür konnte jedoch nie erbracht werden.
Das Bürgerbegehren erreichte über 2.000 Unterschriften, genug für die Durchführung eines Bürgerentscheids.
Der Bürgerentscheid
Am 29. November 2015 waren rund 27.000 Wedelerinnen und Wedeler aufgerufen, abzustimmen. Damit der Entscheid Erfolg hatte, mussten mindestens 3.800 Ja-Stimmen und eine gleichzeitige Mehrheit erzielt werden, das sogenannte Quorum.
Die Stadt informierte mit Broschüren, Infoblättern und Bürgerversammlungen über das Vorhaben, ebenso veröffentlichte die Bürgerinitiative ihren Standpunkt. Beide Seiten bemühten sich, sachlich zu bleiben.
Am Ende votierte die Mehrheit gegen das Bürgerbegehren, das Quorum wurde deutlich verfehlt. Damit war der Weg für den Bau frei. Bereits 2016 begann die Realisierung der modularen Unterkunft. Das Gebäude wurde bewusst zurückhaltend gestaltet, um sich in die Wohnumgebung einzufügen.
Die Stimmung auf Facebook – engagiert, aber respektvoll
Parallel zur Abstimmung verlagerte sich ein großer Teil der öffentlichen Diskussion auf Facebook – insbesondere in die Gruppe „Wedel-Germany“. Zwei große Diskussionsstränge prägten das Wochenende des Bürgerentscheids: einer am Tag vor der Abstimmung, ein weiterer am Wahlsonntag selbst.
Darin zeigte sich ein breites Meinungsspektrum:
Ökologische Argumente dominierten bei vielen Gegnern des Baus. Sie sahen im Erhalt der Fläche einen Beitrag zum Klima- und Artenschutz und warnten vor weiterer Nachverdichtung.
Vertrauensfragen bestimmten andere Kommentare. Einige misstrauten der Stadtverwaltung, weil sie die Eigentumsgeschichte des Grundstücks für ungeklärt hielten.
Kostenargumente wurden teils widersprüchlich verwendet: Gegner verwiesen auf die Baukosten von rund zwei Millionen Euro, Befürworter hielten dagegen, dass alternative Flächen zusätzliche Ausgaben verursacht hätten.
Viele Teilnehmende betonten, dass ihr Engagement nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun habe. Das Thema Flucht wurde zwar emotional diskutiert, doch in der Mehrheit mit humanitärer Grundhaltung.
Natürlich gab es auch hitzige Wortwechsel. Einige Kommentare enthielten pauschale oder abwertende Aussagen über Geflüchtete, wurden aber meist sofort widersprochen oder in der Diskussion eingeordnet. Andere Teilnehmer verteidigten Geflüchtete engagiert, erinnerten an Krieg, Verfolgung und Verantwortung. Einzelne Wortmeldungen gerieten zu Mini-Essays über Fluchtursachen und Integration.
Insgesamt blieb der Ton jedoch deutlich zivilisierter, als man es aus heutigen Online-Debatten kennt. Argumente wurden erklärt, Gegenpositionen ernst genommen, Missverständnisse ausgeräumt. Zwischen persönlicher Haltung, Lokalpatriotismus und Empathie entstand ein erstaunlich differenziertes Bild der damaligen Wedeler Diskussionskultur.
Zehn Jahre später wirkt diese Episode fast wie ein Rückblick auf eine andere politische Zeit. Eine ähnliche Debatte würde heute wohl binnen Stunden in sozialen Netzwerken eskalieren, zwischen Algorithmen, Schlagworten und Schuldzuweisungen.
2015 stritt Wedel über Argumente. Heute stünden wahrscheinlich Emotionen im Mittelpunkt.
Weiterführende Informationen
Hier die Links zu den damaligen Quellen und Diskussionen:
Sven Kloevekorn behauptet in seinem Facebook-Beitrag, die Verwaltung wolle einem Investor 121.700 € „schenken“. Er spricht von „Täuschungsversuch“, „rechtlichem Popanz“ und einer „transparenzfeindlichen Trickserin“. Zur Untermauerung verweist er auf Aktenzeichen des Bundesverwaltungsgerichts, ohne daraus zu zitieren. Kern seiner These: Die Anrechnung von bereits bestehendem Baurecht sei unzulässig und damit rechtswidrig.
Ich schreibe diesen Text, weil diese Darstellung so gebaut ist, dass sie schnell hängen bleibt: starke Etiketten, exakte Zahlen, Aktenzeichen als Autoritätsmarker und ein strenges Entweder-oder. Das wirkt auf den ersten Blick eindeutig, schiebt die öffentliche Meinung aber in eine Richtung, bevor die zentralen Fakten überhaupt auf dem Tisch liegen.
Der Einstieg des Beitrags setzt bewusst auf maximale Zuspitzung. Mit Begriffen wie „Täuschungsversuch“ und „Trickserin“ wird der Konflikt moralisch aufgeladen, noch bevor eine nüchterne Einordnung stattfindet. So verschiebt sich der Blick von der Regel- zur Personenfrage: Statt „Was gilt?“ wird „Wer trickst?“ verhandelt. Danach folgt das Muster „Ich habe es vorhergesagt“ – ein Selbstzertifikat für Deutungshoheit, das eine belastbare Begründung nicht ersetzt. Am Ende bleiben angeblich nur zwei Wege, einer „richtig“, einer „gesetzeswidrig“; Zwischenstufen oder einfache Sachprüfungen kommen nicht vor. Das ist ein enger Rahmen, der vor allem Druck erzeugt.
Auffällig sind die exakten Beträge und die Hinweise auf BVerwG-Aktenzeichen – ohne Leitsätze, ohne wörtliche Belege. Die genannten Aktenzeichen beziehen sich auf das Erschließungsbeitragsrecht. Hier geht es aber um Infrastrukturfolgekosten, die in Wedel über das Folgekostenkonzept und städtebauliche Verträge geregelt werden. Wer stillschweigend das eine Rechtsgebiet auf das andere überträgt, baut eine Brücke, die rechtlich nicht trägt. Dass auf direkte Zitate aus dem Urteil verzichtet wird, passt dazu: Die zu den Aktenzeichen gehörenden Urteile liefern für die behauptete Unzulässigkeit keinen tragfähigen Beleg.
Ein zentrales Detail bleibt ausgelassen: Die von Kloevekorn kritisierte Praxis – die Anrechnung von bereits bestehendem Baurecht als Ausgangsbasis – ist im Wedeler Folgekostenkonzept ausdrücklich festgelegt. Dort steht, dass bei vorhandenem Baurecht nur der durch die neue Planung zusätzlich ausgelöste Bedarf belastet wird. Bemerkenswert ist, dass Kloevekorn dieses Konzept in der Vergangenheit mehrfach lobend hervorgehoben hat – mit sichtbarem Stolz. Vorschläge, einzelne Punkte anzupassen, hat er häufig in scharfem Ton bis hin zu Beleidigungen quittiert. Jetzt blendet er den Kernmechanismus aus und rahmt ihn als „rechtswidrig“: Das passt nicht zusammen.
Der Beitrag arbeitet außerdem mit emotionalen Triggern wie „Störgefühl“ und „geschenkt“. Solche Begriffe adressieren das Bauchgefühl, klären aber nicht die entscheidende Sachfrage: Gab es im betroffenen Bereich tatsächlich älteres Baurecht? Wenn ja, erklärt sich die Anrechnung direkt aus der in Wedel beschlossenen Grundlage. Wenn nein, gibt es nichts anzurechnen. Mehr braucht es für eine faire Beurteilung nicht.
Unterm Strich wirkt der Beitrag weniger wie eine rechtliche Einordnung als wie ein Versuch, Stimmung zu drehen: starke Frames, juristischer Anschein ohne belastbares Fundament und ein künstlich verengter Entscheidungsraum. Das schafft Misstrauen, aber keine Klarheit. Entscheidend sind die einfachen, überprüfbaren Punkte – und die stehen im Wedeler Konzept schwarz auf weiß.
In den Wedeler Facebook-Debatten gibt es eine Besonderheit: eine Person, Frau Rosemarie Binz-Vedder, nutzt regelmäßig ChatGPT, um damit „Fakten“ zu präsentieren. Das Problem dabei: Die Antworten der KI wirken auf den ersten Blick überzeugend, aber sie sind eben keine geprüften Wahrheiten. Es sind berechnete Texte – nicht mehr und nicht weniger. Wer das übersieht, läuft Gefahr, Scheinwissen mit echten Informationen zu verwechseln.
In den Diskussionen hier fällt immer wieder auf, dass Rosemarie Binz-Vedder ChatGPT bemüht, um angebliche Fakten zu untermauern. Das Problem: Sie stellt die Antworten der KI so dar, als wären sie geprüfte Wahrheiten. Genau das sind sie nicht. Es sind berechnete Texte – nicht mehr und nicht weniger. Wer das übersieht, läuft Gefahr, Scheinwissen mit echten Informationen zu verwechseln.
ChatGPT überprüft nicht, ob etwas stimmt. Es kombiniert Muster aus Texten, die es gelernt hat, und baut daraus neue Sätze. Das kann klingen wie aus einem Fachbuch, ist aber keineswegs automatisch richtig. Fehler, Übertreibungen oder sogar frei Erfundenes sind immer möglich. Eine Redaktion, die Inhalte prüft, gibt es hier schlicht nicht.
Natürlich gibt es inzwischen Modelle, die zusätzlich im Netz nachsehen und Links liefern können. Aber auch da bleibt ein Rest Unsicherheit: Ohne eigene Kontrolle weiß man nie, ob die Angaben wirklich belastbar sind.
Und hier beginnt das Problem für jede Diskussion. Wenn jemand mit „Das hat ChatGPT gesagt“ argumentiert, dann klingt das neutral und objektiv. Tatsächlich aber kann man sich die Antworten so zurechtbiegen, dass sie ins eigene Narrativ passen. Am Ende wirkt die KI wie ein unabhängiger Gutachter – dabei ist es nur ein Sprachmodell, das Texte zusammensetzt.
Heißt das, man sollte KI gar nicht nutzen? Nein. Sie kann hilfreich sein, um Texte zu strukturieren oder Ideen zu finden. Aber wer Fakten beansprucht, muss mehr liefern: überprüfbare Quellen. Bücher, Studien, offizielle Seiten, Journalismus. Wer ChatGPT einsetzt, muss selbst nachschauen und klar benennen, woher die Informationen wirklich stammen.
Am Ende geht es um Glaubwürdigkeit. Wenn ChatGPT-Texte als Fakten verkauft werden, leidet jede sachliche Debatte. Was wir brauchen, sind überprüfbare Informationen – nicht nur schön klingende Sätze.
Und genau deshalb schreibe ich das hier: Es geht nicht darum, jemanden bloßzustellen, sondern darum aufzuklären. Damit andere nicht auf den gleichen Trick hereinfallen – und nicht den Fehler machen, automatisch generierte Texte mit echten, belegbaren Fakten zu verwechseln.
Vor einigen Tagen hat Frau Binz-Vedder einen bemerkenswerten Beitrag in der Facebook Gruppe "Wedel-Germany" veröffentlicht. Sie erweckt darin den Eindruck, dass die Meinungsfreiheit in Wedel durch meine öffentlichen Äußerungen bedroht sei.
Wer Frau Binz-Vedder in dieser Gruppe kennt, weiß: Sie meldet sich regelmäßig zu Wort, stellt Fragen, kommentiert politische Entwicklungen und scheut dabei auch deutliche Worte nicht. Das ist ihr gutes Recht – so wie es das Recht anderer ist, auf diese Beiträge zu reagieren.
Auffällig ist allerdings, wie Frau Binz-Vedder mit Kritik umgeht. Statt auf Argumente einzugehen, verschiebt sie die Debatte auf Nebenschauplätze, stellt technische Fragen oder formuliert Unterstellungen, die schnell den Eindruck einer größeren Affäre erwecken. Ihre aktuellen Beiträge zu meiner Person sind dafür ein Beispiel: Nur wenige Tage nach meiner Artikelserie erscheinen umfangreiche Vorwürfe, die größtenteils nichts Neues enthalten und Themen betreffen, über die sie schon früher gesprochen hat.
Das wäre an sich kein Problem – wenn es um den Inhalt ginge. Doch wer meine Texte kennt, weiß: Sie sind belegt, sachlich und frei von persönlichen Beleidigungen. Trotzdem geht es in ihrer Reaktion nicht um die Argumente, sondern um meine Rolle als Kritiker. Das Muster ist immer ähnlich: Die eigentliche Aussage rückt in den Hintergrund, stattdessen geht es um Motive, angebliche Absichten oder technische Details wie Google-Einträge.
Wer so vorgeht, vermeidet die inhaltliche Auseinandersetzung und verlagert die Diskussion ins Persönliche. Das mag kurzfristig Wirkung zeigen, trägt aber nichts zu einer ehrlichen Debatte bei – im Gegenteil: Es sendet das Signal, dass Widerspruch nicht erwünscht ist, wenn er nicht ins eigene Bild passt.
Meinungsfreiheit bedeutet aber genau das Gegenteil: Auch unbequeme Stimmen müssen gehört und ausgehalten werden.
Bemerkenswert ist ihr neuester Beitrag vor allem deshalb, weil sie den tatsächlichen Versuch, politische Kritik juristisch zu unterbinden, durch Abmahnung, Unterlassungserklärung, einstweilige Verfügung und Beschwerde, komplett unerwähnt lässt. Allein das zeigt: Es geht hier nicht um Meinungsfreiheit.
Auffällig ist auch der Zeitpunkt: Nur kurz nach meiner Serie von Artikeln veröffentlicht sie Vorwürfe zu Themen, die nicht zu meinern passen, über die sie bereits früher gesprochen hat und die nicht erst seit gestern bestehen. Das verstärkt den Eindruck, dass es weniger um die Sache geht.
Ich weiß dabei ehrlich gesagt nicht, was schlimmer ist: Jemandem juristisch das Wort verbieten zu wollen oder ihn hinterrücks öffentlich zu diffamieren. Denn Frau Binz-Vedder hat mich schon länger blockiert.
Ihre Kampagne steht im direkten Zusammenhang meiner Artikelserie und meiner Kritik. Alle meine Artikel sind sachlich, enthalten keine persönlichen Beleidigungen und sind, auch wenn sie unbequem sein mögen, Teil einer politischen Auseinandersetzung, wie sie in einer Demokratie notwendig ist.
Sie hatte jetzt die Gelegenheit mir mit Argumenten zu zeigen, dass ich auf dem Holzweg bin. Tut Sie das? NEIN! Stattdessen kommen Unterstellungen, suggestive Fragen und technische Behauptungen, die aus dem Zusammenhang gerissen oder schlicht falsch interpretiert sind.
Damit bestätigt sie letztlich genau das, worauf ich in meinen Beiträgen immer hinweise: Dass kritische Stimmen, die nicht das erlaubte Bild zeichnen, von bestimmten Kommentatoren nicht mit Argumenten beantwortet werden, sondern mit Diffamierung, Verdächtigungen und persönlichen Unterstellungen.
Wenn Frau Binz-Vedder meine Beiträge nicht für aktuell hält, ist das ihr gutes Recht. Aber sie sind es – gerade weil es darum geht, aufzuarbeiten, wie es überhaupt zu bestimmten Entwicklungen gekommen ist. Diese Aufarbeitung war teil ihrer Forderungen im vergangenen Jahr. Jetzt wäre die perfekte Gelegenheit gewesen.
Wenn Sie der Meinung ist, ich solle mich liebe mit „aktuellen“ Themen befassen, ist das auch ihr gutes Recht. Doof nur, wie sie selbst hier in der Gruppe bestätigte, hat sie meinen Newsletter abonniert. Sie weiß, dass ich mich permanent mit aktuellen Themen öffentlich befasse.
Sichtbarkeit bei Google und was wirklich dahinter steckt
Frau Binz-Vedder behauptet, meine Webseite erscheine bei Google ganz oben, sobald man nach bestimmten Personen sucht. Angeblich wegen einer bezahlten Anzeige. Das klingt dramatisch, ist aber sachlich falsch.
Ja, ich schalte Google-Anzeigen, mit allgemeinen Begriffen wie „Wedel“, „Kommunalpolitik“ oder „Badebucht“. Aber: Es wurden keine Personennamen als Suchbegriffe gebucht. Und die Anzeige ist, wie bei Google vorgeschrieben, klar als Anzeige gekennzeichnet. Google macht dies für Nutzer immer deutlich sichtbar, etwa durch den Hinweis „Anzeige“ oder „Gesponsert“ in den Suchergebnissen.
Die Suchergebnisse, die sie meint, sind kein „gesponsertes Ergebnis“, sondern ganz normales Suchergebnis. Und wie dieses zustande kommt, entscheidet nicht der Betreiber der Seite, sondern Google selbst. Das hängt von vielen Dingen ab: Inhalt, Verlinkung, Seitenstruktur, aber nicht davon, ob ich jemanden erwähnt habe.
Außerdem spielen technische Faktoren eine wichtige Rolle, darunter die Ladegeschwindigkeit der Seite, ihre Mobilfreundlichkeit und die Sicherheit, zum Beispiel durch eine HTTPS-Verschlüsselung. All diese Aspekte trägt Google in die Bewertung ein, aber eine bezahlte Anzeige hat darauf keinen Einfluss. Es gibt bei Google keine technische Möglichkeit, sich durch Bezahlung dauerhaft in die normalen Suchergebnisse einzukaufen.
Das, worauf sich Frau Binz-Vedder bezieht, ist gerade keine Anzeige, sondern ein unbezahlter Treffer. Und auf dessen Platzierung habe ich keinerlei Einfluss.
Fakt ist: Wer bei Google erscheint, erscheint dort nicht, weil ich für eine allgemeine Anzeige gezahlt habe, sondern weil Google es für relevant hält. Alles andere ist ein Missverständnis oder ein Versuch, einen technischen Vorgang politisch aufzuladen.
Adresse „Rathausplatz 3“ Frau Binz-Vedder behauptet, ich hätte bei Google bewusst den Rathausplatz 3 angegeben, um meine Webseite offizieller wirken zu lassen.
Tatsächlich habe ich diese Adresse gewählt, weil sich dort das Zentrum des politischen Geschehens in Wedel befindet – über genau dieses Geschehen berichte ich auf meiner Seite. Es ist also ein inhaltlicher Standortbezug, kein Täuschungsversuch.
Mein Impressum enthält selbstverständlich die gesetzlich vorgeschriebene, vollständige ladungsfähige Anschrift. Warum ich dort nicht meine Privatadresse angebe, erklärt sich von selbst.
Der Vorwurf vermischt zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun haben: den thematischen Standortbezug bei Google und die rechtlichen Anforderungen an ein Impressum. Beides ist korrekt erfüllt.
Vorwurf der Einschüchterung Frau Binz-Vedder wirft mir vor, Menschen einzuschüchtern, allein dadurch, dass ich sie auf meiner Webseite erwähne.
Das ist ein schwerer Vorwurf, der an der Realität meiner Arbeit vorbeigeht. Auf wedel-politik.de geht es um die sachliche Auseinandersetzung mit politischen Aussagen, die öffentlich getroffen wurden. Ich beziehe mich auf belegbare Quellen, der Fokus liegt auf dem Verhalten, nicht auf der Person. Kritik an öffentlichen Äußerungen ist kein „An-den-Pranger-Stellen“, sondern gelebter Widerspruch in einer Demokratie. Dass manche diese Kritik unangenehm finden, verstehe ich, aber unangenehm ist nicht dasselbe wie einschüchternd.
Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann sich meine beiden Themenseiten anschauen:
„Aktuelle Social-Media-Debatten“: Hier analysiere und ordne ich Diskussionen aus Wedeler Online-Foren und Facebookgruppen ein, faktenbasiert, transparent und offen für Kritik. Entstanden ist die Rubrik aus der Erfahrung, wie stark sich die digitale Debattenkultur verändert hat, oft weg von Argumenten, hin zu persönlichen Angriffen und Desinformation. Ziel ist, wieder mehr Raum für konstruktiven Austausch zu schaffen.
„Meine Meinung“: Persönliche Kommentare und Einschätzungen zu aktuellen Themen, unabhängig von Fraktionsvorgaben, offen auch für kontroverse Positionen. Ich möchte Hintergründe erklären, Entscheidungen einordnen und deutlich machen, dass Politik nicht nur aus „schwarz“ oder „weiß“ besteht, sondern oft aus dem Ringen um den besten Weg.
Das Recht, den Ort der Kritik zu wählen
Offenbar stört es Frau Binz-Vedder besonders, dass ich ihre Aussagen nicht in derselben Facebook-Gruppe, sondern auf meiner eigenen Webseite kommentiere. Aber Kritik ist nicht an einen einzigen Ort gebunden und schon gar nicht darf die Person, um deren Aussagen es geht, festlegen, wo diese Kritik stattfinden darf.
Ich selbst kann mir genauso wenig aussuchen, wo und wie ich kritisiert werde. Das gilt für alle. Der Versuch, den Ort der Debatte zu diktieren, ist nicht nur unrealistisch, sondern läuft dem offenen Austausch zuwider.
„Privat“ ist nicht „nicht-öffentlich“
Frau Binz-Vedder verwendet bei der Erwähnung meiner Seite oft den Zusatz „privat“. Das ist grundsätzlich richtig, aber nur in einem ganz bestimmten Sinn: Ich betreibe wedel-politik.de als Privatperson, nicht im Auftrag einer Institution.
Sie scheint „privat“ jedoch so zu deuten, als sei die Seite nicht öffentlich zugänglich. Das ist falsch. Meine Seite ist, genau wie die Facebookgruppe „Wedel-Germany“, für jeden einsehbar.
Der Unterschied zwischen den Begriffen ist klar:
Privat: In eigener Verantwortung betrieben, nicht offiziell oder institutionell.
Öffentlich: Frei im Internet zugänglich, für jeden lesbar.
Wenn ich also von „öffentlichen Beiträgen“ in der Facebookgruppe spreche, bezieht sich das auf deren Sichtbarkeit, nicht auf die Frage, wer sie betreibt. Hier zwei verschiedene Bedeutungen von „öffentlich“ und „privat“ gegeneinander auszuspielen, erzeugt künstlich einen Widerspruch, den es in Wirklichkeit nicht gibt.
Meine „heftige Kritik“ an der Meinung von Frau Binz-Vedder
Frau Binz-Vedder wirft mir vor, ihre Meinung „heftig“ zu kritisieren und das auch noch auf meiner eigenen Webseite. Dabei ist der Sachverhalt klar:
In meinem damaligen Artikel, der eine Reaktion auf ihren Meinungsbeitrag bei Facebook war, habe ich ihren Namen nicht genannt, sondern lediglich auf ihren Facebook-Beitrag verlinkt so, wie es bei einer Quellenangabe üblich ist. Die Kritik war sachlich formuliert und kam ohne persönliche Angriffe aus.
Von einer „heftigen“ Kritik kann keine Rede sein. Zumal hier regelmäßig Kommentare gibt, die deutlich schärfer sind, und zwar weit unter der Gürtellinie. Dazu gab es von Frau Binz-Vedder bisher keinen Widerspruch und sie sieht auch keine Gefahr, dass man sich scheut seine Meinung zu äußern.
Was darauf folgte, war ein persönlicher öffentlicher Angriff auf mich. Nur einen Tag später veröffentlichte Frau Binz-Vedder einen weiteren Beitrag, diesmal in direkter Ansprache an mich. Ihre Kritik traf mich persönlich und drehte sich nicht mehr nur um Inhalte, sondern um mein Handeln als Autor:
„Herr Lüchau! So geht das nicht weiter!“
Sie warf mir vor, meine sogenannte „private Homepage“ sei in Wahrheit ein öffentliches Medium, auf dem man ihr nicht widersprechen könne. Dass ich als Fraktionsvorsitzender der CDU Wedel dort Kritik äußere, sei nicht akzeptabel. Dass ich Facebook kritisch erwähnte, deutete sie als Angriff auf das gesamte Netzwerk und seine Nutzer*innen.
Ihre Forderung: Ich solle meinen Beitrag entfernen, weil er Facebook-Nutzer*innen angeblich einschüchtern und zum Schweigen bringen könne.
Weder die Kritik noch den Ort konnte ich mir aussuchen. Warum auch? Was aber für Frau Binz-Vedder selbstverständlich ist, soll für andere, in diesem Fall für mich, verwerflich und ein Angriff auf die Meinungsfreiheit sein?
Auf ihren Beitrag, den sie in der Zwischenzeit einer Überprüfung entzogen hat, weil sie ihn gelöscht hat, folgte ein offener Brief von mir auf meiner Seite an Frau Binz-Vedder. Auch dieser sachlich, aber deutlich im Wort.
Daraufhin blockierte sie mich. Nach der Veröffentlichung meines offenen Briefes reagierte Frau Binz-Vedder erneut auf Facebook. Sie zeigte sich empört darüber, dass ich ihr öffentlich geäußertes Schreiben wiederum öffentlich beantwortet habe und zwar auf meiner eigenen Website. Dass ich dabei ihren vollständigen Namen nannte, wurde von ihr ebenfalls kritisiert.
Zugleich wiederholte sie die Behauptung, Leserinnen und Leser meiner Homepage könnten ihre ursprünglichen Facebook-Beiträge nicht einsehen. Auch das ist schlicht falsch: Die betreffenden Beiträge stammen aus einer öffentlich einsehbaren Gruppe und sind wie meine Seite über Suchmaschinen zugänglich. Es handelt sich in beiden Fällen um öffentliche Aussagen in öffentlichen Räumen.
Bemerkenswert ist aber vor allem der Grundton: Es entsteht der Eindruck, als wolle Frau Binz-Vedder bestimmen, wo Kritik erlaubt ist – und wie andere auf ihre Aussagen zu reagieren haben. Genau das widerspricht dem, was sie selbst als demokratische Meinungsvielfalt einfordert. Meinungsfreiheit bedeutet eben auch, dass man selbst entscheiden kann, wann, wo und in welcher Form man auf öffentliche Kritik antwortet.
Dass ich ihren Namen verwende, ist angesichts ihres öffentlichen Auftretens nicht ungewöhnlich. Ich habe sie nicht persönlich angegriffen, sondern mich mit der Sache auseinandergesetzt – transparent, nachvollziehbar und auf Augenhöhe.
Die Krönung aber war, als Herr Kaser in die Diskussion einstieg. In dieser so sachlich diskutieren Gruppe beleidigte der ehemalige Bürgermeister mich zutiefst. Einer seiner Tiefpunkte in der öffentlichen Diskussion.
Sind das die „sachlichen Diskussionen“ , Frau Binz-Vedder, von den sie gesprochen haben?
Problematisch ist vor allem ihre Haltung, ich dürfe ihre Aussagen nicht auf meiner Seite kommentieren. Seit wann darf sich der Kritisierte aussuchen, wo er kritisiert wird? Kritik ist Teil des öffentlichen Diskurses – und der findet an vielen Orten statt: in Zeitungen, auf Webseiten, in sozialen Medien. Wer öffentlich Position bezieht, muss auch damit rechnen, dass diese Position an anderer Stelle öffentlich hinterfragt wird.
Der Versuch, den Ort der Kritik vorzuschreiben, ist nicht nur unrealistisch – er widerspricht dem Grundgedanken einer freien und offenen Debatte.
Die eigentliche Wirkung der Kampagne Frau Binz-Vedder ist, mal eigenständig, mal als Stellvertreter, der Dreh- und Angelpunkt der gezielten Gegenkampagne gegen mich. Über mehrere Postings hinweg hat sie nicht meine Meimung kritisiert, sondern ist persönlich geworden. Mit der impliziten Botschaft, dass politische Kritik in dieser Form nicht stattfinden darf. Sie bestimmt Ort, Zeitpunkt, Thema und Art der Kritik.
Am Ende bleibt von dieser gezielten Gegenkampagne wenig Substanz. Die meisten Vorwürfe lösen sich bei genauer Betrachtung in Missverständnisse oder bewusst gesetzte Unterstellungen auf. Was jedoch bleibt, ist der Schaden für die Debattenkultur: Statt sich mit den eigentlichen Themen auseinanderzusetzen, wird Energie darauf verwendet, Nebenschauplätze zu eröffnen, persönliche Motive zu unterstellen und das Gegenüber zu delegitimieren.
Das ist nicht nur für mich persönlich ärgerlich – es sendet auch ein schlechtes Signal an alle, die sich konstruktiv in die politische Diskussion einbringen wollen.
Es war ein Post mit klarer Absicht: Eine Nutzerin kritisierte in der Facebookgruppe „Wedel-Germany“ die aktuelle Konstruktion von Wedel Marketing – eine sachlich vertretbare Position, auch wenn man sie nicht teilen muss. Doch wer die Kommentarspalte aufklappt, sucht den ursprünglichen Anlass der Diskussion vergeblich. Was bleibt, ist ein Strang, der exemplarisch zeigt, wie einzelne Debatten in den sozialen Medien zunehmend von einem festen Narrativ überlagert werden und wie jede sachliche Ebene dabei verloren geht.
Zunächst entspann sich ein fachlicher Austausch zwischen zwei Nutzern. Einer von ihnen stellte nachvollziehbare Kritik an der Struktur von Wedel Marketing zur Diskussion: Stadtmarketing als öffentliche Aufgabe, mögliche Interessenkonflikte durch Vereinsstruktur, unnötige Steuerlast für den städtischen Haushalt. Der andere Nutzer hielt mit Engagement und vielen Informationen dagegen, betonte die Zusammensetzung des Vereins, die Finanzierung und die Einbindung der lokalen Akteure. Die Diskussion blieb zunächst respektvoll und argumentativ.
Doch was danach folgte, ist ein Lehrbeispiel dafür, wie Debatten auf Facebook kippen. Weitere Nutzer mischten sich ein, allerdings nicht mit Sachargumenten, sondern mit pauschalen Verdächtigungen, Unterstellungen, Spott und sarkastischen Fragen. Ratsmitglieder, die sich bei Wedel Marketing engagieren, wurden implizit der Vorteilsnahme bezichtigt („Gibt es dafür Aufwandsentschädigung?“), ehrenamtliche Arbeit wurde relativiert, die Bürgermeisterin in ein diffuses Näheverhältnis zum Verein gerückt („best Buddies, gern zusammen auf Tour“).
Drei exemplarische Aussagen aus der Diskussion:
„Weil ihnen die Stadt schnurzpiepegal ist und sie ihre eigenen Interessen vertreten.“
„Vielleicht brauchen die ja neue Kaffeebecher.“
„Verlasst diese Stadt, solange ihr noch könnt.“
Die Debatte folgt dabei einem bekannten Muster: Einzelne Kommentatoren bemühen sich, ein festes Narrativ aufrechtzuerhalten. Es lautet grob gesagt: In Wedel herrsche ein intransparentes Netz aus Verwaltung, Politik, Vereinen und persönlicher Vorteilsnahme. Jede Maßnahme, jedes Engagement, jeder Förderbetrag wird reflexhaft in dieses Bild eingepasst, unabhängig von Fakten, öffentlichen Berichten oder klaren Rechenschaftspflichten.
Inhaltlich verflüchtigt sich die Diskussion. Statt zu fragen, wie ein effizientes Stadtmarketing heute aussehen kann oder wie Leistungen gemessen werden sollten, wird über Kaffeebecher, persönliche Näheverhältnisse und angeblich fehlende Zielvereinbarungen spekuliert. Selbst der Hinweis, dass Wedel Marketing rund 70 Prozent seiner Mittel aus nicht-öffentlichen Quellen erhält, wird entweder ignoriert oder mit Generalverdacht beantwortet.
Besonders bitter wirkt das vor dem Hintergrund, dass die Mitglieder von Wedel Marketing Jahr für Jahr mehr als 2.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit leisten. Eine Zahl, die für sich spricht und die verdeutlicht, wie grundlos und verletzend die wiederholten Unterstellungen in der Diskussion tatsächlich sind.
Was besonders bedenklich ist: Die eigentliche Ursache der Debatte, die Frage nach der strategischen Ausrichtung und Finanzierung von Wedel Marketing, gerät vollständig aus dem Blick. Es geht nicht mehr um Stadtentwicklung, sondern um die Festigung eines Misstrauensnarrativs. Kritik ist plötzlich nicht mehr der Ausgangspunkt eines Dialogs, sondern ein Mittel zur Abgrenzung. Wer widerspricht, wird zum Teil des Problems erklärt.
Angesichts dieser Entwicklung stellt sich auch eine andere Frage: Wann greifen eigentlich die Admins ein? Die Gruppenregeln, insbesondere Regel 5 („Respektvoller Umgang“), sehen ausdrücklich vor, dass respektlose, abwertende Beiträge Konsequenzen haben sollen. Doch viele der Kommentare in diesem Strang verletzen genau diesen Grundsatz: durch persönliche Unterstellungen, Verächtlichmachung ehrenamtlicher Arbeit und das bewusste Herabsetzen politisch oder institutionell engagierter Menschen.
Facebook-Gruppen können ein Ort lebendiger Debatten sein. Sie können Missstände sichtbar machen, Impulse setzen, Brücken bauen. Aber sie müssen sich auch fragen lassen, ob sie diese Räume schützen, vor genau jener Dynamik, die Diskussionen zu Dauerbeschuldigungen und Teilhabe zu Misstrauensritualen werden lässt. Eine öffentliche Debatte lebt vom Widerspruch, aber sie stirbt am gezielten Zersetzungsversuch.
Was mich persönlich entsetzt, ist nicht die Kritik an Wedel Marketing, sondern die Leichtfertigkeit, mit der in Teilen dieser Diskussion Unterstellungen ausgesprochen, Ehrenamt entwertet und Menschen diffamiert wurden. Noch entsetzlicher ist jedoch, dass für keine dieser Unterstellungen Belege vorgelegt wurden. Wer so argumentiert, sucht keine Verbesserung, sondern nur die Bestätigung der eigenen Verdächtigungen. Das hat mit demokratischem Diskurs nichts mehr zu tun.
Es beginnt mit einem Facebook-Teaser des Wedel-Schulauer Tageblatts:
„Wedel kündigt aus Spargründen die Verträge für Awo-Treff und DRK-Begegnungsstätte. Der Seniorenbeirat meldet Bedenken an und fordert den Erhalt der bisherigen Leistungen für ältere Menschen.“
Für viele Nutzer:innen der Facebookgruppe „Wedel-Germany“ klingt das alarmierend – und genau so wird es auch kommentiert. Wer jedoch den verlinkten Artikel liest, erfährt: Die Realität ist weit weniger dramatisch.
Die Stadt hat die bestehenden Verträge mit Awo und DRK nicht gekündigt, um die Einrichtungen zu schließen. Es handelt sich um eine vorsorgliche Kündigung, um ab 2026 neue Fördervereinbarungen mit angepassten Konditionen abzuschließen. Ziel ist eine Einsparung von rund 30.000 Euro.
Diese Maßnahme ist kein überraschender Einzelfall, sondern Teil des Haushaltskonsolidierungsprogramms 2028, das in öffentlichen Sitzungen beraten, beschlossen und seither schrittweise umgesetzt wird. Sie ist also seit Monaten bekannt und wurde – wie viele andere Maßnahmen – in die laufende Verwaltungsplanung integriert.
Beide Träger wurden frühzeitig einbezogen. Die Stadt berichtet von konstruktiven Gesprächen, bei denen bereits weitgehende Einigkeit erzielt wurde. Weder Awo noch DRK sehen in der Neuausrichtung ein Problem. Auch der Wunsch, bewährte Leistungen für ältere Menschen zu erhalten, ist erklärtes Ziel aller Seiten.
Und dennoch: Die Empörung läuft heiß
In der Kommentarspalte unter dem Artikel allerdings dominieren völlig andere Töne. Von Sozialabbau ist die Rede, von Ignoranz gegenüber älteren Menschen, von ungerechten Prioritäten und politischer Verantwortungslosigkeit. Die Einsparung wird nicht als Teil einer systematischen Haushaltsstrategie verstanden, sondern als moralisches Versagen gedeutet.
Auffällig dabei: Viele Kommentierende zitieren den Artikel nicht, sondern greifen allgemeine Themen auf – Verwaltungskosten, politische Entscheidungen, angebliche Verschwendung oder gar persönliche Motive. Es entsteht ein Bild von Empörung, das mit dem konkreten Anlass nur noch wenig zu tun hat.
Komplexe Themen, schnelle Meinungen
Einzelne Stimmen versuchen, auf den tatsächlichen Inhalt des Artikels hinzuweisen. Sie erklären, warum die Verträge gekündigt wurden, dass keine Einrichtung vor dem Aus steht und dass die Maßnahme haushaltsrechtlich notwendig ist. Doch diese Kommentare bleiben weitgehend unbeachtet – oder werden übertönt von denen, die sich vor allem Luft machen wollen.
Einordnung statt Erregung
Dieser Fall zeigt beispielhaft, wie stark emotionale Dynamiken in sozialen Medien Inhalte überlagern können – insbesondere dann, wenn Schlagzeilen missverstanden oder gar nicht erst hinterfragt werden. Die Diskussion driftet vom Sachverhalt ab und verläuft in vertrauten Mustern der Empörung über „die Politik“ oder „die da oben“.
Wer keine Möglichkeit hat, den Artikel vollständig zu lesen, sollte zumindest Fragen stellen – bevor man vorschnell urteilt oder unbedacht kommentiert.
Es sei denn, man kommentiert nicht aus ehrlichem Interesse, sondern weil man den Auftrag hat, gezielt Stimmung zu machen. Dann ist Aufklärung gar nicht gewollt.
Eine harmlose Frage. Ein Hinweis auf ein Bauschild. Und eine Eskalation, die sich binnen Stunden über Dutzende Kommentare zieht. Im Zentrum der Diskussion: einmal mehr Karin Brand.
Wieder zeigt sich, wie gezielt sie Nebensätze und Wortwahl anderer aufgreift, um moralische Deutungshoheit zu beanspruchen – und damit eine einfache Nachfrage in eine persönliche Auseinandersetzung verwandelt.
Das Muster: Deutung, Unterstellung, Eskalation
Frau Brand greift früh in die Diskussion ein, nicht um auf die Frage einzugehen, sondern um den Ton eines neutral gemeinten Kommentars zu kritisieren. Aus einem sachlichen Hinweis („Das Bauschild steht dort“) wird durch ihre Interpretation eine Respektlosigkeit konstruiert – mitsamt impliziter Unterstellung: Der Hinweis sei pampig, arrogant, unhöflich.
Das zentrale Problem: Nicht der Kommentar selbst ist problematisch – sondern die Lesart, die Frau Brand ihm gibt. Und diese erhebt sie zur Wahrheit. Wer widerspricht, wird von ihr als „getriggert“, „aggressiv“ oder „maßlos“ abgewertet. Diese Begriffe dienen ihr nicht zur Analyse, sondern zur Diskreditierung.
Eine Frage des Tons? Nein – eine Frage der Kontrolle.
Frau Brand geht es in solchen Debatten nicht um Verständigung. Sie versucht vielmehr, Diskussionen zu dominieren – indem sie vorgibt, wer „anständig“ antwortet und wer „pampig“ ist. Sie beansprucht für sich, zwischen höflich und unhöflich zu unterscheiden – unabhängig davon, was tatsächlich gesagt wurde. Was zählt, ist ihr Eindruck – nicht der tatsächliche Inhalt.
Auffällig auch: Sobald ihr jemand widerspricht, spricht sie von „Unterstellungen“, „Anmaßungen“ oder behauptet, andere würden sie „fertigmachen“. In Wirklichkeit war es sie, die mit der Bewertung des Tons die Eskalation begonnen hat.
Rückzug mit letzter Spitze
Am Ende ihres letzten Kommentars kündigt sie an, aus der Debatte auszusteigen. Doch nicht ohne sich selbst zum Opfer stilisiert zu haben („egal was ich schreibe, es kommt nicht an“) – und nicht ohne der anderen Person noch ein abschließendes Nachtreten mitzugeben. Der Rückzug dient dabei nicht der Deeskalation, sondern der Selbstinszenierung.
Ein bekanntes Muster
Was sich in dieser kleinen Diskussion zeigt, ist ein Muster, das in vielen ihrer öffentlichen Beiträge zu beobachten ist:
Sie entzieht sich der inhaltlichen Diskussion, indem sie sich auf Ton und Stil konzentriert.
Sie wertet andere ab, um sich selbst als moralisch überlegene Stimme zu positionieren.
Sie interpretiert Aussagen anderer im schlechtesten möglichen Licht – ohne Rücksicht auf tatsächliche Intention oder Wortlaut.
Und sie blockiert am Ende regelmäßig die Gesprächspartner, nachdem sie selbst zuletzt das Wort hatte.
Wer so diskutiert, will keine Verständigung – sondern Deutungshoheit.
Fazit
Frau Brand spricht oft von Respekt, Offenheit und Gerechtigkeit. Doch in ihren Kommentaren fehlt genau das: Respekt für andere Meinungen, Offenheit für andere Sichtweisen, Gerechtigkeit in der Bewertung. Es geht ihr nicht um Austausch – sondern um Kontrolle, um moralische Überlegenheit und um die Festlegung, was gesagt werden darf und wie.
Wer Debatten auf diese Weise führt, trägt nicht zur demokratischen Kultur bei – er beschädigt sie.
Es hätte ein schöner, verbindender Moment für Wedel sein können. Wie jedes Jahr wurde am Roland der Maibaum aufgestellt – ein traditionsreiches Fest, das seit bald 30 Jahren von engagierten Bürgerinnen und Bürgern ehrenamtlich organisiert wird. Begleitet wurde das Ganze von Wedel TV, die ehrenamtlich und mit viel Herzblut regelmäßig Wedeler Ereignisse dokumentieren.
Wie in jedem Jahr fand auch der Bändertanz des Heimatbundes statt. Mit dabei – und sicher auch mit einem Augenzwinkern als „prominente Mittänzer“ betitelt – unsere Bürgermeisterin und der Stadtpräsident. Sie hatten sich die Mühe gemacht und den Tanz in den letzten Wochen einstudiert. Sie machten damit ihr Versprechen vom letzten Jahr wahr. Ein kleiner Moment der Leichtigkeit, der Zugewandtheit, wie man ihn sich in Zeiten wie diesen eigentlich nur wünschen kann.
Doch was daraus in der Facebookgruppe „Wedel-Germany“ wurde, lässt einen sprachlos zurück. Statt Freude, Dankbarkeit oder einfach einem Schulterzucken, ob der Wortwahl „prominent“ entwickelte sich eine Diskussion – oder besser: ein digitaler Schlagabtausch – voller Spott, Unterstellungen, Häme und Zynismus.
Kommentare wie „Prominent? Lachhaft!“ oder „Für 10.000 Euro im Monat tanzt sie auch noch …“ sind leider keine Ausreißer, sondern inzwischen symptomatisch. Es wird nicht mehr zugehört, nicht mehr gefragt, nicht mehr diskutiert. Es wird bewertet, abgewertet, unterstellt – mit einer verbissenen Wut, die erschreckt.
Die Facebookgruppe „Wedel-Germany“ ist längst kein Ort des Austauschs mehr. Es ist ein Raum geworden, in dem jede noch so kleine Geste in eine Grundsatzfrage über Anstand, Geldverschwendung oder politische Würde verwandelt wird. Wer sich bemüht, wird verdächtigt. Wer sich zeigt, wird verspottet. Wer widerspricht, wird persönlich angegangen.
Und das Fatale: Wer versucht, sachlich zu bleiben, wird entweder ignoriert – oder gleich mit in die Schusslinie gezogen. Differenzierte Stimmen gehen unter. Was bleibt, ist die Lautstärke der Empörung.
Dabei bräuchte Wedel – wie jede Stadt – das genaue Gegenteil: Räume, in denen man miteinander redet, statt übereinander. Wo man einander zuhört, statt sich reflexhaft zu empören. Wo auch Ehrenamt und Engagement wieder gesehen werden. Und wo nicht jeder Tanzschritt einer Bürgermeisterin zum politischen Affront erklärt wird.
Es ist traurig, dass ausgerechnet ein Maibaum – Symbol für Frühling, Gemeinschaft und Hoffnung – zum Auslöser für diese Form digitaler Kälte wird. Es sagt leider viel über den Zustand der lokalen Debattenkultur.
Vielleicht ist es Zeit, uns zu fragen: In welcher Stadt wollen wir eigentlich leben? Und wie wollen wir dort miteinander sprechen?
Inzwischen hat Herr Frank Fuchs in einem weiteren öffentlichen Kommentar erneut Bezug auf meinen Umgang mit der Abwahl von Herrn Kaser genommen. Dabei behauptete er, ich hätte in einem privaten E-Mail-Verkehr auf die Frage nach einem möglichen „Aufeinanderzugehen“ gegenüber Herrn Kaser mit den Worten reagiert: „So etwas wird es nicht geben.“
Diese Darstellung ist nicht korrekt. Tatsächlich hatte ich in unserer Korrespondenz sachlich erläutert, warum aus meiner Sicht ein politisches Aufeinanderzugehen nach den damaligen Ereignissen nicht mehr möglich war. Meine Antwort war differenziert und begründet – von einer pauschalen oder gar unsachlichen Ablehnung war keine Rede.
Darüber hinaus ist zu betonen: Der private E-Mail-Verkehr unterlag der Vertraulichkeit. Auch wenn Herr Fuchs daraus keine wörtlichen Zitate, sondern nur sinngemäße Darstellungen öffentlich verwendet, wird hier durch Verkürzung und Kontextverschiebung bewusst ein falscher Eindruck erweckt.
Diese Art der Darstellung reiht sich ein in eine Strategie, durch verkürzte oder verfälschte Aussagen gezielt Meinungen zu beeinflussen, ohne den tatsächlichen Inhalt fair wiederzugeben. Solche Methoden tragen nicht zu einer offenen, respektvollen Debatte bei, sondern beschädigen das Vertrauen in politische Auseinandersetzungen insgesamt.
Wenn falsche Aussagen die Debatte bestimmen sollen
Ein Beispiel für gezielte Meinungsbeeinflussung und wie ich damit umgehe
Warum dieser Artikel? Ich setze mich als Kommunalpolitiker gern mit Kritik auseinander – auch mit unbequemer. Doch wenn öffentliche Aussagen gezielt verfälscht, Gesprächsangebote ignoriert und unbelegte Behauptungen immer wieder wiederholt werden, braucht es eine Klarstellung. Dieser Beitrag soll transparent machen, was wirklich gesagt und geschrieben wurde – und was daraus gemacht wurde.
In den vergangenen Monaten war ich immer wieder Ziel einer gezielten Defamierungskampagne in den sozialen Medien. Einzelne Personen – teils unter dem Deckmantel vermeintlicher Kritik – haben es sich zur Aufgabe gemacht, meine politische Arbeit persönlich anzugreifen, zu verzerren oder zu diskreditieren. Ein Beispiel hierfür ist der wiederholte Schlagabtausch mit Herrn Frank Fuchs, der sich öffentlich und per Mail zu verschiedenen Themen geäußert hat.
Im Zuge dieser Debatte habe ich Herrn Fuchs sachlich und detailliert auf seine E-Mail geantwortet – mit dem ausdrücklichen Ziel, seine Argumente ernst zu nehmen, einzuordnen und auf Augenhöhe zu diskutieren. Von einem „Maßregeln“, wie später behauptet wurde, kann objektiv keine Rede sein. Der Ton war respektvoll, der Inhalt faktenbasiert.
Nach meiner Antwort folgte ein öffentlicher Kommentar von Herrn Fuchs, in dem er behauptete, ich hätte ihn gemaßregelt und würde Kritik grundsätzlich nicht zulassen. Diese Einordnung meiner inhaltlich belegten Argumente als persönliche Maßregelung ist nicht nur unzutreffend, sondern Teil eines Musters: Der sachliche Austausch wird abgewertet, um eine politische Agenda zu bedienen.
Zur besseren Einordnung dokumentiere ich hier diesen Kommentar:
Facebook-Kommentar von Frank Fuchs in der Gruppe „Wedel-Germany“
Um größtmögliche Transparenz herzustellen, habe ich Herrn Fuchs daraufhin gebeten, einer datenschutzkonformen Veröffentlichung unseres E-Mail-Verkehrs zuzustimmen. Diese Bitte blieb unbeantwortet.
In einem weiteren öffentlichen Kommentar erklärte Herr Fuchs anschließend: „Für Jan Lüchau gibt es nur eine Sicht der Dinge und das ist seine eigene. Dass er sich auf seiner Homepage über andere Leute auslässt, spiegelt seinen Charakter wieder […]“. Auch diese Äußerung zielt nicht auf Inhalte, sondern auf persönliche Abwertung. Wer Diskussionen so führt, verlässt den Boden der demokratischen Streitkultur.
Ich kommentiere auf meiner Seite öffentliche Aussagen, die sich auf meine Arbeit oder auf politische Vorgänge beziehen. Das ist Teil politischer Kommunikation – öffentlich, sachlich und mit klaren Quellen. Wer öffentlich angreift, muss auch mit öffentlicher Einordnung rechnen. Das gilt für mich wie für jeden anderen.
Besonders irritierend ist zudem, dass Herr Fuchs wiederholt öffentlich behauptet hat, die politischen und verwaltungsbezogenen Vorwürfe gegen den früheren Bürgermeister Kaser hätten sich als unwahr erwiesen. Das ist nachweislich falsch. Die wiederholte Verbreitung solcher beleglosen Aussagen dient nicht der Aufklärung, sondern der gezielten Beeinflussung öffentlicher Meinung – auf Kosten von Fakten, Vertrauen und politischer Kultur.
Kritik gehört zur Demokratie – und sie ist wichtig. Ich stelle mich ihr ausdrücklich, auch wenn sie unbequem ist. Aber wer in Diskussionen bewusst verfälscht, wer Gesprächsangebote ignoriert und sich dann als Opfer stilisiert, trägt nicht zu einer politischen Kultur bei, die von Respekt und Redlichkeit lebt.
Die Debatte mit Herrn Fuchs steht exemplarisch für eine Entwicklung, die ich für bedenklich halte: Kritik wird zunehmend mit persönlicher Herabwürdigung verwechselt. Wer klare Positionen bezieht, wird nicht argumentativ hinterfragt, sondern öffentlich diffamiert. Dem stelle ich mich – mit Haltung, mit Fakten und mit Offenheit. Aber nicht mit Schweigen.
Hinweis: Dieser Artikel bezieht sich auf die Diskussion vom 12. April 2025 in der Facebook-Gruppe „Wedel – Germany“. Der vollständige Verlauf ist hier einsehbar.
Die Debatte über die Infrastrukturfolgekostenabgabe, die derzeit in der Facebookgruppe „Wedel-Germany“ geführt wird, ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert – aber vor allem: erschreckend.
Nicht wegen der Kritik an der Sache. Die kann man haben. Man kann – und sollte – darüber streiten, ob 8.750 Euro pro Wohneinheit in Zeiten hoher Baukosten sinnvoll oder hinderlich sind. Man kann fragen, ob die Regelung für Sozialwohnungen angepasst werden sollte. Und man darf auch darüber diskutieren, ob das Konzept von Guttsche & Partner ideal ist oder nicht.
Aber was aktuell stattfindet, ist keine politische Debatte. Es ist eine Empörungswelle mit klaren Feindbildern und pauschalen Unterstellungen: Die CDU sei „verfilzt“, stecke mit Rehder unter einer Decke. Die Verwaltung handle nicht zum Wohle der Stadt, sondern schütze „Lieblingsinvestoren“. Wer widerspricht, betreibe „Hetze“. Wer sich wehrt, wird zur Zielscheibe erklärt.
Verdacht ersetzt Argument
Es werden gezielt Gerüchte gestreut („Wie viele Politiker wohnen eigentlich in Rehder-Wohnungen?“), ohne jeden Beleg, aber mit klarer Stoßrichtung. Die Botschaft ist: Die CDU, der Bürgermeister, die Verwaltung – alle hätten etwas zu verbergen. Diese Form der politischen Kommunikation folgt einem klaren Muster: Es geht nicht um Aufklärung, sondern um Diskreditierung.
Ein besonders aufschlussreicher Punkt: Gernot Kaser wird in mehreren Kommentaren namentlich erwähnt – teils mit pathetischem Lob, teils mit spitzen Bemerkungen in Richtung seiner Kritiker. Der Punkt dabei: Er hatte mit dem Thema der Infrastrukturfolgekostenabgabe inhaltlich nie etwas zu tun. Die Erarbeitung des Konzepts begann vor seiner Amtszeit, der politische Beschluss erfolgte während seiner Amtszeit – aber nicht auf seine Initiative hin, sondern auf Grundlage einer breiten Mehrheit im Rat. Dass Kaser dennoch wiederholt ins Spiel gebracht wird, zeigt: Es geht einigen nicht in erster Linie um die Abgabe selbst, sondern um das Weitertragen politischer Lagerkonflikte.
Symbolpolitik auf Facebook
Ein weiteres Muster: Die Diskussion dient vielen nicht der Meinungsbildung, sondern der Selbstvergewisserung im digitalen Lagerfeuer. Wer sich dort äußert, bedient nicht selten das eigene Empörungspublikum. Kritik wird nicht widerlegt, sondern als Angriff gewertet. Und wer öffentlich widerspricht, wird – wie in meinem Fall – zur „Zielscheibe“ erklärt. Das sagt mehr über die Diskutierenden als über mich.
Diese Entwicklung ist gefährlich. Wenn politische Diskussionen nur noch in Form von Zuschreibungen und Unterstellungen geführt werden, wenn niemand mehr nachfragt, sondern jeder nur bestätigt sehen will, was er ohnehin glaubt – dann wird eine Stadt wie Wedel nicht weiterkommen. Dann wird auch keine Abgabe, keine Schulreform, kein Haushaltsbeschluss jemals sachlich bewertet werden können. Dann zählt nur noch, wer etwas sagt – nicht, was gesagt wird.
Eine offene Debatte braucht Mut – und Fakten
Wer sich für oder gegen eine Infrastrukturabgabe ausspricht, soll das tun – aber bitte faktenbasiert. Mit Argumenten. Und mit Respekt vor anderen Sichtweisen.
Facebook ist kein Parlament. Aber es ist ein öffentlicher Raum. Und wer diesen Raum nutzt, um pauschal zu verurteilen, statt differenziert zu argumentieren, trägt zur Spaltung bei. Nicht zur Lösung.
Es wird Zeit, dass Wedel wieder beginnt, inhaltlich zu diskutieren. Und aufzuhören, politische Gegner reflexhaft als Feinde zu betrachten.