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Jahresbericht 2025 der Volkshochschule Wedel: Bildung, Integration und gesellschaftlicher Zusammenhalt

In der vergangenen Ausschusswoche wurden die Jahresberichte von Trägern sozialer Einrichtungen für das Jahr 2025 vorgestellt. Die Volkshochschule (vhs) Wedel nimmt hierbei als kommunale Bildungseinrichtung eine zentrale Rolle ein, da sie lebenslanges Lernen und Räume für Begegnungen über Generationen und Kulturen hinweg sicherstellt. Die Einrichtung erreicht Menschen unterschiedlichster Herkunft und leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur sozialen Integration in unserer Stadt.

Stabile Kennzahlen und Nutzung der Angebote

Die Zahlen für das Berichtsjahr belegen eine beständige Nutzung der vhs-Angebote in Wedel. Die Anzahl der Anmeldungen stieg insgesamt von 3.474 im Vorjahr auf 3.587 an. Ein Zuwachs zeigte sich im Programmbereich Politik, in dem sich die Anmeldungen mit 412 mehr als verdoppelten. Der städtische Zuschuss zur Volkshochschule belief sich im Jahr 2025 auf 1.030.054,91 Euro, was einen entscheidenden Beitrag zur Finanzierung der Bildungsarbeit vor Ort darstellt.

Herausforderungen in der Sprachförderung

Im Bereich der Integrations- und Berufssprachkurse ergaben sich durch veränderte Förderstrukturen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) spürbare Einschränkungen für die Planung. Die Volkshochschule Wedel reagiert auf diese Entwicklung mit folgenden Maßnahmen:

  • Ausbau von berufsbegleitenden Deutschkursen direkt vor Ort in regionalen Unternehmen, um die Arbeitsmarktintegration zu unterstützen.
  • Erweiterung des eigenfinanzierten Angebots im Bereich Deutsch als Zweitsprache außerhalb der Bundesförderung, um den Zugang für verschiedene Zielgruppen weiterhin zu gewährleisten.
  • Einsatz von qualifiziertem Personal in der Beratung, um Teilnehmende zielgerichtet zu unterstützen und Kursabbrüche zu reduzieren.

Demokratiebildung und gesellschaftliche Teilhabe

Die vhs Wedel versteht sich als Dialogort zur Stärkung demokratischer Kompetenzen. Im Jahr 2025 wurde unter anderem die lange Nacht der Demokratie mit einem Demokratiequiz ausgerichtet und der Wahl-O-Mat zum Kleben eingesetzt, um das deutsche Wahlsystem zu erklären. Ergänzend dazu fördert die Einrichtung den gesellschaftlichen Zusammenhalt durch niedrigschwellige Formate, die allen Bürgerinnen und Bürgern offenstehen. Dazu gehören:

  • Ein regelmäßig stattfindender Stricktreff.
  • Ein offener Spieltreff für gemeinsame Freizeitaktivitäten.
  • Ein Lerntreff zur Unterstützung bei Bildungsfragen.

Sicherheitskonzept und Ausblick

Nach einem Messerangriff auf einen Dozenten im Sommer 2024 wurde das Sicherheitskonzept der Volkshochschule umfassend aktualisiert. Das Team absolvierte Schulungen zur Deeskalation und Erster Hilfe. Zudem wurden in Abstimmung mit der Polizei ein Alarmsystem für die Dozenten eingeführt und bei bestimmten Anlässen ein Sicherheitsdienst eingesetzt. Für den Herbst 2026 plant die vhs einen inhaltlichen Schwerpunkt zum Thema Bevölkerungsschutz und Resilienz. Das aktuelle Programm finden Sie online, und die vollständigen Sitzungsunterlagen können über das Bürgerinformationssystem der Stadt Wedel eingesehen werden.

Ihr Jan Lüchau

Jahresbericht 2025 der Freizeitförderung Wedel: Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe

In der vergangenen Ausschusswoche wurden die Jahresberichte von Trägern sozialer Einrichtungen für das Jahr 2025 vorgestellt. Die Freizeitförderung Wedel, die von der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung im Kreis Pinneberg gGmbH organisiert wird, bietet betreute Freizeitangebote für Jugendliche und Erwachsene mit geistiger Behinderung an. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Teilhabe der Menschen am gesellschaftlichen Leben zu stärken, ihre Selbstbestimmung zu fördern und Familien im Alltag verlässlich zu entlasten.

Begleitung und Förderung im Hirtenhaus

Die Angebote der Freizeitförderung finden überwiegend an drei Nachmittagen pro Woche im und am Wedeler Hirtenhaus statt. Ergänzt wird dieses regelmäßige Programm durch Ausflüge und Veranstaltungen an Wochenenden. Im Kalenderjahr 2025 nahmen insgesamt zehn Menschen mit Behinderung aus Wedel und dem Umland an den Begleitungen teil, wobei durchschnittlich fünf Personen regelmäßig mehrere Wochenangebote besuchten. Die pädagogische Arbeit konzentriert sich dabei auf vielfältige Unterstützungsbedarfe:

  • Förderung der Eigenständigkeit in der Freizeitplanung, zum Beispiel durch Mobilitätstraining.
  • Stärkung sozialer Kompetenzen für das Verhalten in Gruppen und den Umgang mit Mitmenschen.
  • Erhalt und Anwendung von Kulturtechniken, wie etwa das Kalkulieren von Einkäufen oder das Lesen von Broschüren.
  • Erlernen motorischer Fähigkeiten durch Aktivitäten wie Gartenprojekte und Holzarbeiten.

Strukturelle Herausforderungen bei der Mobilität

Die Berichte in den Ausschüssen legen auch dar, wo es auf kommunaler Ebene noch Verbesserungsbedarf gibt. Eine zentrale Herausforderung stellt die Mobilität der Teilnehmenden dar, wie bereits auf der Ausschusssitzung im Mai 2025 gemeinsam mit einem Selbstvertreter berichtet wurde. Etwa die Hälfte der regelmäßigen Besucher lebt im Ambulant Betreuten Wohnen und nutzt die gute ÖPNV-Anbindung in Wedel eigenständig für den Weg zum Hirtenhaus. Die andere Hälfte der Teilnehmenden ist auf Hol- und Bringdienste angewiesen. Das Fehlen dieser Fahrdienste führte im vergangenen Jahr dazu, dass zehn Kegeltermine mit mindestens drei Personen nicht besucht werden konnten, da Angebote in benachbarten Kommunen ohne Transport kaum erreichbar sind. Die Lebenshilfe plant daher die Einrichtung einer Begleitung mit Fahrdienst, um Aktivitäten außerhalb von Wedel abzusichern.

Integrative Ferienangebote und zukunftsorientierte Anpassungen

Ein besonderer Schwerpunkt der sozialen Arbeit ist die integrative Ferienfreizeit, die durch den Kreis Pinneberg finanziell gefördert wird. Diese Maßnahme bietet Kindern und Jugendlichen – unabhängig von ihrem Einkommen, Herkunftshintergrund oder Unterstützungsbedarf – die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Ferienangebot und wertvollen Gruppenerfahrungen. Mit Blick auf die Entwicklung der Teilnehmenden passt der Träger seine Formate künftig weiter an die Bedürfnisse älter werdender Menschen an, insbesondere durch die Schaffung ruhigerer Gruppenstrukturen und Kleingruppenangebote.

Weitere Informationen und Service

Der Träger wünscht sich für die Zukunft eine noch breitere Vielfalt in den Gruppen und freut sich über interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich vor Ort ein Bild machen möchten. Das aktuelle Programm sowie weiterführende Kontaktdaten finden Sie auf der Internetseite www.lebenshilfe-pi.de. Ein weiterer wichtiger Termin ist das InklusionsForum des Projekts "PI.Rat", welches nach einem erfolgreichen Start 2025 nun für September 2026 im Kreishaus Elmshorn in Planung ist. Die vollständigen Sitzungsunterlagen zum Jahresbericht können Sie im Bürgerinformationssystem der Stadt Wedel abrufen.

 

Jahresbericht 2025: Das DRK Betreute Wohnen in Wedel

in der letzten Ausschusswoche wurden die Jahresberichte verschiedener Träger sozialer Einrichtungen vorgestellt. Ein Dokument, das in diesem Rahmen präsentiert wurde, ist der „DRK Betreutes Wohnen - Jahresbericht Betreuerin 2025 - 31.03.2026_2.pdf“. Da das Thema Wohnen im Alter und die Begleitung von Senioren für unsere Stadt zunehmend an Bedeutung gewinnen, möchte ich Ihnen die Arbeit dieser Einrichtung darlegen.

Ein Modell für Selbstständigkeit im Alter

Die Einrichtung für betreutes Wohnen in Wedel bietet Platz für maximal 24 Personen in Ehepaar- und Singlewohnungen. Das Durchschnittsalter der Bewohnerschaft liegt bei etwa 70 Jahren. Ein zentrales Anliegen der Einrichtung ist es, die Selbstständigkeit der Menschen zu erhalten, Pflegeheimaufenthalte zu verhindern und der zunehmenden Einsamkeit entgegenzuwirken. Der Träger bezeichnet dieses Konzept als ein Zukunftsmodell für Wedel.

Leistungen und individuelle Betreuung

Die Betreuung der Menschen vor Ort ist auf die Eigenarten und Unterschiedlichkeiten der Bewohner ausgerichtet. Das Angebot umfasst konkrete Strukturen für den Alltag:

  • Zwei Betreuerinnen sind an fünf Tagen in der Woche jeweils vormittags und nachmittags vor Ort.
  • Die Bewohner werden regelmäßig in ihren Wohnungen besucht.
  • Es erfolgt eine Beratung und Unterstützung bei Amtsgängen, Papierkram sowie bei der Organisation von Hilfeleistungen.
  • Zweimal im Monat findet eine Einkaufsfahrt statt.
  • Ein Hausnotrufsystem ist für alle Bewohner verpflichtend, um besonders in den Zeiten ohne Betreuer Sicherheit zu gewährleisten.

Gemeinschaftsleben und barrierefreie Ausstattung

Die Räumlichkeiten der Einrichtung sind barrierefrei und behindertengerecht gestaltet. Sie sollen die Hausgemeinschaft fördern, in der sich die Bewohner gegenseitig helfen und unterstützen. Den Bewohnern stehen ein Gruppenraum für tägliche Treffen, eine Sommerterrasse, eigene Kellerräume sowie ein gemeinschaftlicher Wasch- und Trockenraum zur Verfügung. Zudem besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Sozialstation und der Begegnungsstätte. Das Gemeinschaftsleben wird durch durchschnittlich 43 Veranstaltungen im Jahr gestärkt. Zu den Angeboten zählen:

  • Ein monatliches gemeinsames Frühstück.
  • Ausflüge zum Mittagessen sowie Spielenachmittage.
  • Saisonale Feste wie Weihnachtsfeiern, Sommerfeste und Fischräuchern, bei denen die Bewohner mithelfen.

Wenn Sie sich weiterführend mit den Inhalten der Ausschusssitzungen beschäftigen möchten, finden Sie die entsprechenden Vorlagen und Termine im Bürgerinformationssystem der Stadt Wedel. Die öffentlichen Sitzungen bieten eine gute Gelegenheit, sich direkt über die sozialen Träger und ihre Projekte zu informieren.

 

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Jahresbericht 2025: Was Wedel Marketing wirklich für unsere Stadt bewegt

In Wedel gibt es ein Thema, das fast so sicher zu Diskussionen führt wie die Parksituation in der Bahnhofstraße: Unser Stadtmarketing. Der frisch veröffentlichte Jahresbericht 2025 von Wedel Marketing e.V. liegt nun vor. Grund genug, einmal hinter die Kulissen zu schauen – jenseits von Bratwurstduft und Hafenfest-Trubel.

Mehr als nur „Party-Planung“: Die nackten Zahlen

Ein häufiger Kritikpunkt ist die Finanzierung durch Steuergelder. Doch ein Blick in den Bericht zeigt eine interessante Hebelwirkung:

  • Der Multiplikator: Jeder Euro, den die Stadt Wedel zuschießt, wird durch Mitgliedsbeiträge, Sponsoring und ehrenamtliches Engagement mindestens verdoppelt.
  • Der Sockel: Der städtische Zuschuss lag 2025 bei netto 80.000 Euro. Damit stehen dem Verein effektiv rund 15.000 Euro weniger zur Verfügung als in den Jahren vor 2021.
  • Wirtschaftsförderung: Der „Wedel Gutschein“ erreichte im Juni 2025 einen Meilenstein – insgesamt wurden bereits über 100.000 Euro in unserer Stadt eingelöst. Das ist Kaufkraft, die direkt bei unseren lokalen Händlern und Gastronomen bleibt.

Das Rückgrat: 2.000 Stunden Herzblut

Kritiker werfen dem Verein oft eine „Apparatschik-Struktur“ vor. Die Realität sieht jedoch anders aus: Das Team in der Geschäftsstelle ist klein. Die eigentliche Arbeit wird zu einem riesigen Teil ehrenamtlich gestemmt.

  • Seit der Fusion mit den Wedeler Kaufleuten im Jahr 2022 hat sich das ehrenamtliche Engagement auf mindestens 2.000 Stunden pro Jahr verdoppelt.
  • Veranstaltungen wie der Weihnachtsmarkt am Roland werden nahezu vollständig ehrenamtlich organisiert. Ohne diese unbezahlte Arbeit wäre der Marktplatz im Advent schlichtweg dunkel.

Wo drückt der Schuh?

Das Geschäftsjahr 2024 (dessen geprüfte Zahlen nun vorliegen) schloss mit einem Defizit von etwa 34.466 Euro ab. Die Gründe dafür sind vielfältig: Eine veränderte Versteuerung des städtischen Zuschusses und ein Rückgang bei den Sponsorengeldern für Personalkosten. Das zeigt: Das System ist fragil und der Verein muss ständig um neue Partner kämpfen.

Highlights & Inklusion: Was bleibt von 2025?

Es gab 2025 Momente, die über die Stadtgrenzen hinaus für Aufmerksamkeit sorgten. Erinnert ihr euch an den Möwenwettbewerb beim Hafenfest? Der hat es bis in die Tagesschau geschafft! Besonders erwähnenswert für die soziale Komponente:

  • Barrierefreiheit: Beim Hafenfest konnten Rollstuhlfahrende durch eine neue Plattform die Bühne uneingeschränkt erleben.
  • Soziales Engagement: Das Benefiz-Konzert „Wedel hilft“ sammelte 9.500 Euro für den Kinderschutzbund und das Frauenhaus.

Ein Blick nach vorn: 2026 wird digital

Die Stadt hat sich für 2026 bis 2028 auf eine befristete Zuschusserhöhung verständigt[cite: 287]. Das Ziel? Wedel Marketing soll Aufgaben aus dem Innenstadtentwicklungskonzept übernehmen und eine neue Internetplattform aufbauen, die das Stadtleben digital bündelt.


Meine Meinung als Kommunalpolitiker:
Man kann über einzelne Events streiten, aber die Zahlen belegen: Wedel Marketing ist kein „Groschengrab“, sondern ein Effizienz-Meister darin, aus wenig öffentlichem Geld viel für das Stadtleben herauszuholen. Dass dabei 2.000 Stunden Freizeit von Bürgern für Bürger geopfert werden, ist in der heutigen Zeit alles andere als selbstverständlich.

Jahresbericht 2025: Stadtbücherei Wedel verzeichnet Rekordbesuche trotz Haushaltskonsolidierung

Der Jahresbericht 2025 der Stadtbücherei Wedel, der im kommenden Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport (BKS) vorgestellt wird, zeichnet das Bild einer stark frequentierten Einrichtung, die sich im Spannungsfeld zwischen wachsendem Zuspruch und strikten Sparvorgaben befindet. Die Stadtbücherei hat sich in den vergangenen Jahren von einer reinen Ausleihstation zu einem zentralen Aufenthaltsort entwickelt. Diese Neuausrichtung spiegelt sich deutlich in den Nutzungszahlen wider, stellt die Einrichtung vor dem Hintergrund der städtischen Haushaltskonsolidierung jedoch auch vor große Herausforderungen.

Wachsende Nutzungszahlen und Veranstaltungsrekorde

Die statistischen Kennzahlen des Jahres 2025 belegen die gesellschaftliche Relevanz der Einrichtung in Wedel:

  • Die Zahl der Besucher*innen während der Öffnungszeiten stieg auf insgesamt 103.503 Personen an.
  • Dies entspricht einem Zuwachs von rund 10.000 Personen im Vergleich zu den Vorjahren, was einem Durchschnitt von 415 Besucher*innen pro Tag entspricht.
  • 6.203 Leser*innen nutzten ihre Büchereikarte aktiv, was einem Plus von 725 im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
  • Zudem wurden 966 Neuanmeldungen verzeichnet.
  • Insgesamt führte die Bücherei 993 Veranstaltungen durch, wovon sich 450 gezielt an Kinder und Jugendliche richteten.

Die europäische Publikumsumfrage Sentobib, an der 494 Personen in Wedel teilnahmen, untermauert die Bedeutung der Bücherei als Wohlfühlort, zeigte aber auch den deutlichen Wunsch der Bürger*innen nach längeren Öffnungszeiten, insbesondere an Wochenenden, auf.

Neue Förderkriterien und finanzielle Herausforderungen

Ein zentrales Thema für die künftige Ausrichtung und Finanzierung sind die geänderten Förderrichtlinien des Landesverbandes Bibliotheken SH e.V..

  • Das neue Fördermodell, das 2026 in Kraft trat, gewichtet Kriterien wie Einzugsbereich, Entleihungen, Veranstaltungen, Öffnungsstunden und physische Besuche neu.
  • Die Hauptaufgabe von modernen Büchereien wird durch den Fördermittelgeber zunehmend im Ausbau zum Aufenthaltsort gesehen.
  • Analysen des Landesverbandes zeigen, dass kleinere Büchereien von dem neuen Modell profitieren, während größere Einrichtungen tendenziell benachteiligt werden.
  • Um die Förderung von Personalkosten und Medienetat aufrechtzuerhalten, muss die Stadtbücherei Wedel folglich in allen Bereichen höhere Kennzahlen erzielen.

Dies führt zu einem Balanceakt: Einerseits steigen die Anforderungen des Fördermittelgebers, andererseits ist die Bücherei von den kommunalen Einsparungen im Zuge der Haushaltssanierung betroffen.

Ehrenamt und Förderverein als unverzichtbare Säulen

Aufgrund der begrenzten finanziellen Ressourcen der Stadt stützt sich die Bücherei zunehmend auf externes Engagement:

  • Der Förderverein der Stadtbücherei übernimmt weite Teile der Veranstaltungskosten, wie etwa für Lesungen und Materialkosten bei Ferienprogrammen.
  • Über 30 ehrenamtliche Helfer*innen unterstützen den Betrieb aktiv, unter anderem beim Medienflohmarkt, im Vorleseclub oder beim Einsatz des Lesehundes.

Schulbibliotheken im Fokus

Die Betreuung der Schulbibliotheken war im Jahr 2025 ebenfalls von der Haushaltssanierung geprägt. Nach dem Weggang von Mitarbeiterinnen in der Gebrüder-Humboldt-Schule (GHS) wurden zwei Stellen im Fachbereich Schule zum Jahresende nicht weiter besetzt. Diese personellen Lücken werden derzeit durch die Schulbibliothekarinnen der Stadtbücherei und den verstärkten Einsatz von Ehrenamtlichen aufgefangen, um die regulären Öffnungszeiten sowie die Schulbuchrückgabe und -ausgabe zu gewährleisten.

Modernisierung und Ausblick 2026

Um die Servicequalität weiter zu verbessern, hat die Stadtbücherei 2025 die neue App „mobilOPAC YourBib“ eingeführt, die eine vereinfachte Kontenverwaltung und einen digitalen Leseausweis bietet. Zudem präsentiert sich die Einrichtung mit einem neuen Logo und einem frischeren optischen Auftritt, um das Image verstaubter Bücherhallen abzulegen.

Für das Jahr 2026 kündigt die Büchereileitung weitere Maßnahmen zur Kosteneinsparung an, darunter die Umrüstung auf stromsparende LED-Beleuchtung und der vollständige Anschluss an das städtische WLAN. Das primäre Ziel bleibt es, trotz finanzieller Einschränkungen ein tragfähiges, modernes Angebot für die Wedeler Bürger*innen aufrechtzuerhalten.

Wohnungsnot in Wedel: Fachstelle Wohnen legt Jahresbericht 2025 vor

Am kommenden Dienstag, den 10. März 2026, steht ein Thema auf der Tagesordnung des Sozialausschusses: Die Fachstelle Wohnen präsentiert ihren Bericht für das vergangene Jahr. Die Bilanz von Sabrina Kölln zeigt deutlich, dass die Lage auf dem Wedeler Wohnungsmarkt angespannt bleibt, aber auch, dass gezielte Projekte Früchte tragen.


Wachsender Druck auf Wedeler Bürger

Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung bei der Beratung im Rathaus. Im Jahr 2025 suchten verstärkt Bürgerinnen und Bürger Hilfe, die unmittelbar von Wohnungslosigkeit bedroht waren. Der Grund: Bezahlbarer Wohnraum ist in Wedel Mangelware, während die Mieten weiter steigen.

Wie extrem die Situation teilweise ist, belegen Beispiele aus dem Bericht: Für eine Ein-Zimmer-Wohnung mit nur 14 Quadratmetern wurden teils 700 Euro warm verlangt. Solche Forderungen sind für die meisten Betroffenen schlichtweg nicht finanzierbar.

Erfolge der Wohnraumaktivierung

Trotz der schwierigen Marktlage gibt es positive Nachrichten. Das Projekt „Wohnraumaktivierung“ erweist sich als wirksames Instrument. Durch die enge Zusammenarbeit mit privaten Vermietern konnten im Jahr 2025 insgesamt 27 Personen in neun Wohnungen vermittelt werden.

Die Vorteile für Vermieter:

  • Die Stadt übernimmt die Vorauswahl und stellt geeignete Mieter vor.
  • Die Fachstelle bleibt auch nach Mietvertragsabschluss feste Ansprechpartnerin bei Problemen.
  • Drei bisherige städtische Notunterkünfte konnten wieder in regulären Mietwohnraum umgewandelt werden, was insbesondere Familien zugutekam.

Prävention und Integration

Damit der Einzug in die eigenen vier Wände dauerhaft gelingt, setzt die Stadt auf Qualifizierung. Die Kurse zur „Mietwohnungsqualifizierung“ an der VHS helfen Wohnungssuchenden, ihre Chancen auf dem Markt zu verbessern. Rund die Hälfte der Teilnehmer fand danach zügig eine Wohnung. Auch ein umfassendes Schutzkonzept für die Unterkünfte wird stetig weiterentwickelt, um die Menschenwürde und Sicherheit der Bewohner zu garantieren.

Ausblick auf 2026

Die Arbeit wird im laufenden Jahr konsequent fortgesetzt und noch bürgernäher gestaltet:

  • Ab sofort findet jeden Mittwochvormittag eine Sprechstunde direkt in der neu gebauten Unterkunft statt.
  • Die Mietqualifizierung soll künftig fest in die Integrationskurse der VHS eingebunden werden.
  • Die Nachbetreuung ehemaliger Bewohner bleibt ein Schwerpunkt, um den langfristigen Erhalt des Wohnraums zu sichern.

Zahlen zum sozialen Wohnungsbau

Der Sachstandsbericht zum geförderten Wohnungsbau untermauert die Notwendigkeit dieser Maßnahmen mit harten Fakten:

  • Nachfrage: Im Jahr 2025 wurden 329 Wohnberechtigungsscheine (WBS) für insgesamt 667 Personen ausgestellt.
  • Vermittlungen: Insgesamt konnten 35 Haushalte in Sozialwohnungen vermittelt werden. Diese im Vergleich zum Vorjahr höhere Zahl ist vor allem auf die Fertigstellung von Neubauprojekten, etwa in der Rissener Straße, zurückzuführen.
  • Bestand: Wedel verfügt aktuell über einen Bestand von 680 öffentlich geförderten Wohneinheiten. Für 302 dieser Wohnungen besitzt die Stadt ein direktes Benennungsrecht.

Hürden und Ausblick auf 2026

Die Vermittlung bleibt eine Herausforderung. Eine geringe Fluktuation im Bestand – wer einmal in einer Sozialwohnung lebt, bleibt dort meist langfristig – und steigende Baukosten durch politische und geopolitische Einflüsse erschweren den Neubau. Zudem führen soziale Veränderungen wie Trennungen oder gesundheitliche Krisen häufiger zu plötzlichem Wohnungsverlust.

Für das Jahr 2026 sind bereits konkrete Verbesserungen geplant:

  • Das Projekt „An der Doppeleiche“ soll bis Ende des Jahres 16 neue Sozialwohnungen bereitstellen.
  • Die Fachstelle Wohnen wird ihre Präsenz erhöhen und jeden Mittwochvormittag eine Sprechstunde direkt in der neu gebauten Unterkunft anbieten, um die Wege für die Bewohner zu verkürzen.
  • Die erfolgreiche Mietwohnungsqualifizierung in Zusammenarbeit mit der VHS wird fortgesetzt und künftig direkt in Integrationskurse eingebunden, um die Chancen für Wohnungssuchende weiter zu verbessern.

 

Seniorenbüro Wedel – Jahresbericht 2024/2025

Das Seniorenbüro der Stadt Wedel ist zentrale Anlaufstelle für ältere Menschen und ihre Angehörigen. Es berät zu Themen wie Rente, Pflege, Vorsorge und Teilhabe und trägt wesentlich dazu bei, Isolation und Vereinsamung im Alter zu verhindern. Der Bericht 2024/2025 zeigt, wie vielfältig die Aufgaben sind – von persönlicher Beratung bis zur Entwicklung neuer Angebote für eine aktive und vernetzte Seniorengemeinschaft.

Qualifikation und Arbeitsschwerpunkte

Das Seniorenbüro wird von einem Sozialarbeiter (M.A.) mit elf Jahren Berufserfahrung in der Seniorenfürsorge geleitet. Zusätzliche Fortbildungen in Rentenrecht (SGB XI), Betreuungsrecht (BtG) und Demenz sichern die fachliche Qualität.

Die Arbeitsschwerpunkte reichen von individueller Beratung bis hin zu Netzwerk- und Projektarbeit:

  • Beratung von Senior:innen und Angehörigen
  • Case Management mit Sozialdienst, Polizei, Behörden und Krankenhäusern
  • Regelmäßiger Austausch mit Pflegeheimen und ambulanten Diensten
  • Rentenberatung und Rentenanträge als kommunale Pflichtaufgabe
  • Fachliche Begleitung des Seniorenbeirates
  • Öffentlichkeitsarbeit und institutionelle Vernetzung
  • Koordination der Ehrenamtsinitiativen Lückenfüller und Seniorenmobil
  • Einwerbung öffentlicher Mittel zur Förderung von Teilhabe und Engagement
  • Interne Ansprechperson für Pflegethemen im Rathaus

Demografische Entwicklung in Wedel

Wedel zählt derzeit 35.882 Einwohner:innen, davon sind 12.067 über 60 Jahre alt – ein Anteil von 33,6 %. Diese Bevölkerungsgruppe wuchs gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,4 %. Besonders stark vertreten sind die über 80-Jährigen: 3.498 Personen, darunter 2.118 Frauen und 1.380 Männer. Ihr Anteil ist leicht rückläufig (–1,7 %).

Beratungssituation 2024/2025

Zwischen September 2024 und September 2025 fanden im Seniorenbüro rund 1.800 Beratungen statt – telefonisch, persönlich oder als Hausbesuch.

Montag und Dienstag: durchschnittlich sieben Langzeitberatungen zur Rentenantragstellung, zehn Telefonate und drei Hausbesuche.
Mittwoch und Donnerstag: jeweils etwa 15 Vor-Ort- und 15 Telefonberatungen.
Freitag: durchschnittlich fünf telefonische Beratungen.

Damit bleibt das Seniorenbüro eine feste Größe im sozialen Hilfesystem der Stadt. Besonders gefragt waren 2024/2025 Rentenfragen, Unterstützung bei Vorsorgevollmachten, Demenzberatung und Hilfen gegen Einsamkeit.

Öffentlichkeitsarbeit und Kooperationen

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die enge Kooperation mit anderen Organisationen und Projekten im Rathausumfeld:

  • Betreuungsverein: Beratung und gemeinsame Erstellung von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen.
  • BIVA: Unterstützung bei Rechten von Bewohner:innen in Pflegeheimen und betreuten Wohnformen.
  • EUTB: Beratung zu Teilhabeleistungen und sozialrechtlichen Ansprüchen.
  • Lückenfüller: Hilfe beim Verstehen von Behördenpost, Formularen und Technikfragen; Verwaltung des DRK-Fonds „Menschen helfen Menschen“.
  • Seniorenmobil: Organisation von Tagesveranstaltungen und Ausflügen.
  • Rentenberatung: Begleitung durch Versichertenberater:innen der Deutschen Rentenversicherung zu Altersrente und Versicherungsverläufen.

Projekte und Entwicklungen 2024/2025

Das Berichtsjahr war geprägt von zahlreichen Initiativen, die das Leben älterer Menschen in Wedel bereichern und erleichtern:

  • Fortsetzung der Landesförderung im Rahmen der Engagementstrategie 2023–2025
  • Mitarbeit an der Gesamtstrategie Ehrenamt 2026–2028
  • Start des Stadtportals „Integreat“ zur digitalen Information und Teilhabe
  • Durchführung des Kompaktkurses Demenzpartner und der Comicausstellung „Demensch“ zur Aufklärung über Demenz
  • Kooperationsvereinbarung mit dem Netzwerk Demenz Kreis Pinneberg
  • Etablierung des Frühstücksformats „Gemeinsam statt einsam“
  • Einführung des Bewegungsprojekts „AufLeben“ mit Bewegungskalender
  • Enge Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat

Ausblick 2026

Für das Jahr 2026 setzt das Seniorenbüro seine Entwicklung fort. Geplant ist die vollständige Etablierung des Stadtportals „Integreat“, das Senior:innen und Angehörigen niedrigschwellig Zugang zu Informationen und Angeboten bietet.

Außerdem sollen neue Fördermittel im Rahmen der Gesamtstrategie Ehrenamt beantragt werden, um freiwilliges Engagement weiter zu stärken und das Netzwerk aus Haupt- und Ehrenamt in Wedel dauerhaft zu sichern.

Verfasst von Marcel Bauermeister, Leiter des Seniorenbüros Wedel.

Sozialberatungsstelle Wedel – Jahresbericht 2024

Die Sozialberatungsstelle Wedel ist eine zentrale Anlaufstelle für Menschen, die in schwierigen Lebenslagen Unterstützung brauchen – etwa bei finanziellen Sorgen, Wohnungsproblemen oder psychischen Belastungen. Der Jahresbericht 2024 zeigt eindrücklich, wie stark globale Krisen, steigende Lebenshaltungskosten und die angespannte Wohnungssituation auch in Wedel spürbar sind.

492 Beratungen – Wohnungsnot und seelische Belastung im Fokus

Insgesamt führte das Team 2024 492 Beratungen durch: 374 zur allgemeinen Sozialberatung und 118 zu Wohnungsproblemen. Viele Ratsuchende kamen mit mehreren Anliegen gleichzeitig – von der Mietnachzahlung über Schulden bis zu Krankheit oder Trennung. Besonders häufig betroffen waren Familien mit Migrationshintergrund, Alleinerziehende und Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Ein zentrales Thema blieb die Wohnungsnot. Günstiger Wohnraum war extrem knapp, und ausländische Mieter:innen berichteten vermehrt von Benachteiligung oder Einschüchterung durch Vermieter. Die Sozialberatung vermittelte zwischen Mietern, Vermietern und dem Mieterverein und konnte in allen Fällen Obdachlosigkeit verhindern.

Sprachbarrieren und psychische Belastungen nehmen zu

Viele Klient:innen lebten seit Jahren in Deutschland, verfügten aber nur über geringe Deutschkenntnisse. Das erschwerte den Zugang zu Behörden, Arbeit und Bildung. Jugendliche aus betroffenen Familien mussten oft Verantwortung übernehmen und fungierten als Übersetzer – eine Überforderung, die ihre persönliche Entwicklung beeinträchtigte.

Zudem nahmen psychische Erkrankungen stark zu. Immer mehr Ratsuchende suchten erst dann Hilfe, wenn Räumungsklagen oder Schulden bereits eskaliert waren. In solchen Fällen leistete die Sozialberatung nicht nur praktische Unterstützung, sondern auch emotionale Stabilisierung und vermittelte an Fachdienste weiter.

Beratung zwischen Stabilisierung und Akuthilfe

Die Klientel lässt sich grob in drei Gruppen einteilen: Menschen mit regelmäßigem, teils wöchentlichem Unterstützungsbedarf; Ratsuchende mit klar umrissenen Anliegen; und Personen, die nur punktuell Hilfe benötigen. Die meisten Beratungen waren zeitintensiv und individuell – mit dem Ziel, Selbstständigkeit zu fördern, ohne die Betroffenen zu überfordern.

Beispielhafte Fälle

Eine mazedonische Familie wurde über Monate begleitet, nachdem der erkrankte Vater pflegebedürftig wurde. Die Mutter, kaum deutschsprachig, musste den Alltag und zahlreiche Anträge allein bewältigen. Die Sozialberatung half bei Behörden, Mieterverein und Integrationskurs – und verhinderte den Verlust der Wohnung.

Ein Mann aus Togo, der bisher als Tellerwäscher im Minijob arbeitete, konnte durch gezielte Unterstützung eine Weiterbildung zum Schweißer beginnen – ein Schritt hin zu mehr Selbstständigkeit. Ein drittes Beispiel zeigt, wie eine kognitiv eingeschränkte Mutter nach einer Frühgeburt in enger Begleitung wieder Struktur und Sicherheit im Alltag fand.

Herausforderungen und Netzwerk

Die Vielzahl an Formularen und unterschiedlichen Sozialleistungen überfordert viele Ratsuchende. Oft müssen mehrere Anträge gleichzeitig gestellt und regelmäßig erneuert werden. Hier schafft die Sozialberatung Klarheit und Struktur. Besonders wichtig bleibt dabei die enge Zusammenarbeit mit anderen Institutionen – vom Mieterverein über die Schuldnerberatung bis zu sozialen Diensten.

Personalwechsel und Neustart

2024 war auch intern ein Übergangsjahr. Nach dem Ausscheiden langjähriger Mitarbeitender übernahm Daniela Holm die Leitung der Beratungsstelle. Gemeinsam mit der neuen Kollegin Maria Rickborn (seit November 2024) bildet sie nun ein eingespieltes Team, das die Arbeit mit großem Engagement fortsetzt.

Ausblick auf 2025

Für 2025 plant die Sozialberatung den Ausbau des Angebots und die intensivere Betreuung besonders belasteter Klient:innen. Eine neue Mitarbeiterin soll das Team ab Mai verstärken. Geplant sind zudem eine engere Zusammenarbeit mit Vermietern, der Ausbau rechtlicher Beratungsmöglichkeiten und mehr Unterstützung für Menschen mit fehlenden Deutschkenntnissen.

Auch niedrigschwellige Bildungsangebote und Deutschkurse sollen stärker vermittelt werden. Ziel ist, Ratsuchende langfristig zu stabilisieren und ihnen den Weg in Arbeit, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe zu erleichtern – Hilfe zur Selbsthilfe als Leitgedanke.

Fazit

Die Sozialberatung Wedel bleibt ein zentraler Stützpfeiler für sozialen Zusammenhalt. Sie hilft nicht nur in Krisen, sondern stärkt Menschen nachhaltig – durch Zeit, Vertrauen und praktische Unterstützung. Der Bericht 2024 zeigt: Soziale Stabilität entsteht vor Ort, durch kontinuierliche, menschliche Arbeit – Tag für Tag.

Jahresberichte des DRK: Betreutes Wohnen und Begegnungsstätte

Im Sozialausschuss am 9. September werden die aktuellen Jahresberichte des Deutschen Roten Kreuzes Wedel vorgestellt. Sie betreffen sowohl das Betreute Wohnen in der Rudolf-Höckner-Straße als auch die Begegnungsstätte des DRK. Beide Einrichtungen leisten einen wichtigen Beitrag für die soziale Infrastruktur in Wedel, sehen sich jedoch mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert.

Betreutes Wohnen

Die Anlage bietet seit 1994 Platz für bis zu 24 ältere oder behinderte Menschen. Auffällig ist, dass inzwischen auch mehr Bewohnerinnen und Bewohner im Alter zwischen 60 und 70 Jahren einziehen. Zwei Betreuerinnen kümmern sich in Teilzeit um regelmäßige Hausbesuche, leisten kleine Alltagshilfen und sorgen für eine lebendige Hausgemeinschaft. Veranstaltungen wie gemeinsames Frühstück, Spielenachmittage, Ausflüge oder Feste sollen Vereinsamung vorbeugen und den Einzug in ein Pflegeheim möglichst lange hinauszögern.

Finanziell schloss das Jahr 2024 mit einem Defizit von 11.645 Euro. Gründe sind gesunkene Einnahmen – unter anderem durch mehrere Sterbefälle – sowie steigende Personalkosten aufgrund des DRK-Reformtarifvertrags. Für 2026 beantragt der Ortsverein daher eine Erhöhung des städtischen Zuschusses von 29.800 auf 35.800 Euro.

Begegnungsstätte

Die DRK-Begegnungsstätte bot im vergangenen Jahr wöchentlich 16 offene Gruppenangebote und zählte insgesamt 11.123 Besucherinnen und Besucher. 505 interne und 267 externe Veranstaltungen fanden statt, unterstützt von 36 Ehrenamtlichen. Besonders beliebt bleibt die Montags-Seminarreihe mit Vorträgen aus Kultur, Reisen und Wissenschaft.

Auch hier führte die Kostenentwicklung zu Problemen. Steigende Energie- und Reinigungskosten sowie Investitionen – etwa ein neuer Vinylboden im Saal für 17.325 Euro – belasteten die Bilanz. Das Jahr 2024 endete mit einem Defizit von 16.797 Euro.

Fazit

Beide Einrichtungen verdeutlichen, wie sehr Wedel auf die Arbeit des DRK angewiesen ist: Sie bieten älteren Menschen Gemeinschaft, Unterstützung und Teilhabe. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass die Finanzierung angesichts steigender Kosten dauerhaft nicht allein aus Eigenmitteln gesichert werden kann. Ohne Zuschüsse der Stadt Wedel wären Angebote in diesem Umfang nicht aufrechtzuerhalten.

Engagiert, vernetzt, unermüdlich – Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wedel legt Bilanz vor

Mit ihrem Tätigkeitsbericht für den Zeitraum März 2024 bis Mai 2025 legt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wedel ein beeindruckendes Zeugnis ihres Einsatzes vor. Auf über 18 Seiten wird sichtbar, wie vielfältig, tief verankert und wirksam kommunale Gleichstellungsarbeit sein kann – von interner Beratung und strategischer Personalentwicklung bis zu landesweiter Gesetzgebung und öffentlicher Sichtbarkeit.

👉 Verwaltung und Gleichstellung – gelebte Partnerschaft

Die Gleichstellungsbeauftragte ist fester Bestandteil verwaltungsinterner Prozesse, begleitet Dienstvereinbarungen, wirkt an Stellenbesetzungen mit und war federführend am neuen Gleichstellungsplan 2024–2028 beteiligt. Auch das Sicherheitskonzept für die Dienststelle wurde gemeinsam entwickelt.

👉 Themenschwerpunkt Gewalt gegen Frauen

Besondere Aufmerksamkeit widmet der Bericht der Umsetzung der Istanbul-Konvention. Workshops, Aufklärungskampagnen, Brötchentütenaktionen und enge Kooperation mit dem Frauenhaus Wedel zeigen: Wedel positioniert sich sichtbar gegen häusliche Gewalt. Dabei wird auch benannt, was fehlt: bezahlbarer Wohnraum als realistische Ausstiegsperspektive für Betroffene.

👉 LGBTQIA+ und FLINTA* sichtbar machen

In Wedel gibt es bislang keine festen Anlaufstellen für queere Menschen. Umso wichtiger war die Gründung einer FLINTA*-Gruppe im KiJuZ. Auch die Regenbogenflaggen zum IDAHOBIT und erste Vernetzungsangebote sind Signale für ein offeneres Stadtklima.

👉 Stärkung von Frauen in Führung und Politik

Mit eigenen Schulungsprogrammen für weibliche Führungskräfte, dem Girls’Day, Engagement für „Respekt im Rat“ und aktiver Beteiligung an der Frauenquote in politischen Gremien schafft die Gleichstellungsbeauftragte Strukturen – und Vorbilder.

👉 Kultur, Bildung, Netzwerke

Kinoabende, Vorträge, digitale Infoplattformen zum Frauentag, Superheldinnen-Workshops, interkulturelle Begegnungen und historische Aufarbeitung der Frauenrechte in Wedel – das kulturelle Engagement zieht sich wie ein roter Faden durch den Bericht.

👉 Einfluss über Wedel hinaus

Als Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft sowie Vorsitzende des Gleichstellungsbeirates im Sozialministerium Schleswig-Holstein bringt die Wedeler Beauftragte auch auf Landesebene wichtige Impulse ein – etwa zur Digitalisierung, Gesetzesnovellierung oder Berichtspflicht in kommunalen Gesellschaften.

📝 Fazit

Der Bericht liest sich wie ein leidenschaftliches Plädoyer für eine moderne Gleichstellungspolitik. Deutlich wird: Gleichstellung ist kein Randthema, sondern eine Querschnittsaufgabe – und in Wedel mit Kompetenz, Kreativität und Haltung besetzt.

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